Susan Boyle, die neue Paul Potts

Zwei Jahre nach der erfolgreichen Vermarktung des walisischen Handy-Verkäufers Paul Potts als Opernsängerdarsteller haben die Macher von Britain’s Got Talent , der englischen Ausgabe von Deutschland sucht den Superstar Das Supertalent, eine neue Schmonzette aus dem Ärmel geschüttelt:

Die 47-jährige arbeitslose Susan Boyle aus Schottland, nach eigenen Angaben noch unberührt – und jeder, der das Video gesehen hat, glaubts ihr sofort – versetzt die zunächst skeptische Jury mit I Dreamed A Dream aus dem Musical Les Miserables in ungläubiges, augenwässerndes Verzücken.

Zugegeben, der Ausschnitt mit Susan Boyle macht Spaß. Und bei passendem Alkoholpegel eventuell sogar Gänsehaut. Auch wenn man ständig das Gefühl hat: Das kenne ich doch irgendwoher? Mal gucken, was die Telekom draus macht.

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Ich bin ein Schwanz – holt mich hier raus!

Heute Abend um 22:15 Uhr startet bei RTL die vierte Staffel der Ekel-Show Ich bin ein Star – holt mich hier raus!

Und ich bin halbwegs stolz darauf, noch keine einzige Folge der vorangegangenen drei Staffeln komplett gesehen zu haben – auch wenn das Medienmagazin DWDL.de schreibt, dass der Bildungsgrad der Zuschauer von Ich bin ein Star – holt mich hier raus! überdurchschnittlich hoch sei. Ebenso wie die Produktionsqualität und der Unterhaltungswert der Sendung.

Tut mir leid, für mich sind diese Aussagen eigentlich nur ein Indiz dafür, dass die Fernsehforschung in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt. Ich schlage mich da eher auf die Seite der Spießer, der selbsternannten Qualitätswächter, intellektuellen Kritiker und Apostel mit falscher Doppelmoral, die behaupten, sie würden sich so einen Dreck wie Ich bin ein Star – holt mich hier raus! nie im Leben freiwillig angucken – und dann eventuell doch kurz mal reinzappen.

Klar: Sonja Zietlow, Giulia Siegel oder Gundis Zambo würde ich gerne mal nackt sehen – auch wenn sie auf meiner diesbezüglichen Prioritäten-Liste nicht ganz oben stehen. Aber anderen Leuten, und mögen sie noch so ex-prominent sein, beim Baden in Maden zuzugucken oder beim Verspeisen von Tier-Hoden, ist für mich definitiv kein hervorragendes, sehr vergnügliches Fernsehen, das, souverän konsumiert, einfach der Zerstreuung dient, wie DWDL.de schreibt. Sowas ekelt mich bloß, da schalte ich weg. Und seh mir einen Porno an. Zum Beispiel.

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Schmidt & Pocher demnächst ohne Pocher

Im April 2009 trennen sich die Wege von Harald Schmidt und Oliver Pocher. Zumindest ist dann Schluss mit ihrer Sendung Schmidt & Pocher. Das verkündete am Wochenende Fred Kogel, Freund von Harald Schmidt und Geschäftsführer ihrer Firma Kogel  & Schmidt GmbH.

Zwar ist die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wegen Oliver Pocher beim Durchzappen wohl öfters mal bei Schmidt & Pocher hängengeblieben, munkelt man, aber “Schmidt spielt im Duo sein Potential nicht aus” (Zitat Kogel). Bedeutet vermutlich im Klartext: Geteilte Pointen sind nur halb soviele Pointen für Harald Schmidt. Außerdem strahlt Das Erste zur Sendezeit von Schmidt & Pocher ja eh keine Werbung aus.

Nee, Harald Schmidt ist nicht fernsehmüde. Im Gegenteil. Er will die Anzahl seiner Sendungen noch weiter erhöhen. Soll er gesagt haben. Das ist wohl auch dringend notwendig, wenn er beabsichtigt, als erste deutsche David-Letterman-Kopie bundesrepublikanische Fernsehgeschichte zu schreiben. Seine Sat1-Sendungen liegen jetzt ja schon arg weit zurück.

Ich vermute, Harald Schmidts Gründe für die Trennung von Oliver Pocher und seine angekündigte Fernsehoffensive sind viel profaner:

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Stromberg demnächst im Kino?

Die amerikanische Internetseite The Hollywood Reporter berichtete gestern über einen Stromberg-Film, der irgendwann demnächst ins Kino kommen soll. Stromberg-Autor Ralf Husmann würde das Drehbuch für den Film schreiben – ach nee? Riesenüberraschung! -, der als Finale einer vierten Stromberg-Staffel geplant sei.

Das Medienmagazin DWDL.de bestätigt heute die Vorarbeiten an einem Stromberg-Film, munkelt aber, dass das Ganze eventuell ein Missverständnis ist und ProSieben das Werk lediglich als Fernsehfilm ausstrahlt.

Wobei sich ProSieben nicht zu den Film-Spekulationen äußert und stattdessen über DWLD.de verbreiten lässt, dass jetzt im Winter Stromberg-Staffel 4 gedreht wird.

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Götz George alias Horst Schimanski ist 70

Götz George ist am Mittwoch 70 Jahre alt geworden – herzlichen Glühstrumpf! Aus diesem Anlass laufen in den nächsten Wochen auch erfreulich viele Schimanskis im Fernsehen.

Wer den Sender EinsFestival nicht per Kabel (?) oder Satellit empfängt, kann die entsprechenden Sendungen auch übers Internet mit Zattoo betrachten.

Die Sendedaten habe ich der sehr empfehlenswerten elektronischen Programm-Zeitschrift TV-Browser entnommen.

Götz George im Fernsehen:

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Telekom-Werbespot mit Paul Potts

“Wo man singet, lass dich ruhig nieder,
Ohne Furcht, was man im Lande glaubt;
Wo man singet, wird man nicht beraubt:
Bösewichter haben keine Lieder.”

Diese Weisheit des Dichters Johann Gottfried Seume wird von der Telekom gerade mal wieder aufs Trefflichste widerlegt. Die hat nämlich Paul Potts, Englands gesuchtesten und gefundenen Superstar, für ihren neuen Werbespot engagiert.

Paul Potts singt für die Telekom

http://de.youtube.com/watch?v=ZkaHOQQayTI

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Tagesthemen mit falscher Deutschland-Flagge

In der gestrigen Sendung der Tagesthemen fragte Moderator Tom Buhrow im Hinblick auf das EM-Spiel Türkei gegen Deutschland die Zuschauer: “Daumen drücken für Rot-Weiß oder für Schwarz-Rot-Gold?”

Und hinter ihm prangte die neue deutsche Tagesthemen-Flagge in Rot-Schwarz-Gold. Goldig!

Tagesthemen unter falscher Deutschland-Flagge: Rot-Schwarz-Gold statt Schwarz-Rot-Gold

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