Als sich Fußball-Nationaltorhüter Robert Enke letzten Dienstag von einem Regional-Express überrollen ließ, wurden zunächst die üblichen Mann-wirft-sich-vor-Zug-Witze gerissen: “Der war nicht zu halten!” oder “Den konnte er nicht mehr an den Pfosten lenken!”. Ähnlich wie beim Pharma-Milliardär Adolf Merckle Anfang des Jahres: “Da hilft auch keine Zugsalbe!”.
Am nächsten Tag trauerte Robert Enkes Ehefrau öffentlich im Rahmen einer Pressekonferenz anstatt still im Familien- und Freundeskreis.
Am Wochenende dann die an ein Staatsbegräbnis erinnernde Trauerzeremonie für Robert Enke im Stadion, mit Politikern und anderen B-Promis.
Am Sonntagmittag begrüßt mich meine Mutter mit den Worten: “Jetzt habe ich die Trauerfeier für Robert Enke verpasst!”.

