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Stiftung Warentest: Fischstäbchen viel besser als ihr Ruf

Montag, 31. März 2008 um 2:00 Uhr

Kategorie Das bisschen Haushalt

Stiftung Warentest hat für das aktuelle Heft 04/2008 erneut die Qualität von Fischstäbchen getestet. Und – o Wunder! – tatsächlich enthielt auch diesmal keine Probe Gift in tödlicher Dosis oder pürierten Fischabfall. Trotzdem hält sich ja hartnäckig das Gerücht, Fischstäbchen bestünden aus minderwertigen Meeresfrüchtchen.

Für mich immer schon eine ganz klare Kiste: Es ist doch viel einfacher, die Netze mal eben in Schwärme quicklebendiger Alaska-Seelachse zu hängen, als auf verzweifelter Suche nach kranken oder bereits verendeten Fischen kreuz und quer über die Ozeane zu schippern.

Zwei Bio-Produkte sind allerdings negativ aufgefallen – und das nicht nur weil sie rund viermal teurer sind als die besten Testteilnehmer: Fade, tranig, alt schmeckten sie – kurz: nach Fisch – und ihre Keimzahlen waren deutlich erhöht.

Vielleicht, weil die Bio-Dschunken zwar aus ökologisch einwandfreiem Tropenholz bestehen, aber kein neumodisches Zeugs wie Gefrieranlagen an Bord haben. Oder weil die Bio-Angler die Fische noch mit bloßen Händen fangen, sich diese aber – um die natürliche Hautschicht nicht zu zerstören – nur selten waschen. Ich weiß es nicht.

Ein Tipp von Stiftung Warentest zur Senkung des Fettgehalts von Fischstäbchen: Nicht in einer Pfanne mit Öl braten sondern fettfrei im Ofen aufbacken. Ich habs probiert und es schmeckt tatsächlich. Allerdings ist die Panade bei dieser Zubereitungsart ein bisschen trocken. Aber das lässt sich ja mit einem extra Schuss Remoulade kaschieren. Petri Dank!

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2 Kommentare zu “Stiftung Warentest: Fischstäbchen viel besser als ihr Ruf”

  1. am Montag, 31. März 2008 um 2:46 Uhr1Moss

    Ach, die Stiftung Warentest. Putziger Verein. Der Tip[p] zwecks Fischstäben im Backofen ist allerdings richtig, insbesondere, weil der auf Gesundheit und ausgewogene Ernährung bedachte Zeitgenosse dann gleich noch ein Blech mit Pommes, Röstitalern oder sonstigen Kartoffel-Fett-Komposita mit einschieben kann, was wiederum die Energiebilanz (des Ofens, _nicht_ desjenigen, der das Zeug dann verzehren darf) günstig beeinflussen hilft.

    Übrigens geht das auch mit richtigem, nicht schon auf’m Fangschiff zermanschtem Fisch ohne industriell aufgebrachte Panade, beispielsweise in diverse Gemüse eingepackt oder mit allerlei Kleinkram in der Auflaufform gegart, und gleichzeitig kann man echte Kartoffeln schön mit ’nem Zweig Rosmarin und ein paar Knoblauchzehen schmoren.

    Aber das ist vermutlich nur was für baumliebhabende Ökofieselbärte wie mich.

  2. am Freitag, 19. Februar 2010 um 20:20 Uhr2Alli

    fischstäbchen hin oder her, 10x besser schmeckt immer noch der fisch im ganzen und nicht als vergefischwolfter einheitsbrei mit panade. eine forelle in den backofen, 20min warten, fertig. geht fast noch einfacher als fischstäbchen zu braten. nur das richtige essen der fische muss man können und mögen.

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