Als ich letztens in meinen Vinyl-Schallplatten aus dem letzten Jahrtausend kramte, habe ich nicht nur erschreckt festgestellt, wieviel ich mir davon nochmal auf CD angeschafft habe (Bitte, liebe Musikindustrie! Meinetwegen nagt ihr nicht am Hungertuch!), sondern auch, dass einige meiner Vinyl-Schätze noch nie auf CD erschienen sind. Mach ichs mir halt selbst, hab ich gedacht. Ist auch gar nicht schwer, wenn man weiss, wies geht – und Windows aufm Rechner hat.
Man benötigt:
- eine Verbindung vom Verstärker zum blauen Line-In-Anschluss der Soundkarte, z. B. ein Kabel mit 2 Cinch-Steckern und einem 3,5 mm Klinkenstecker, wie das hier von Amazon:
- das kostenlose Programm Audiograbber von www.audiograbber.de zum Aufnehmen
- das kostenlose Programm Audacity von www.audacity.de zum Schneiden
Als erstes öffnet man die Windows-Wiedergabesteuerung – das ist das kleine Lautsprechersymbol in der Task-Leiste unten rechts. Unter “Optionen” | “Eigenschaften” wechselt man auf “Aufnahme”, markiert “Line-In” und stellt den Lautstärkeregler auf Maximum.
Audiograbber starten und auf “Datei” | “Line-Aufnahme” klicken. Dann den Plattenspieler anwerfen und in Audiograbber den Button “Aufnahm.” betätigen (unten links, der mit dem Play-Symbol). Nachdem die Platte durchgenudelt ist, drückt man in Audiograbber den “Stop”-Button (rechts neben dem Aufnahme-Button) – fertig ist die WAV-Datei, die im Programmordner von Audiograbber liegt.
Die Option “Automatisch trennen” ist übrigens nicht zu empfehlen, da sie leise Passagen nicht korrekt erkennt oder als Pausen interpretiert. Ausserdem ist das Bearbeiten einer einzelnen WAV-Datei wesentlich geschmeidiger als das Bearbeiten vieler kleiner WAV-Dateien.
Die WAV-Datei öffnet ihr mit dem Programm Audacity , um die musiklosen Passagen am Anfang, am Ende und zwischen den Stücken rauszuschneiden. Das geht am besten, indem man die jeweilgen Passagen grob mit der Maus markiert (eine nach der anderen, nicht in einem Schritt), und das jeweils markierte Stück mit gleichzeitiger Betätigung der Tasten STRG und E ins Fenster einpasst. Jetzt markiert man fast sekundenbruchteilgenau den Teil, der tatsächlich keine Musik enthält (hier ist unter Umständen wiederholtes Probehören des markierten Teils angesagt und Anpassung der Markierung nach links und/oder rechts) und entfernt ihn mit der ENTF-Taste. Nicht am Anfang der Platte und auch nicht am Ende, aber zwischen zwei Stücken drückt man unmittelbar nach dem Entfernen gleichzeitig die Tasten STRG und B, um eine Schnittmarke einzufügen.
Zum Wechsel von der Detailansicht einer Stille-Passage zur Vollanzeige der WAV-Datei, um die nächste Stille-Passage zu lokalisieren und umgekehrt, benutzt man die Tastenkombinationen STRG-A (komplette WAV-Datei markieren) und STRG-E (markierten Teil – hier die komplette WAV-Datei – ins Fenster einfügen).
Das Ergebnis einer komplett bearbeiteten WAV-Datei sieht dann zum Beispiel so aus:

In Audacity klickt man jetzt auf “Datei” | “Mehrere Dateien exportieren…”, und markiert hier “Tondaten vor der ersten Textmarke mit einschliessen” (sonst wird der erste Track nicht exportiert) und “Durchgehend nummerieren”. Mit Klick auf den Button “Export” wird zu jedem Stück eine WAV-Datei erstellt – fertig! Die exportierten WAV-Dateien lassen sich jetzt als Audio-CD brennen oder fürs MP3-Autoradio oder für den MP3-Player in MP3s umwandeln – oder für was und in was auch immer.
