Gina-Lisa Lohfink: Die mit dem Panda tanzt

Der 12. August 2011 war ein rabenschwarzer Tag für persönliche Gemischtwaren-Blogs wie Alter Falter!, die sich nicht auf Nischenthemen konzentrieren sondern über Gott und die Welt berichten. Das Panda-Update von Google ist an diesem Datum über Deutschland gekommen und hat die Besucherzahlen vieler Feld-Wald-und-Wiesen-Webseiten ins Bodenlose sinken lassen. Mit einem Besucherrückgang von circa 40% – siehe Grafik unten – hat es Alter Falter! noch relativ gut erwischt.

Panda, so der Name des neuen Google-Suchalgorithmus, soll qualitativ guten Seiten bessere  Suchergebnispositionen bescheren als qualitativ schlechteren Seiten. Daran habe ich grundsätzlich mal nichts auszusetzen. Und dass bei so einem Update auch schon mal was schiefgehen kann, ist auch klar. Was mich nur ein Stück weit verwundert, ist, dass auch nach diesem Google-Update meine qualitativ schlechteren Beiträge, etwa über irgendwelche Promi-Luder, noch immer meine meistbesuchten Artikel sind, während meine qualitativ besseren Artikel Suchergebnispositionen verloren haben.

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Music Beta von Google

Nach Google+ der nächste große Knaller von Google: Music Beta. Angeblich erst in Amerika verfügbar, habe ich neulich eine Einladung zu Music Beta bekommen. Danke, Sammy! Und was soll ich sagen? Es klappt auch in Deutschland!

Von meinem Desktop-Rechner aus hochgeladene MP3s kann ich mir offenbar auf jedem anderen Rechner mit Internet-Anschluss anhören. Mit meinem Notebook funktionierts zumindest. Noch schöner wäre es natürlich, wenn ich mir die Mucke auch auf meinem Android-Handy anhören könnte. Das einzige Problem hierbei: Ich habe noch kein Android-Handy.

Angeblich kann man 20.000 Musik-Titel in die Music-Beta-Cloud hochladen. Alles weitere erklärt das Google-Video zum Thema – allerdings bloß auf Englisch.

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Microsoft: Gmail-Man liest Google-E-Mails

Im Kampf um Marktanteile im E-Mail-Sektor und als Werbung für ihr neues Produkt Office 365 setzt Microsoft auf Gmail-Man. Der schnüffelt in den E-Mails von Google-Mail-Nutzern, um ihnen passende Werbung zu präsentieren.

Das Video wurde bereits vergangene Woche auf einer internen Microsoft-Werbeveranstaltung vorgestellt und gestern erst der Internetseite ZDNet zugespielt, die es prompt nicht-öffentlich auf YouTube gestellt hat. Sprich, man muss den konkreten Link kennen, da das Video nicht über die YouTube- oder Google-Suche gefunden wird. Klarer Fall von Viralem Marketing also.

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Was ist Google Plus und brauch ich das?

Hübsches Promotion-Video, leider nur auf Englisch, das auch den einen oder anderen Facebook-Anhänger überzeugen könnte, von der dunklen Seite der Macht zu Google+ zu wechseln.

Facebook-Problem Nummer 1: Jeder ist dein Freund! Auch dein Boss! Das beeinflusst natürlich dein Kommunikationsverhalten. Wenn du dran denkst.

Facebook-Problem Nummer 2: Die undurchsichtigen Datenschutz-Einstellungen. Wie stelle ich beispielsweise ein, dass zwar meine Lieblingsfilme und -autoren öffentlich einsehbar sind, aber nicht jeder Scheiß, wo ich auf “Gefällt mir” geklickt habe? Eben!

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Google+ vs. Facebook: Multimedia-Kommentare

Bei Facebook habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, ob man an seine Kommentare Bilder, Videos oder Links anhängen kann. Bei Google+ habe ich diese Funktion spontan vermisst.

Jetzt lese ich gerade auf Mashable, dass man bei Facebook seine Kommentare seit heute entsprechend aufhübschen kann – zumindest in den USA (siehe Screenshot).

Und was sagen wir da alle zusammen?

“Zu spät!”

Braucht übrigens noch jemand eine Einladung für Google+? :-)

Passenderweise wurde das Google+-Profil von Mashable gerade gekickt. Aber das kommt sicher bald zurück, im Rahmen der zertifizierten Promi-Accounts.

