Oscar für toten Joker

Jetzt ist es also tatsächlich passiert: Der tote Heath Ledger hat heute den Oscar für die Rolle des Jokers im letzten Batman-Film bekommen. Nicht, dass ich ihm das nicht gönne. Er spielt den ekeligen, sabbernden, sadistischen Freak ja wirklich gut. Problematisch finde ich bloß, dass Oscars auch für miese Filme vergeben werden.

Genau: Ich bin derjenige, der The Dark Knight nicht viel abgewinnen kann. Mittelprächtige Special Effects und eine trostlose Story. Gotham City im Griff des Terrors. Die Polizei ist machtlos. Auch im Knast zieht der Joker die Fäden. Und Batman ist ständig zur falschen Zeit am falschen Platz. Der Film könnte eigentlich auch gut im heutigen Bagdad spielen.

Überhaupt Batman: Der private Batman ist mir viel zu hübsch, viel zu smart, viel zu geleckt – ein Schönling ohne Ecken und Kanten. Und Batman in seinem Karnevalkostüm ist im Grunde genauso ein Freak wie der Joker, wie seine Nachahmer zu Beginn des Filmes ja auch sehr schön demonstrieren: Einfach einen Gummianzug anziehen und Böse verkloppen – ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz.

Weiterlesen

Der Tag an dem die Erde still stand

Eine Woche vor dem Kinostart von Der Tag an dem die Erde stillstand am 11.12.2008, unter Liebhabern von Abkürzungen auch als DTADDESS geläufig, hat 20th Century Fox gestern ein paar weitere Szenenbilder zur Online-Publikation freigegeben.

Leider sind 11 der bislang 22 offiziellen Szenenbilder ausschließlich der Veröffentlichung in Printmedien vorbehalten – und auf keinem ist Monty Python John Cleese als Mathematikprofessor zu sehen.

Ich war ja sehr skeptisch, was die Neuverfilmung des Science-Fiction-Klassikers The Day The Earth Stood Still, kurz TDTESS, von Robert Wise aus dem Jahr 1951 betrifft und wollte ihm schon mal vorab den Oscar für den überflüssigsten Film des Jahres überreichen, aber die Worte des Remake-Regisseurs Scott Derrickson aus den Produktionsnotizen stimmen mich halbwegs zuversichtlich, dass Der Tag an dem die Erde still stand eventuell doch einen Kinobesuch wert ist:
Weiterlesen

Star Trek XI: Kinder auf der Enterprise

Am 7. Mai 2009 kommt der elfte Star-Trek-Film ins Kino. Erzählt werden Kindheit und Flegeljahre der Original-Besatzung des Raumschiffs Enterprise aus den 60er Jahren.

Für mich, der mit der Crew um William Shatner alias James Tiberius Kirk großgeworden ist und seine überbordende Emotionalität auf die Sozialisierung durch Mister Spock zurückführt, ein etwas befremdliches Unterfangen.

Sollte das neue Konzept um Kirk, Spock, Pille & Co. beim Publikum ankommen, brauchen sich die Darsteller von StarTrek XI für die nächsten 40 Jahre wohl keine finanziellen Sorgen zu machen. Oder Gedanken darüber, was sie am nächsten Tag anziehen: Kirk das gelbe Sweatshirt, Spock und Pille eins in blau.

Weiterlesen

Die Eylandt-Recherche: Amateurfilm über Aliens

Ich kann mich nicht daran erinnern, im Kino jemals einen schlechteren Film gesehen zu haben als Die Eylandt Recherche. Man beachte den fehlenden Bindestrich zwischen Eylandt und Recherche – das hätte mir eigentlich Warnung genug sein sollen:

Generation PISA dreht jetzt Kinofilme!

Frau Eylandt hat 1944 drei Aliens in ihrem Keller in Duisburg-Rheinhausen versteckt. Und der große Stromausfall 2006 in Europa wurde nicht etwa durch ein Kreuzfahrtschiff verursacht, für das kurzzeitig eine Oberleitung gekappt werden musste, sondern durch den Heimflug der Aliens.

Eylandt RechercheWenn nicht eine der Schauspieler-Darstellerinnen immer wieder Sätze in die wackelige Handycam sagen würde wie “Mensch, ist das jetzt gruselig” oder so, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass die jeweilige Szene halbwegs spannend sein soll.

Da ich in Duisburg-Rheinhausen aufgewachsen und seit geraumer Zeit wieder wohnhaft bin, war der Kinobesuch für mich als Science-Fiction-Fan Pflicht: Ein Heimatfilm mit Aliens – wow! Gehts noch besser? Außerdem hatte Baynado ganz interessant über die Eylandt-Recherche berichtet.

Weiterlesen

Der Tag, an dem die Erde stillstand: Das Remake

20th Century Fox hat heute die ersten, extrem langweiligen Szenenfotos aus Der Tag, an dem die Erde stillstand zur Online-Publikation freigegeben. Das Remake, das voraussichtlich am 11. Dezember 2008 ins Kino kommt, kriegt von mir vorab schon mal den Oscar für den überflüssigsten Film des Jahres.

Klaatu Barada Nikto? Keanu Barada Fikto!

Der Tag, an dem die Erde stillstand ist ein Science-Fiction-Klassiker aus dem Jahr 1951, der vor dem historischen Hintergrund des Kalten Krieges spielt und seine Faszination zu einem guten Teil der damals allgegenwärtigen Angst vor der Zerstörung der Erde durch Atombomben verdankt.

Aber was hätte uns Keanu Reeves alias der außerirdische Klaatu anno 2008 noch zu sagen?
Weiterlesen

Iron Sky: Nazis auf dem Mond

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erzielte die Truppe um SS-Offizier Hans Kammler einen bedeutenden Durchbruch in der Erforschung von Anti-Schwerkraft. Die ersten Raumschiffe der Nazis starteten 1945 von einer geheimen Basis in der Antarktis, um auf der dunklen Seite des Mondes die Militärbasis “Schwarze Sonne” zu errichten. Diese Basis diente dem Aufbau einer mächtigen Invasionsflotte, um die Erde zu erobern, wenn die Zeit reif dafür wäre. 2018 ist es soweit: Die Nazi-Invasion ist auf dem Weg und die Welt maschiert im Stechschritt dem Untergang entgegen.

Iron Sky (c) ironsky.net
Iron Sky (c) ironsky.net

Soweit die ausgelutschte Geschichte des Fanfilms Iron Sky, für den noch Mitstreiter und vor allen Dingen Geld gesucht werden. Das Budget beläuft sich auf schlappe 2.500.000 Euro.

Weiterlesen

Superhero – Der Film. Mit Leslie Nielsen und Pamela Anderson.

Superhero – Der Film startet laut Verband der Filmverleiher erst am 17.07.2008 in den deutschen Kinos – auch wenn im Titel der offiziellen Homepage von Superhero Movie zu lesen ist: “28 March Everywhere”.

In Superhero werden Superhelden-Filme auf die Schippe genommen, in der Tradition von “Scary Movie” und “Die nackte Kanone”. Und er ist auch von denselben Machern. Pamela Anderson und Leslie Nielsen spielen mit, zwei Garanten für gute Unterhaltung. So oder so.

Gestolpert bin ich heute über “Superhero” auf Sebbis Blog, der eine irre witzige Parodie auf das irre beängstigende Interview mit Tom Cruise zum Thema Scientology ausgegraben hat – ein Filmschnipsel aus Superhero.

Weiterlesen