Bei komplett verknacksten Platten werdet ihr vielleicht nicht ganz so viel Spaß mit der digitalen Version haben. Aber einzelne Knackser in leisen Passagen lassen sich mit der oben beschriebenen Methode entfernen: Knackser markieren, aufzoomen, genauer markieren, rausschneiden. Da ein Knackser in der Regel nur den Bruchteil einer Sekunde dauert, fällt das Rausschneiden kaum oder gar nicht auf. Auf jeden Fall weniger als ein fetter Kratzer.
Im Startmenü von Audiograbber (aktuell: Version 1.83 Special Edition) findet ihr übrigens eine prima Anleitung für Line-In-Aufnahmen im PDF-Format, viel detaillierter als ich das hier schildern kann, und reichlich bebildert.
Viel Spaß beim Digitalisieren eurer Vinyl-Schätze!
Nachtrag: Falls die mit Audiograbber erstellte WAV-Datei übermäßig knackt oder Knistert, kann man sie probeweise mal durch die Light-Version des Shareware-Programms WavePurity von www.wavepurity.de schicken, bevor man sie mit Audacity weiterbearbeitet. Die Light-Version ist im Demo-Download von WavePurity enthalten: Man startet das Programm WavePurity Demo , klickt im Begrüssungsbildschirm aber nicht auf “Demo Version”, sondern auf “Light”, wählt “Bearbeiten einer Audiodatei”, öffnet die Audiograbber-WAV-Datei und klickt oben links auf “Assistent”. Hier hat man die Optionen Knistern und Knacken entfernen , Rumpel-Geräusche des Plattenspielers entfernen und Rauschen entfernen . Ich würds erstmal nur mit dem Knistern-und-Knacken-Filter probieren, habe aber noch keine großen Erfahrungswerte mit dem Programm.
"Alter Falter!"-Artikel mit ähnlicher oder ganz anderer Brisanz:
54 Kommentare zu “Vinyl-Schallplatten digitalisieren”
Jetzt kommst du!
No Woman No Cry. NoFollow No Spam?Kommentare, die nicht sofort erscheinen, hängen teilweise aus unerfindlichen Gründen im Spam-Filter und werden später am Tag freigeschaltet. Oder gelöscht.
Und wenn man mal nicht weiß, wie man es sich selber macht.
Hier ist die Lösung:
http://www.schoener-onanieren.de/
:-D
Warum nicht gleich mit Audacity aufnehmen, anstatt den Umweg über Audiograbber zu gehen?
Sehr berechtigte Frage. Eigentlich wollte ich noch genauer auf die einzelnen Programme eingehen, dann wäre der Artikel aber zu lang geworden: Audiograbber hat z. B. eine sehr sensible Lautstärkeanzeige, nicht nur graphisch sondern auch numerisch. Bei Programmstart, ohne was am Line-In angeschlossen zu haben, sollte sie bei einer halbwegs guten Soundkarte zwischen 0,00 und 0,05% schwanken. Außerdem zeigt Audiograbber die aktuelle CPU-Belastung und dadurch eventuell entstehende Fehler an. Aber wenn das alles einmal ausgetestet ist und die Aufnahme mit Audacity genauso einfach gelingt, ist es natürlich bequemer, nur ein Programm zu benutzen. Besten Dank für den Hinweis, das seh ich mir beizeiten mal genauer an.
Wow ein klasse Artikel, danke dafür, habe noch einige Platten hier rumliegen denen ich mich bei Zeiten mal antue, kommt sofort in die Bookmarks.
Frohes neues Jahr natürlich noch!
Gruß Klaus
Ich habe keine Schallplatten digitalisiert, sondern Tonbandaufnahmen. dabei kam es immer wieder zu kleinen Aussetzern oder Überspringer von Bruchteilen von Sekunden, die aber deutlich hörbar waren. Woran kann das liegen? Die Tonbandaufnahmen sind einwandfrei.
