Amazon.com – Starke Preise dank schwachem Dollar

Dem schwachen US-Dollar haben wir nicht nur preiswerten Sprit zu verdanken – immerhin noch unter 2 Euro pro Liter! Auch beim Shoppen auf der amerikanischen Amazon-Seite kann man zur Zeit so manches Schnäppchen machen.

Zollfrei online einkaufen darf man im Ausland nämlich Waren im Wert von 22 Euro, was beim gegenwärtigen Zollkurs für November von 1,423 Dollar einem Warenwert von ziemlich exakt 31,306 Dollar entspricht. Auf Waren über 31,306 US-Dollar zahlt man im November noch Zoll- und sonstige Einfuhrgebühren von ca. 25% oben drauf.

Ich habe mir heute bei Amazon.com die Nirvana-Box „With The Lights Out“ gegönnt, die drei Audio-CDs mit zum Teil sehr fragwürdiger Audioqualität und eine DVD enthält, für 29,99 Dollar. Plus 6,48 Dollar Porto und 1% Mastercard-Gebühr für den Auslandseinsatz würde mich der Spaß beim heutigen Eurokurs von 1,486 Dollar rund 24,80 Euro kosten. Preis auf der deutschen Amazon-Seite zur Zeit: 45,89 Euro. Ergäbe eine Ersparnis von immerhin über 21 Euro.

Nirvana - With The Lights Out

Was gilt es bei Bestellungen über Amazon.com zu beachten?

1. Zahlung mit Kreditkarte ist völlig unproblematisch – andere Zahlungsformen habe ich noch nicht ausprobiert.

2. Der Warenwert darf zum Zeitpunkt der Zollabfertigung 22 Euro nach jeweils aktuellem Zollkurs nicht übersteigen.

3. Der deutsche Zoll setzt für jeden Kalendermonat einen fixen Kurs fest, im November beträgt er für 1 Euro zum Beispiel 1,423 Dollar

4. Aus 2. und 3. ergibt sich für November 2007 ein maximaler Warenwert von 31,30 US-Dollar (= 22 * 1,423).

5. Der maximale Warenwert gilt, wie gesagt, nicht für das Datum der Bestellung bei Amazon.com, sondern für den Zeitpunkt, in dem der deutsche Zoll in Frankfurt ein Brotmesser in das Amazon-Päckchen aus Amerika sticht, um dessen Inhalt zu überprüfen bzw. zolltechnisch abzufertigen. Angenommen, mein Amazon-Paket kommt erst im Dezember beim Hauptzollamt in Frankfurt an und der Euro verliert bis Ende November dramatisch an Wert, muss ich eventuell Zoll- und sonstige Einführgebühren von ca. 25% dazuzahlen.

Hier heisst es also: Optimistisch bleiben!

Um die Zollfrei-Grenze zu durchbrechen, müsste der Euro bis Ende November von heute 1,486 US-Dollar auf unter 1,363 US-Dollar (= 29,99/22) fallen. Nicht ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich. Und auch mit Zoll- und sonstigen Einfuhrgebühren käme mich die Nirvana-Box immer noch deutlich billiger als in Deutschland.

Mensch, soviele Zahlen! Ich bin richtig stolz auf mich! Bei Fragen (und für eventuell notwendige Korrekturen) stehe ich natürlich wie immer gerne zur Verfügung. Aber sobald Geld oder Mathematik ins Spiel kommen gilt: Alle Angaben ohne Gewähr!

Wer wissen will, wann und in welchem Zustand meine heutige Bestellung über Amazon.com bei mir eintrifft oder ob ich irgendwelchen Trouble mit dem Zoll hatte, abonniert am besten diesen Artikel oder die Kommentare dazu per Feed-Dingsbums.

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