Tod durch Bloggen: In Amerika sterben die Blogger wie die Fliegen

Die New York Times berichtet heute in ihrem Artikel “In Web World of 24/7 Stress, Writers Blog Till They Drop” darüber, dass Russell Shaw, 60, und Marc Orchant, 50, an einem Herzschlag bzw. Herzinfarkt gestorben sind und ein dritter, mir ebenfalls unbekannter Blogger, nämlich Om Malik, 41, seinen beiden Kollegen aufgrund eines Herzanfalls beinahe ins Grab gefolgt wäre.

Was schließen wir daraus? Bloggen ist eine Herzensangelegenheit!

Amerikanische Blogger klagen über Gewichtsverlust oder -zunahme, Schlafstörungen, Erschöpfung und andere Wehwehchen. Ausschlaggebend seien der Stress, ständig neue Nachrichten und Informationen zu produzieren, und die Angst, einen Artikel eine Millisekunde nach einem Konkurrenten zu veröffentlichen, weil das einen Verlust von Lesern, Links und Werbeeinnahmen bedeutet.

Michael Arrington, Gründer des mit 744.000 Feed-Lesern ganz erfolgreichen Technik-Blogs TechCrunch regt deshalb an, dass kein Blogger und kein Journalist mehr zwischen 20:00 Uhr und Morgengrauen publizieren dürfen, fürchtet aber, dass das niemals passieren wird.

Da kriegt der Satz “Gute Nacht, Deutschland!” doch eine ganz neue Relevanz. In diesem Sinne: Schlaft schön!

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3 Gedanken zu „Tod durch Bloggen: In Amerika sterben die Blogger wie die Fliegen“

  1. ich denke mal die verdienen damit ihr Geld ?! Dann ist das wie in jedem Beruf. Der Erfolgsdruck ist groß, und nicht jeder ist diesem Druck auf Dauer gewachsen.

  2. Ich kann das schon verstehen… Wenn man tatsächlich immer up-to-date sein will und den Leserverlust nicht hinnehmen, dann bleibt einem ja fast nichts übrig als ständig zu bloggen. Andererseits: Würde einige weniger, dafür qualitativ hochwertiger schreiben, wäre mir das wesentlich lieber. Also NBSB: Nicht Bloggen, Sondern Schreiben!

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