Woti
Hallo Woti, vielleicht hast du nebenbei noch was am Rechner gemacht, was die CPU-Auslastung ab und zu auf die Spitze getrieben hat? Ich rühr meinen Rechner während der Aufnahme nicht an, obwohl ein Pentium 4 mit 3 GHz und 1 GB Arbeitsspeicher drinsteckt.
Ich bin auch noch stolzer Besitzer wunderschöner LPs Es ist ein anderes Klangverständnis, wenn man sie hört. Irgendwie uriger.
Hallo Stefan
Über Yigg bin ich auf Deine Artikel gestossen. Als DJ a.D. finde ich Deine Berichte, Tipps und Tricks äusserst hilfreich. Ich bin begeistert! Herzlichen Dank! Ich wünschte, mehr Zeit zu haben, dann würde ich gleich mit der Archivierung loslegen und meine Vinylscheiben auf die von mir verpönten Silberlinge bannen. Irgendwann werde ich das schon schaukeln.
Selbstverständlich werde ich Dich löblich auf meinem Portal http://www.1a-partnerprogram.info erwähnen. Vielleicht möchtest Du ja auch dort einmal einen Artikel veröffentlichen. Ansonsten bin ich für jeden Backlink von Herzen dankbar.
Frohes, erfolgreiches Schaffen wünscht
mit musikalischen Grüssen aus der Schweiz
Hitsch
Es geht aber auch ohne Verstärker direkt mit dem Plattenspieler an der Soundkarte.
Einen kleinen Entzerrervorverstärker z.B. von Profitec bezogen bei Ebay, zwischen Plattenspieler und Soundkarte und ab geht die Piost.
Gruß Peter
Hallo
Ich bin ein großer Plattenfan. Habe mir erst kürzlich wieder einen Plattenspieler zugelegt. Meine Nicht hat mich gefragt was das ist. So weit ist es schon, wir sind alt……
Hahaha! Das ist ja witzig! :-) Schönen Gruß an deine Nichte!
Hallo Stefan,
das ist ein guter Artikel, Danke das Du Dir die Mühe gemacht hast. Einige Fragen: Wenn’s qualitativ richtig gut werden soll, gibt’s eine bessere Loesung als das Cinch/Klinkenkabel, z.B. einen USB Eingang nutzen? Ich wuerde auch gerne direkt vom Phono-Pre zum PC gehen, der Umweg ueber den Verstaerker verbessert das Signal sicherlich nicht, oder? Die Aufnahmequalitaet wird ausserdem wesentlich durch die Soundkarte bestimmt, oder? Wo findet die AD Wandlung eigentlich statt, macht das die Software, also Audiograbber oder Audacity? Gibt es dort qualitative Unterschiede, und welches Programm klingt besser? Und noch eine Bemerkung… wenn ich lese, dass “gute” USB Plattenspieler für 100 Euro zu kriegen sind fehlt mir ein wenig der Glaube, auch hier gilt sicherlich, je höherwertig das Abspielgerät = Signalquelle, desto besser wird die Aufnahme. (Garbage in = Garbage out :-D )
Liebe Grüsse aus Shanghai
Schnicki
Hallo Stefan!
Super Artikel, hat mir sehr den Einstieg erleichtert. Ich habe es nur mit audacity gemacht und bin erfreut über das Ergebnis. Für die CD im Auto oder dem mp3-Player reicht dieses legale Mittel allemal! Was habe ich mir als alter HIFI-Indianer einen Kopf über die Analog-/Digitalwandlung gemacht. Original bleibt Original und für die gute Stube!
Mahlzeit,
mittlerweile gibt’s ja auch wieder mehr Plattenspieler – da ist dann meist der Vorverstärker gleich integriert, wenn man die nicht gleich via USB an den Rechner anschließt.
