RedTube – Wenn dreiste Anwälte auf dumme Richter treffen

Die aktuellen RedTube-Abmahnungen übertreffen für meinen Geschmack sämtliche Snowden-Enthüllungen.

Wer sich im Internet ein Video online anguckt, nur gestreamt, ohne es zu sharen, begeht natürlich keine Urheberrechtsverletzung. Das weiß doch eigentlich jeder Jurist und Nicht-Jurist mit wenigstens Sonderschulabschluss.

Trotzdem haben die Abmahnanwälte genau das behauptet. Und die Richter haben das geglaubt. Und die Internetprovider mussten daraufhin die Postadressen ihrer Nutzer herausrücken.

Wenn das kein unerlaubter Eingriff in die Privatsphäre ist, dann weiß ich es auch nicht.

Und wie peinlich das sein kann.

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Blitz-Marathon ist pure Abzocke

Hübsches Erlebnis vom letzten Blitz-Marathon in Nordrhein-Westalen: Ich fahre von Krefeld-Fischeln aus über die Hafelsstraße Richtung A57. Vor mir ein PKW, dessen Fahrer sich peinlichst genau an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h hält. Naja, solche Leute gibt es halt. Kein Grund zur Aufregung. Spätestens an der Ecke Untergath ist die Schleichfahrt eh vorbei. Entweder fährt Schmidtchen Schleicher in eine andere Richtung – ansonsten ist die Untergath vierspurig und darf an dieser Stelle mit 50 km/h befahren werden.

Blitz-Marathon

Die Ampel an der Ecke Hafelsstraße/Untergath ist aber zunächst mal rot und wir müssen beide rechts ab. Die Ampel springt auf grün, mein Vordermann gibt überraschend Gas und wechselt auf der Untergath auf die linke Spur. Ich fahre derweil auf die rechte Spur, aber nur gaaaaanz langsam. Hinter mir fährt keiner und die nächste Fußgängerampel in ungefähr 100 Metern Entfernung ist bei dieser Schaltung für Autofahrer eh immer rot. Immer. Egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Ich kenne die Strecke, das war damals mein Weg von der Arbeit nach Hause, und ich arbeitete im Schichtdienst. Während ich meinen Wagen also gemütlich bis zur nächsten Ampel ausrollen lassen will, drückt mein Vordermann auf der linken Spur noch weiter auf die Tube.

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Googles Autocomplete-Funktion verurteilt

Googles automatische Vervollständigung von Suchanfragen wurde heute schuldig gesprochen, von den IT-Spezialisten vom Bundesgerichtshof. Den nerdigen Typen, die sommers wie winters im Rudel und als Weihnachtsmänner verkleidet auftreten.

Recht so! Wenn ich nach meinem Vornamen googel, werden mir Stefan Raab und Stefanie Hertel als Suchbegriffe vorgeschlagen. Das betrachte ich als grobe Verletzung meines Persönlichkeitsrechts und der Menschenwürde schlechthin! Automatisch generierte Suchvorschläge sind schließlich weniger automatisch generierte Suchvorschläge als vielmehr rechtsverbindliche Tatsachenbehauptungen.

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