William Shatner alias Captain Kirk war ja auch kurzzeitig mal weg vom Fenster:

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Google Plus – bist du schon drin?

Ich kann die Begeisterung für das neue Facebook-Plagiat Google+ noch nicht ganz nachvollziehen. Was vermutlich daran liegt, dass ich Facebook nicht intensiv genug nutze.

“Neuigkeiten” heißen bei Google+ “Stream”, ansonsten funktioniert es ähnlich. Auch optisch könnte man Google+ und Facebook für Zwillinge halten.

Für das Senden von Direktnachrichten gibt es bei Google+ noch keinen eigenen Button, sondern man muss den Empfängernamen mühsam per Hand eintippen und zusätzlich die voreingetragenen “Kreise” rauslöschen. Sonst schickt man eine vertrauliche Direktnachricht auch an eben jene “Kreise”. Ein Pluspunkt für Facebook!

In Kreise steckt man die Leute, die bei Facebook “Freunde” heißen. Im Gegensatz zu Facebook muss man bei Google+ nicht gegenseitig “befreundet” sein, um sich am virtuellen Leben anderer Leute zu ergötzen. Man folgt ihnen einfach, indem man sie in einen seiner Kreise einträgt. Ähnlich wie bei Twitter also.

Ich habe mir für den Anfang vier Kreise eingerichtet: “Bekannte”, “Unbekannte”, “Prominente” und einen leeren Kreis. Dem kann man beispielsweise Test-Nachrichten schicken, um zu gucken, wie sie bei echten Empfängern rauskommen. Oder als Ablage für Artikel anderer Google-Plusser, zum Wiederfinden und später Lesen.

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Google Bilder: Bilder mit Bildern suchen

Bei Google gibt es eine neue, witzige Funktion: Bilder mit Bildern suchen!

Dazu trägt man eine Bild-URL in das Suchfeld ein oder lädt ein Bild von der eigenen Festplatte hoch. Um an die Hochlade-Funktion zu kommen, klickt man bei Google Bilder auf das blaue Kamera-Symbol ganz rechts im Suchfeld.

Der Google-Hilfeartikel Suche anhand von Bildern erklärt im Detail, wie es funktioniert. Zitat: “Wenn Sie eine Suche anhand von Bildern durchführen, erhalten Sie andere Ergebnisse als bei der normalen Suche in Google Bilder oder Google Web.”

Ich habe das mal mit meinem Bewerbungsfoto ausprobiert, und das Ergebnis ist recht verblüffend:

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Die Gesellschaft für deutsche Sprache schafft sich ab

Wutbürger ist das Wort des Jahres 2010. Nach unmaßgeblicher Meinung der Gesellschaft für deutsche Sprache.

Die Gesellschaft wählt alljährlich die 10 Wörter, die die öffentliche Diskussion des jeweiligen Jahres angeblich wesentlich bestimmt haben. Google sieht das ein bisschen anders. *

1. Wutbürger: 67.800 Ergebnisse
2. Stuttgart 21: 2.250.000 Ergebnisse
3. Sarrazin-Gen: 557 Ergebnisse
4. Cyberkrieg: 189.000 Ergebnisse
5. Wikileaks: 25.600.000 Ergebnisse
6. schottern: 123.000 Ergebnisse
7. Aschewolke: 383.000 Ergebnisse
8. Vuvuzela: 505.000 Ergebnisse
9. Femitainment: 9 Ergebnisse
10. unter den Eurorettungsschirm schlüpfen: 192 Ergebnisse

* Ergebnisse abgefragt am 17.12.2010 über Google Deutshland für Seiten auf Deutsch für die Zeit vom 01.01.2010 bis 30.11.2010 – wobei diese Zahlen nicht in Stein gemeißelt sind, wie ich gerade feststelle, und offenbar davon abhängen, welchen Browser man benutzt und auf welchem der zig tausend Google-Server die Abfrage landet. Außerdem werden alte Ergebnisse mittlerweile ganz offensichtlich durch neue Treffer verfälscht. Naja, zumindest die Tendenz ist klar.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache führt als Entschuldigung an, dass für die Auswahl der Wörter des Jahres nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks entscheidend sei, sondern seine Signifikanz und Popularität. Ja nee, is klar… Der Ausdruck Femitainment ist ja auch so unheimlich populär.

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