Magix Cleaning Lab eignet sich hervorragend als Software für diesen Zweck bzw. ist genau dafür entwickelt. Was hier nicht erwähnt wurde: Man braucht viel Zeit! Die Platten laufen nicht schneller als der Plattenspieler dreht und das Nachbearbeiten und rausrechnen der Störgeräusche (also das Abspeichern aus dem Programm raus) kommt auch noch dazu.
Hi, tolle Anleitung auf meinem Blog http://www.elektroscout.info/?p=438 hab ich mit einem Zoom H2 eine Schallplatte digitalisiert, ich denk das Ergebnis kann sich hören lassen.
Übrigens ist deine Anleitung absolute Spitzenklasse!!!
[...] mit meinen Keywords und Keyword-Kombinationen wieder verstärkt Jo-Jo spielt. Hübsches Beispiel: Schallplatten digitalisieren – mal auf Platz 1, mal nicht vorhanden. Experten sind sich nicht ganz sicher, aber man munkelt, es [...]
Hab mir vor 2 Wochen einen USB-Plattenspieler bei Rossmann besorgt für um die 90 euronen inkl. Versand und bin begeistert von der Qualität – sitze jetzt nächtelang beim digitalisieren vom 50 jahren vinyl-sammlung :-)) … jaja, geh dies jahr so gut wie offiziell in rente, und meine erste schallplatte stammt von meiner konfirmation: Joachim Ernst Behrendt: Was Ist Jazz??
gutes forum hier. danke.
Hey!
Wirklich ein richtig guter Artikel mit einer simplen Anleitung wie sie wohl jeder Vinyl Liebhaber erwartet hat. Werd mir denk ich für die ein oder andere Platte auch mal die Arbeit machen und sie auf meinen Rechner bannen :)
Vielen Dank für die guten Beschreibungen. Ich habe eine zusätzliche Frage: Da Plattenspieler u. HiFi Anlage wit entfernt vom PC stehen, würde ich gerne die Digitalisierung meiner LPs mit dem Laptop machen. Dieses hat leider kein Line-in sonder nur Mikrofon Eingang. Geht das auch damit und was müsste ich dabei beachten?
Vielen Dank vorab
Gruß
Gerhard
Hallo Gerhard, das habe ich noch nicht ausprobiert. Einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert – kostet ja nix! ;-) Ich könnte mir vorstellen, dass du bei Aufnahme über Mikrofoneingang den Aufnahmeregler fürs Mikrofon in der Windows-Aufnahmesteuerung nicht auf Maximum stellen darfst, weil es sonst übersteuert.
…das eigentlich Problem ist doch die Masse an Schallplatten. Zumindest ist das bei mir so. Da müsste ich schon einen Haufen Freizeit haben, um meine ganze Kollektion zu digitalisieren. Und wenn ich das dann täte, hätte ich für andere Sachen keine Zeit mehr. Ansonsten aber eine feine Sache!
[...] Wir verraten Dir drei unterschiedliche Wege, um Knackser und Klicks aus Deiner Wave zu entfernen. Bei Schallplatten | Kostenloses Tool [...]
Sehr guter Artikel! Ich werde das demnächst auch mal in Angriff nehmen. Aber zum schneiden habe ich da noch ne Frage: kann ich das ganze nicht auch mit Avid schneiden? Da könnte man den Ton noch etwas verbessern (wenn man das möchte). Und dann wollte ich noch wissen, ob das ganze in Echtzeit funktioniert, oder muss ich da immer ewig warten? Das würde bei ein paar mehr Platten ja mit der Zeit ganz schön nerven!
Übrigens: deine Beschreibung war echt gut! Auch für Anfänger super verständlich.
Danke dafür!
Avid kenne ich nicht. Aber mit den aufgenommenen WAV-Datei kann man ja machen, was man will. Zur Sicherheit nur mit Kopien arbeiten und gut ist.
Die Aufnahme passiert in Echtzeit, aber wenn man sich die eine oder andere Platte eh mal wieder in voller Länge anhören wollte, ist das ja kein ärgerlicher Zeitverlust sondern ein angenehmer Zeitvertreib.
