FLASH von Robert J. Sawyer – Science Fiction vom Feinsten

Entdeckt habe ich FLASH von Robert J. Sawyer durch die neue amerikanische Fernsehserie FLASHFORWARD, die auf dem im Original gleichnamigen Roman basiert. Roman und Fernsehserie erzählen zwei etwas unterschiedliche Geschichten. In diesem Artikel will ich euch vom Roman FLASHFORWARD bzw. FLASH vorschwärmen, der in den USA bereits 1999 veröffentlicht wurde und auf Deutsch im Heyne-Verlag erst 2008 erschienen ist.

Im Jahr 2009 versuchen Wissenschaftler im Teilchenbeschleuniger CERN in Genf das sagenumwobene Higgs-Boson zu erzeugen, ein wichtiges Bestandteilchen der Elementarteilchenphysik, das man bislang bloß vom Hörensagen kennt. Zeitgleich verliert die komplette Menschheit offenbar für zwei Minuten das Bewußtsein. – Zufall?

In den zwei Minuten des globalen Blackouts kommt es zu zahlreichen Unfällen, zwanzig Millionen Menschen sterben. Durch abstürzende Flugzeuge mit abgeschaltetem Autopiloten bei Start und Landung etwa, bei Autounfällen oder durch simple Treppenstürze, um nur mal drei Todesursachen aufzuzählen.

Die Überlebenden berichten übereinstimmend von Visionen, die exakt 21 Jahre in der Zukunft spielen, also im Jahr 2030. Von Autos, die über dem Boden schweben, von ihrem eigenen, gealterten Spiegelbild, von Fernsehnachrichten, Zeitungsartikeln und Börsenkursen aus dem Jahr 2030. Einige Menschen haben auch keine Visionen, was sie vermuten lässt, dass sie das Jahr 2030 gar nicht erleben werden.

Weiterlesen

Perry-Rhodan-Heft 2500 als kostenloses eBook im ePub-Format

Perry Rhodan, die am längsten laufende Science-Fiction-Heftserie der Welt, erscheint heute offziell mit Band Nr. 2500. Das Jubiläums-Heft lässt sich kostenlos runterladen als eBook im ePub-Format auf der Seite beam-ebooks.de. Notwendig ist eine unkomplizierte Registrierung ohne anschließende E-Mail-Bestätigung.

Ich war früher großer Perry-Rhodan-Fan und habe zehn Jahre lang das Fanzine ZYKLUSZINE herausgegeben, in dem jeweils 50 Hefte von Lesern und Perry-Rhodan-Autoren kritisch kommentiert wurden. ZYKLUSZINE ist damit die Mutter aller Perry-Rhodan-Rezension-Fanzines! Nur mal so als kleine Anmerkung für die Geschichtsbücher und Wikipedia – hihi!

Weiterlesen

Die Science-Fiction-Knüller des Jahres 2008

Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist der Schnee von gestern.

Jedes Jahr verleiht der Science-Fiction Club Deutschland e. V. den Curt-Siodmak-Preis für die jeweils beste Film- und Fernsehproduktion des Vorjahres.

Von den 33 Science-Fiction-Filmen, die 2008 in Deutschland Premiere hatten, habe ich nur I Am Legend mit Will Smith im Kino gesehen aber immerhin 5 1/2 Filme auf DVD oder sonstwo. Bei der halben Portion handelt es um den animierten Kinderklamauk Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, den ich noch nie zu Ende geguckt habe, weil ich immer wieder dabei eingeschlafen bin.

Trotzdem wird Wall-E in der Rubrik Filme nach meiner Einschätzung das Rennen machen, weil der Trickfilm offenbar kleine und große Kinder gleichermaßen anspricht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Mein persönlicher Kintopp-Favorit 2008 ist Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, obwohl die Science-Fiction-Elemente in diesem herrlichen Retro-Spaß von der Kritikermehrheit als eher störend empfunden wurden – vermutlich weil sie auf weitere Nazi-Enthüllungen a la Spielberg gehofft hatte.

