Offline-Navigation mit Google Maps

Mir ist es zwar gelungen, ein Exemplar des Nexus 4 zu ergattern. Quasi die Blaue Mauritius unter den Smartphones, angesichts des quasipermanenten Ausverkauft-Status im Google-Play-Store. Was ich allerdings nicht beachtet hatte, ist, dass das Nexus 4 eine Micro-SIM-Karte benötigt. Nicht sonderlich smart, ich weiß. Und so bin ich unterwegs zwangsläufig offline, bis meine mittlerweile bestellte und bereits eingetroffene Micro-SIM-Karte aktiviert wird, was morgen der Fall sein soll. Zumal es mir leider nicht gelungen ist, meine SIM-Karte zu einer Micro-SIM-Karte zurechtzubrechen.

Ich hatte also genügend Zeit, die Offline-Fähigkeiten meines ersten Android-Geräts zu testen. Natürlich mit Angry Birds Star Wars oder Bad Piggies. Aber, oh, was für eine Enttäuschung: Google Maps benötigt eine Datenverbindung zur Navigation! Also schnell mal ein paar kostenlose Offline-Navigation-Apps aus dem Google-Play-Store getestet. Navfree etwa. Dort lassen sich keine Hausnummern eingeben. What The F…? Oder CoPilot GPS – in der Kostenlos-Variante ohne Sprachunterstützung. Gesehen, gelacht, gelöscht.

Bis ich dann eher zufällig herausgefunden habe, dass mit Google Maps eine Offline-Navigation doch möglich ist!

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man die Navigation bei bestehender Datenverbindung startet: Ziel suchen, Route berechnen, App geöffnet lassen und dann ab ins nicht vernetzte Auto. Dann funktioniert die Offline-Navigation mit Google Maps besser als mein Standalone-Navi Garmin Nüvi 255T. Verständliche Sprachausgabe mit klaren Ansagen und Nennung von Straßennamen, Anzeige der Restfahrzeit inklusive. Heute hatte sich die Navigation kurz mal verschluckt und dann selbständig eine Neuberechnung der Route vorgenommen. Toll.

Wer bei der Offline-Navigation Satellitenbilder statt simpler Kartenansicht bevorzugt, muss sich die entsprechenden 10 mal 10 Kilometer großen Kartenabschnitte vorher abspeichern. Bei Langstrecken wäre das allerdings eine zeitaufwändige und für mich relativ sinnfreie Vorarbeit. Mir genügt bei der Navigation eine einfache Darstellung und dass mein Navi mit mir spricht.

Blöd natürlich, wenn am Ziel keine Datenverbindung besteht, um die Rückreise zu berechnen. Ähnlich blöd, wie ein Smartphone komplett ohne Datenoption betreiben zu wollen. Aber – hey! – was blieb mir übrig? ;-)

Vielleicht noch interessant zu wissen: Ohne SIM-Karte, nur mit WLAN- und Offline-Spielereien, hat mein Nexus 4 fast 5 Tage durchgehalten – 4 Tage und 22 Stunden, um genau zu sein. Da ich tagsüber arbeite und nachts schlafe – der zweitgrößte Stromfresser war “Ruhezustand” – kein sonderlich aussagekräftiger Wert. Aber ich bins zufrieden.

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