Hallo Stefan,
habe Deinen sehr guten Beitrag über Digitalisierung von Schallplatten gelesen. Schallplatten und Musik-Cassetten möchte ich in naher Zukunft auch digitalisieren (um sie einerseits zu sichern und andererseits auch mit digitalen Wiedergabegeräten hören zu können). Dazu folgende Frage:
Ich habe noch eine sehr gute alte analoge Stereo-Anlage in Betrieb, bei der ich über ein Mischpult wahlweise Plattenspieler, Cassettendeck oder Tonbandgerät auf den Verstärker schalten kann. Um der Qualität willen würde ich gern direkt vom Verstärker in die Audio-Karte meines PC gehen. Leider sind dazu ca. 12 m Entfernung zu überbrücken. Funktioniert das ohne Qualitätsverlust mit einem entsprechenden Kabel? Wenn nicht, wie könnte ich mir helfen? Weder der PC noch die Stereo-Anlage können örtlich versetzt werden und mein Notebook möchte ich nicht gern benutzen, weil es eine weniger gute Grafikkarte und viel weniger Rechenpower hat als mein PC.
Beste Grüße
Robert
Moin Robert, bei meinem 5-Meter-Kabel habe ich keinen Qualitätsverlust bemerkt – ich habe allerdings auch keine Vergleichsmöglichkeit. Vielleicht fragst du nochmal in einem Hifi-Forum. Hier wird zum Beispiel über das Thema diskutiert.
Bei Zweifeln würde ich vielleicht doch ein kurzes Kabel und das Notebook verwenden. Die Prozessorlast hält sich in Grenzen, wenn keine anderen Prozesse parallel laufen (Surfen, E-Mails abrufen, Downloads).
Hallo Stefan,
ich komme mit dem Programm überhaupt nicht klar. Bin absoluter Laie und finde, daß deine Beschreibung sich gut liest aber für mich noch zu ungenau ist. Ich will nichts bearbeiten sondern einfach nur von Platte zum PC und auf CD brennen. Geht das alles einfacher oder muß man es so machen wie du es beschreibst?
Gruß
Hansjürgen
Das Zurechtschneiden der einzelnen Tracks kannst du natürlich weglassen. Dann hast du nach der Aufnahme nur eine große WAV-Datei pro LP-Seite.
Ziemlich blöde ist natürlich, dass man mit dem Link ‘Audacity’ in einem Portal landet, dass ganz klein unten rechts darauf hiweist, dass man mit dem Download gleich mal 84 € Jahresbeitrag fällig werden.
Wie komm ich aus der Nummer wieder raus?
Meike
Natürlich den Vertrag unverzüglich widerrufen! Wenn du nach Registrierung nicht über dein Widerrufsrecht aufgeklärt wurdest, kannst du dir damit ewig Zeit lassen, munkeln Verbraucherschützer und Juristen. Die diesbezüglichen Informationen auf der Webseite reichen dafür wohl nicht aus, da sie dort jederzeit verändert werden können.
Den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden, die Werbepartner der Conatxe-InText-Links lassen sich leider nicht nach Abofallen aussortieren. Höchste Zeit, mich von Contaxe zu verabschieden. Ich such nur noch schnell nach einer Alternative.
Hab ich gleich per Einschreiben erledigt. Mal sehen, was daraus wird.
War weniger gegen Dich gerichtet – denn Deine Anleitung hat mir sehr geholfen – sondern vielleicht ein kleiner Warnhinweis, falls hier noch mehr übereifrigen Blondinen mit zu viel Diopthrin lesen.
LG
Meike
Ach du schande, du bist echt reingefallen? Das tut mir wirklich leid! Ich hoffe, dass du von den Abzockern nicht rechtmäßig über dein Widerrufsrecht aufgeklärt wurdest oder falls doch, dass du rechtzeitig (ich meine innerhalb von 14 Tagen…?) reagiert hast.
