Amazon wills wissen: Feedback zur Verpackung

Jahrelang war ich so zufrieden mit den von Amazon erhaltenen Paketen, dass es mir gar nicht weiter aufgefallen ist. Deshalb habe ich letztens nicht schlecht gestaunt, in meinem Amazon-Konto den neuen Menüpunkt „Feedback zur Verpackung“ vorzufinden.

„Hoppala!“, denk ich noch. „Gehen Amazon im Zuge der Finanzkrise jetzt die Verpackungskünstler aus?“ Und – bumms! – hat es mich auch erwischt: „Leider konnte Ihre Sendung NICHT in die gewünschte PACKSTATION eingestellt werden. Die Sendung liegt für Sie in der FILIALE zur Abholung bereit.“

Komisch, ist doch bloß ein popeliges Dreibein-Stativ. Keine 2 Kilo schwer und in unerigiertem Zustand nur rund 60 Zentimeter groß. Das Paket, das ich dann in Empfang nehmen durfte, habe ich kaum unter den Arm geklemmt gekriegt.

Zuhause aufgemacht, musste ich erst mal heftig schmunzeln. Wenn Jeanne-Claude das noch erlebt hätte! Christos Muse, die ausgerechnet an meinem letzten Geburtstag gestorben ist.

Dreibein-Stativ - Verpackungskunst a la Amazon

Die Frage, ob die Größe der Herstellerverpackung und des Pakets dem Produkt angemessen war, konnte ich guten Gewissens mit „viel zu groß“ beantworten. Das Öffnen der Produktverpackung fiel mir dagegen „sehr leicht“, volle Punktzahl: 5 Sterne, da sie in keinster Weise verklebt oder anderweitig versiegelt war.

Zugegeben, es gibt kompliziertere Gegenstände als ein Dreibein-Stativ. Trotzdem hat mich das Fehlen von Bedienungsanleitung, Garantiekarte, überhaupt: jeglichem Kleinbedruckten etwas stutzig gemacht. Aber eine E-Mail-Anfrage beim Hersteller Foto Cullmann ergab: Alles in Ordnung, das muss so.

Schade, ich hatte mich schon auf die obligatorischen Warnhinweise gefreut: „Stecken Sie sich das Stativ nicht in den Po!“ oder „Bauen Sie das Stativ nicht auf der Überholspur einer vielbefahrenen Autobahn auf!“. Naja, muss ich nächstes Mal halt wieder was Elektrisches bestellen.