Weiterlesen

Science Fiction Club Deutschland e. V.: 10 Jahre ANDROMEDA NACHRICHTEN als PDF-Dateien downloaden

Der Science Fiction Club Deutschland e. V., kurz SFCD, stellt in seinem Forum rund 40 Ausgaben des Mitgliedermagazins “ANDROMEDA NACHRICHTEN” als PDF-Dateien zum Download bereit – insgesamt rund 800 Megabyte.

Wer wissen möchte, was der SFCD die letzten 10 Jahre so alles getrieben hat, kann sich hier prima informieren:

Das Thema Science Fiction und Artverwandtes wird umfassend abgehandelt, etwa in Buch- und Film-Rezensionen, Veranstaltungsberichten, Kurzgeschichten u. ä. – und natürlich kommen auch Club-Interna zur Sprache. Weiterlesen

07.07.07: Happy Birthday, Robert A. Heinlein!

Heute wäre der Altmeister der Science Fiction 100 Jahre alt geworden – wenn er seinen Tod 1988 überlebt hätte. Zum Jubiläum empfehle ich zwei Bücher im englischen Original, die auf Deutsch nicht erschienen sind und einem den Autor näherbringen.

Requiem: And Tribute to the Grand Master

Das 438 Seiten starke Taschenbuch ist in drei Teile gegliedert: Im ersten Teil findet man bislang Unveröffentlichtes von Robert A. Heinlein, darunter vier sogenannte “Guest of Honor Speeches”, die er auf den sogenannten “Word Science FictionRobert A. Heinlein - Requiem: And Tribute to the Grand Master Conventions” der Jahre 1941, 1961 und 1976 gehalten hat sowie auf einem Filmfestival 1969 in Brasilien, weil dort der Film “Destination Moon” gezeigt wurde, der auf einer Kurzgeschichte von Robert A. Heinlein basiert. Der zweite Teil enthält Reden seiner Wegbegleiter, hauptsächlich aus der Science-Fiction-Branche, darunter etwa L. Sprague de Camp, anläßlich einer Ehrenmedaille, die Robert A. Heinlein posthum verliehen wurde, also kurz nachdem er Humus wurde, von der National Aeronautics and Space Adminstration, oder kurz NASA, wie wir in Deutschland sagen. Den dritten und letzten Teil bilden Nachrufe einiger Autorenkollegen, unter anderem von Joe Haldemann, Robert Silverberg und Arthur C. Clarke.

Weiterlesen

Vor 60 Jahren: Nazis auf dem Mond

Im Jahr 1939 begann die Schriftstellerkarriere von Robert A. Heinlein, mit der Veröffentlichung seiner Kurzgeschichte "Life-Line" im Magazin "Astounding Science Fiction", herausgegeben von John W. Campbell. Acht Jahre später, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde Robert A. Heinleins erster Roman in Buchform veröffentlicht: "Rocket Ship Galileo": Drei Jungs und ein Wissenschaftler bauen eine atomgetriebene Rakete und fliegen damit zum Mond. Dort stoßen sie nicht nur auf die Überreste einer Mondzivilisation, sondern auch auf andere Rudimente…

Robert A. Heinlein - Rocket Ship Galileo Viele Vorwürfe, die dem mehrfachen Gewinner aller bedeutenden Oscars der Science-Fiction-Literatur häufig zu unrecht gemacht wurden, treffen auf sein Erstlingswerk zu: farblose Charakterisierungen, eindimensionale Handlung, oberlehrerhafte Kommentare. Dabei handelt es sich bei "Rocket Ship Galileo" um ein sogenanntes "Juvenile", ein Buch für Jugendliche und junge Erwachsene, was die Sache wieder ein wenig relativiert. Genau wie bei "Starship Troopers" aus dem Jahr 1959 übrigens, das als Jugendbuch geschrieben und als Erwachsenenbuch vermarktet wurde und das mit dem brillanten Film von Paul Verhoeven aus dem Jahr 1997 bis auf den Titel nicht viel gemein hat.

Weiterlesen