So oder so wirst du jetzt aber vermutlich mit Droh-E-Mails zugeknallt werden. Die Experten raten: Gar nicht drauf reagieren! Weder auf E-Mails noch auf Briefpost von den Abzockern selbst oder von irgendwelchen Inkassounternehmen oder Anwälten.
Nur falls du einen gerichtlichen Mahnbescheid per Post kriegst (was wohl noch nie vorgekommen ist), solltest du sofort Widerspruch einlegen.
Ohne Gewähr. Nur die persönliche Meinung eines Nicht-Juristen.
Hier ein interessanter Link zum Thema – guck dir auch das informative erste YouTube-Video auf der Seite an:
http://forum.computerbild.de/b.....post1.html
wie muss ich mein Vorverstärker erden
l g
hans
Hallo Stefan,
Dein Artikel hat mir die Arbeit sehr erleichtert. Danke! Ich habe mir einige alte Platten digitalisiert und die WAV-Dateien auf eine CD gebrannt. Nun kommt mein Problem. Mein CD-Player und das Autoradio erkennen die Dateien nicht. Auf dem PC kann ich sie mit dem Media-Player abspielen. An den Rohlingen (von Aldi) kann es eigentlich nicht liegen, denn auf Ihnen gebrannte Kopien von CDs laufen problemlos. Woran könnte das liegen?
Gruß
Friedrich
WAV-Datein müssen als Audio-CDs gebrannt werden, damit sie von normalen CD-Playern abgespielt werden können. Nicht als Daten-CDs!
Hallo,
möchte nur mal kurz alle “Vinyl zu mp3 Laien” davor warnen, sich einen jener Plattenspieler zuzulegen, die ohne PC direkt auf USB Stick oder Speicherkarte aufzeichnen.
Auf den ersten Blick hört sich die Idee ja Klasse an: unkompliziert und zeitsparend.
Leider ist die Qualität der erstellten mp3′s in den meisten Fällen vernichtend: Die Tracks klingen schrill und sind hoffnungslos übersteuert.
Ich bin nun wahrlich kein Qualitäts-Freak, aber solche Aufnahmen sind nichtmal mehr für den Hausgebrauch geeignet und lassen sich auch nicht mehr restaurieren.
Am schlimmsten schnitt bei meinen Tests der “Elta 2970B” ab.
Die dort erreichte Qualität ist absolut indiskutabel und wirklich jenseits von Gut und Böse anzusiedeln. Die Ironie bei der Sache: Der Hersteller bietet bei der Digitalisierung Bitraten zwischen 32 und 256 kBit/s an!
Also mein Tipp:
Solange nichts besseres auf den Markt kommt, macht es lieber auf die altbewährte Methode!
servus, mit dieser lösung wie oben beschrieben klappt es eigentlich wunderbar und ist einfach. ich habe nur ein problem:
die wiedergabe läuft nur über einen lautsprecher. hab ich was falsch angeschlossen oder flasche einstellungen?
p.s. habe windows 7 und da gibt es bei mir kein “line in” nur “eingang”
also qualität ist top nur halt leider über einen lautsprecher.
Bitte helft mir:-)
gruß olli
Hi, ich bin´s nochmal. hab die Einstellung bei Windows7 nicht gefunden. Hab meinen alten PC mit XP angeschlossen und schon funtioniert alles so wie oben beschrieben. Muss ich halt dann auf meinen Laptop mit Stick übertragen aber das ist kein Problem. Wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest!!!!
Gruß Olli
Moin Olli, herzlichen Dank für deine doppelte Rückmeldung!
Dass Windows 7 auf Stereo nicht klarkommt, kann ich mangels Windows 7 leider nicht nachvollziehen, fände es allerdings ziemlich abstrus. Nunja, Windows-7-User kennen dank dir ja jetzt einen Workaround – nämlich Downgrade auf Windows XP (oder Vista vermutlich). Sollte es dir irgendwann auch unter Windows 7 gelingen, sag bitte Bescheid!
Bis neulich!
