Inception? Ein Traum! Von Anfang bis Ende.

Ich gebe zu, ich habe Inception nicht verstanden. Es geht im Wesentlichen um Träume und wie man sie konstruiert, ausstaffiert, manipuliert, infiltriert. Es gibt verschiedene Traumstufen mit unterschiedlich schnellen Zeitabläufen und diverse Methoden oder Kicks, mit denen man aus einem Traum wieder erwacht – oder besser nicht erwacht, weil man dadurch unter Umständen auf einer unteren Traumstufe hängen bleibt anstatt in die Realität zurückzukehren.

Die erste Hälfte von Inception habe ich mich noch sehr intelligent unterhalten gefühlt – weil ich einfach nicht dahintergestiegen bin, was abgeht: Wer träumt gerade was auf welcher Traumstufe oder ist das etwa die Realität? Oder wer schießt jetzt auf wen und warum? Und überhaupt: Was soll das?

Den größten Lacher im Kino erntete dann auch ein Satz von Ellen Page alias Ariadne, der ungefähr so lautete: “Einen Moment – um wessen Unterbewusstsein gehts jetzt gerade?” Spätestens von da an habe ich Logik Logik sein lassen und mich nur noch an den hübschen Bildern ergötzt.

Kaufste halt hinterher den Roman zum Film, dachte ich. Aber Pustekuchen! Inception basiert auf einem Originaldrehbuch. Um rauszukriegen, ob der Film hanebüchener Unsinn ist oder ein in sich stimmiges Meisterwerk, müsste ich den Film mindestens ein zweites Mal sehen. Oder ich schlaf mal eine Nacht drüber.

Leonardo DiCaprio hat in Inception übrigens auch wieder eine Unter-Wasser-Szene, ähnlich wie in Titanic, aber ob er diesmal mit seiner Frau zusammenkommt, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Inception – Deutscher Trailer


http://www.youtube.com/watch?v=JEv8W3pWqH0

Nachschlag

Ich fühle mich rehabilitiert: Leonardo DiCaprio hat Inception auch nicht kapiert.

Noch Nachschlag

Um eine häufig gestellte Frage aus meinen Suchtreffern zu beantworten: Nein, Lena Meyer-Landrut spielt in Inception nicht mit. Das Mädel heißt Ellen Page.

Vorsicht, Spoiler!

Die meistdiskutierte Frage ist, ob das Ende von Inception in der Realität spielt oder ein Traum ist. Einiges spricht dafür, dass der Film in der Realität endet. Zum Beispiel macht der Kreisel nicht den Eindruck, als wenn er sich ewig drehen würde. Und die Kinder scheinen ein Stück weit älter geworden zu sein und tragen laut Köstümbildner definitiv andere Klamotten. Auf die Tochter mag das zutreffen, der Sohn hat nach meiner Erinnerung aber dasselbe karierte Hemd an wie zu Beginn von Inception. Außerdem trägt Leonardo DiCaprio alias Cobb am Schluss keinen Ehering – was allerdings auch ein Filmfehler sein kann. Davon abgesehen ist Inception natürlich ein Film, der darauf ausgelegt ist, diskutiert und mehr als einmal gesehen zu werden.

Noch eine Idee zum Kreisel: Der Kreisel ist nicht Cobbs Totem, sondern der seiner Frau Mal. Ob der Kreisel tatsächlich irgendwann umkippt, ist für das Verständnis des Films also wurscht. Vermutlich ist der Kreisel bloß eine Inception von Regisseur Christopher Nolan in die Gehirne der Zuschauer, die glauben, anhand des Kreisels herausfinden zu können, ob das Ende des Films Realität ist oder ein Traum. Am Ende des Abspanns soll man übrigens hören, dass der Kreisel vom Tisch fällt – da hatte ich das Kino allerdings schon verlassen.

Die Liste der Filmfehler und Ungereimtheiten von Inception in der englischen Internet Movie Database.

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55 Gedanken zu „Inception? Ein Traum! Von Anfang bis Ende.

  1. Patman

    Ich finde den Beschrieb nicht in allen Teilen gut. Zeitweise frage ich mich, ob sich da jemand wichtig machen wollte…?
    (…um Träume und wie man sie konstruiert, ausstaffiert, manipuliert, infiltriert..) *LOL*

    Etwas mehr Nüchternheit und Bescheidenheit würde dem Bericht gut tun. Zudem ist es für mich unverständlich, wie ein “Filmkritiker” vor dem Abspann aus dem Kino gehen kann. So wird zum Schluss sogar noch ein Gerücht beschrieben…

  2. Lux

    Wie schon von vielen Leuten gemutmaßt, so finde ich die Interpretation am plausibelsten, in der Cobb von Anfang bis Ende träumt. Der Dialog in Frankreich mit seinem Vater gibt Aufschluss, indem er Cobb auffordert Mal los zulassen und in die Realität zurückzukehren. Es gibt mehrere ähnlicher Dialoge und Szenen, die darauf hinweisen. Würde im Übrigen auch bedeuten, dass Mal durch den “Selbstmord” in die Realität gelangte, und Cobb derjenige ist, der noch träumt.

    Im Grunde lässt sich aber auch diese Interpretation anzweifeln. Wo von man aber relativ sicher ausgehen kann ist, dass Cobb am Ende träumt: Alles läuft in Zeitlupe, im Flugzeug spricht keiner mehr mit ihm, der Vater wartet schon (wundersamerweise) auf ihn am Flughafen, Kinder sind nicht gealtert etc. ich finde, das ist schon beim ersten Mal Sehen relativ klar.

  3. Anonymous

    in einem oder zwei kommentaren stand drinne das cobb nie in der realität war und das der kreisel dem entsprechend nie umgefallen sein soll. das stimmt aber nicht den der kreisel ist in eine zene umgefallen. ich fand den film klasse. trotzdem bin ich irgendwie irritiert wegen den ganzen kommentaren . ich weis eigentlich nicht mehr wirklich was phase ist.

  4. Inception ist einfach zu verstehen

    “Den größten Lacher im Kino erntete dann auch ein Satz von Ellen Page alias Ariadne, der ungefähr so lautete: “Einen Moment – um wessen Unterbewusstsein gehts jetzt gerade?” Spätestens von da an habe ich Logik Logik sein lassen und mich nur noch an den hübschen Bildern ergötzt.”

    Ich empfand diesen Satz “Einen Moment – um wessen Unterbewusstsein gehts jetzt gerade?” von Ariadne als den unnötigsten, unlustigsten, dümmsten Satz, da es absolut klar war, dass sie in Fishers Unterbewusstsein gehen werden. Der Plan, ihn gegen sein eigenes Unterbewusstsein auszuspielen, war ja bereits davor bekannt…

    Ich habe mich während ich den Film sah immer wieder gefragt, was zur Hölle so schwer an ihm zu verstehen ist. Er erklärt sich in fast allen Situationen anhand der Dialoge selbst… Alles wird erklärt und aufgetischt. Das einzige was fraglich bleibt, ist die Realitäts-bzw. Traumstufe des gesamten Geschehnisses. Allerdings ist auch hier klar, dass der Regisseur bewusst mehrere Interpretationen zuließ.

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