Angela Merkel will den Download von Computern verbieten

Erst letztensAlter Falter! habe ich erklärt, dass man aus dem Internet weder Audio-CDs noch DVDs herunterladen kann. Jetztheise online (c) heise.de setzt Angela Merkel noch einen drauf und will sogar den Download von Computern aus dem Internet verbieten.

So gesagt in ihrem aktuellen wöchentlichen Video-Podcast auf bundeskanzlerin.debundeskanzlerin.de. Zitat: „Bestimmte Dinge können wir national alleine nicht lösen. Deshalb müssen wir dies im internationalen Rahmen machen, denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, vor der nationale Grenzen nicht schützen können.“

Bundeskanzlerin redt sich um Kopf und KragenIch will hoffen, dass uns internationale Intelligenz wenigstens vor nationaler Beschränktheit schützt.

Aber weshalb schützt eigentlich niemand die arme Frau Merkel vor ihren eigenen Aussagen?

Dem Redenschreiber hätte der Bockmist, den er da verzapft hat, doch spätestens beim ersten Korrekturlesen auffallen müssen.

Der Kameramann hätte doch was sagen müssen.

Den Typen, die das Video geschnitten und hochgeladen haben, hätte das doch aufstoßen müssen.

Aber vielleicht hat Angela Merkel ja einfach abgewinkt: „Ach, wissen sie: Ich verstehs nicht, meine Zielgruppe verstehts nicht – und so flüssig krieg ich den Kram nie wieder über die Lippen. Also hoch damit!“

Ja, so muss es gewesen sein.

Welchen Computer lade ich mir denn jetzt mal runter?

9 Gedanken zu „Angela Merkel will den Download von Computern verbieten“

  1. Nen Macbook Air… das spart Bandbreite! 😉

    Aber „das Herunterladen von Computern“ muss ja nicht notwendigerweise bedeuten, dass man ganze Computer herunter lädt. Setzt man ein paar Füllworte ein, kann man noch hoffen:
    …das Herunterladen (von Inhalten) von (entfernten) Computern.

    Für mich die ultimative Zitate-Lachnummer zum Thema ist hier zu finden: http://medienlese.com/2007/09/.....-internet/

  2. @missfits: Seit wann lassen Politiker Wörter weg? Das wäre ja mal ganz was Neues. Obwohl: Was die Internet-Gesetzgebung betrifft handeln sie ja regelmäßig nach dem Motto „Mut zur Wissens-Lücke“. („Browser – was waren jetzt noch mal Browser…?“ – Zitat unserer Justizministerin.)

  3. Den Hype um diese Fotos fand ich völlig Banane… obwohl da offenbar jemand mit Photoshop nachgeholfen hat. Das sah ja aus, als ob man für die Wartung Hüpfburgenkleber braucht… 😉

  4. Hallo,
    finde dein Blog sehr interessant. Habe mir viele Posts duchgelesen. Hier hast Du mich leider einwenig enttäuscht.

    Klar, ein Versprecher ist lustig und man kann sich auch darüber aufregen, wenn sowas der Kanzlerin passiert. Aber
    „Ich will hoffen, dass uns internationale Intelligenz wenigstens vor nationaler Beschränktheit schützt.“ ist sehr übertrieben und zeigt nur, dass Oberflächlichkeiten auffallen.

    Versteh mich nicht falsch, ich bin noch nicht einmal CDU-Wähler und auch absolut kein Merkel-Ferkel-Fan …
    Aber zu oft begegnet man kleinere Missgeschicke mit „Aggressivität“, die meiner Meinung nach nicht angebracht ist.

    Woher wollen wir wissen, dass vielleicht nicht wir die beschränkteren sind, obwohl wir besser wissen, dass man den Computer nicht herunterladen kann. … und nein… das Internet lässt sich auch nicht zuerst auf einer Diskette packen, damit man danach gebührenfrei sich alles in Ruhe anschauen kann (~ 2003 wurde mir diese Frage gestellt).

    Und dennoch … gute Seite!
    V. Grüße
    Foad

  5. Hi Foad, danke für Lob und Kritik! „Nationale Beschränktheit“ und „Internationale Intelligenz“ – damit wollte ich meine Wut zum Ausdruck bringen, dass Deutschland die Internet-Gesetzgebung über die EU-Richtlinie hinaus verschärft hat. Ohne Grund – und offenbar auch ohne Verstand bzw. das notwendige Verständnis. Vermutlich auf Basis teuer eingekauften, aus meiner Sicht falschen „Experten-Wissens“.

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