Stefan
Danke für den Artikel. Eine kleine Ergänzung hätte ich noch: Interner, vor allem OnBoard-Soundkarten können bei USB- oder netzwerktransfers gerne mal Störgeräuse mit aufnehmen. Daher macht es meiner Erfahrung nach Sinn, sich eine USB-Soundkarte zuzulegen. preiswerte sind da schon unter 30 € erhältlich und können das Ergebnis deutlich verbessern. Alternativ kann man auch – wer noch hat – eine PCI-Soundkarte einstecken. Die meisten sind auch besser als die OnBoard Chips. Kaufen würde ich sowas aber nicht mehr.
Hallo!
Bin bis jetzt noch nicht der große PC-Freak und hab da noch einige Fragen!
Wenn ich unten in der Taskleiste auf das Lautsprecherzeichen klicke, wie geht es dann weiter?
Bin jetzt bei “Eigenschaften von Sounds und Audiogeräte”
Die Tabs sind da: Lautstärke, Sounds, Audio, Stimme, Hardware.
Kann mir das bitte einer nochmal Schritt für Schritt erklären?
Und – wo kommt das Kabel bei meinem Laptop rein: in die rosane oder grüne Buchse?
1000 Dank für eine Antwort!!!
Bei mir ist rosa der Mikrofon-Anschluss und grün ist die Line-Out-Buchse für die Lautsprecher. Meine Line-In-Buchse ist hellblau. Wenn du nur grün und rosa zur Verfügung hast, nimm grün, den Mikrofon-Anschluss.
Bei Lautstärke gehst du auf Erweitert… | Optionen | Eigenschaften | “Lautstärke regeln für [x] Aufnahme”, hakst alles an, klickst auf [OK] und stellst alles auf Maximum, indem du die Regler ganz nach oben schiebst.
Wenn ich meine lp,s digitalisire muss ich jeden Titel schreiben.Suche nach einem Programm das mir die titel aus dem Netz holt.Micha
Probier mal den Auto-Tagger von Winamp. Der kanns vielleicht.
Hallo,
danke für die sehr gute Anleitung. Ich habe es gestern mal mit den besprochenen Tools ausprobiert und alles hat problemlos geklappt.
Aber:
Mein Laptop hat nur eine MIC-Eingang kein Line-In. D.h. das Ergebnis ist doch etwas ernüchternd. Vom Klang und Raumgefühl erinnert es mich eher an eine Cassetten-Aufnahme. Ich meine damit kein Rauschen o.ä. Der Raum wirkt sehr klein und die Aufnahme nicht sehr brilliant.
Hat jemand eine Empfehlung für eine gute externe Soundkarte in der Görßenordnung bis 150EUR ?
vielen Dank und viele Grüße
Hallo Stefan,
sehr guter Artikel – hab als Vorverstärker einen Mischpult genommen – mit welchem man auch problemlos über den Mikrofon-Eingang aufnehmen kann, da man die Übersteuerung sehr gut übers Mischpult regeln kann.
Danke + Gruß
Hallo das ist ja Super aber meine frage ist ist das normal das ich die musik während der aufnahme höre
Das ist normal. Einfach die PC-Lautsprecher ausschalten oder leise drehen, falls es stört. Der Aufnahmepegel ist davon ja unabhängig.
danke dir für die auskunft kann ich auch aufnehmen ohne verstärker oder muss ich an meinem Plattenspieler ein verstärker angeschlossen haben
Das habe ich noch nicht ausprobiert. Müsstest du mal testen. Da bin ich zuwenig Phono-Experte für, um dir davon guten Gewissens abraten zu können. :-)
Hallo
@Anonymous :
Die Daten aus dem Internet zu holen, wird mit Sicherheit nicht gehen, da ja beim Digitalisieren der LP’s nicht die entsprechenden Daten in die Dateien geschrieben werden.
Grundsätzlich muss erst einmal vorausgeschickt werden, dass man eine Schallplatte nicht komplett auf das Niveau einer CD anheben kann. Schon allein der Unterschied in der Dynamik beträgt Welten, ungefähr so wie zwischen einer sehr laut geführten Diskussion und einem großem Orchester im fortissimo.
Habe selber für eine Bekannte vor kurzem 45 LP’s (teils Doppel LP’s) überspielt. Obwohl ich im Vorruhestand bin, habe ich etwas über 2 Monate dazu gebraucht. Mit überspielen und eventuellem nachbearbeiten alleine ist es nicht getan. Man muss einige Dinge beachten :
1) In welchem Zustand ist die Platte ? Probehören !!!!! Starkes Knacken oder Knistern läßt sich auch durch elektronische Nachbearbeitung nicht Entfernen. Da hilft nur, die LP bei einem HI-Fi-Fachhändler in einer speziellen Waschmaschine reinigen zu lassen oder sich ein solches Gerät selber zuzulegen (ab 400 €). Alternativ kann man auch nass abspielen.
2) Als Plattenspieler stand mir ein quarzstabilisierter Plattenspieler von Telefunken zur Verfügung. Den bringt so schnell nichts aus der Ruhe ! Antiskating und Auflagekraft sollten natürlich richtig eingestellt sein, um die optimale Qualität aus der LP rauszuholen. Ein Plattenspieler mit Tangentialtonarm (z.B. Revox) wäre natürlich optimal, sind aber sündhaft teuer. Von USB-Plattenspielern halte ich überhaupt nichts. Sie schnitten in diversen Tests nicht gut ab.
3) Über einen Phono-Entzerrervorverstärker speise ich das Signal in einen Minidisc-Gerät ein (kein portables, sondern eines für die Hi-Fi-Anlage) , welches das analoge Signal digitalisiert und über ein optisches Digitalkabel direkt in die Soundkarte des PC’s einspeist. Das vermeidet manche Probleme, wie z.B. Brummschleifen.
4) Persönlich arbeite ich am liebsten mit Goldwave. Aufnehmen UND Bearbeiten mit EINEM Programm (Rauschverminderung, Entknacksen, Schneiden etc.). Gibt es auch als Testversion mit 100 Bearbeitungsschritten. Dann Abspeichern und neu starten. Leider in Englisch, soll es aber auch in Deutsch geben. Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, kann man mit diesem Programm fast alles machen incl. Stapelbearbeitung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
5) Mit einer guten Digitalkamera die Plattenhüllen (Vorder – und Rückseite) photographiert. Mit PhotoScape (Freeware), Photoshop und JewelCase CD Creator die Plattenhüllen erstellt und gedruckt sowie die CD’s bedruckt. Mit Nero die Audio-CD’s gebrannt, nicht schneller als 8x. Brennt man schneller, so kann die Qualität darunter leiden. Auch mögen manche CD-Player das nicht.
Am Schluss steht man dann vor der philosophischen Frage, welches Klangbild einem besser gefällt : das saubere, reine und manchmal etwas sterile der CD oder das mit allen Unarten behaftete, aber stellenweise lebendigere, der Schallplatte.
Habe mir in dieser Zeit eine fast 90-seitige, sehr gute, Diplomarbeit zu diesem Thema aus dem Internet zu Gemüte geführt. Mir sind die Augen aufgegangen !!!!!
Andreas
Lieber Andreas,
das Thema interessiert mich sehr – besonders “…das mit allen Unarten behaftete, aber stellenweise lebendigere, der Schallplatte.”
Ist die Diplomarbeit zufällig frei verfügbar zu dem Thema? Das dürfte einiges an “Testzeit” sparen!?
Stefan
HAllo
ja, die Diplomarbeit ist frei verfügbar.
http://www.hdm-stuttgart.de/~curdt/Brockdorff.pdf
Andreas
[...] http://www.alterfalter.de/scha.....alisieren/ Schallplatten digitalisieren – Anleitung um Vinyl-Schallplatten ganz einfach mit kostenlosen Windows-Tools umzuwandeln in WAVs, MP3s, CDs, etc. [...]