BILD-Leserin klagt: Ärzte haben mir Silikon-Brüste gemacht

„Ach, du Schande! Die arme Frau!“ habe ich gedacht, als ich heute die schockierende Meldung auf der Startseite von Bild.de gelesen habe: „Ärzte haben mir heimlich Silikon-Brüste gemacht“.

Wie würde ich reagieren, wenn ich mit einem kleinen Wehwehchen – zum Beispiel Halsschmerzen oder Kopfweh – ins Krankenhaus gehe und am nächsten Morgen mit Riesenbrüsten aufwache? Schock, Verzweiflung, Anruf bei der BILD-Zeitung. In dieser Reihenfolge.

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Wer allerdings den Artikel zur Schock-Meldung liest, dem wird einiges klarer:

Nach einer radikalen Hungerkur bestand die Patientin wider Willen nur noch aus Hautlappen und Knochen. Und hätten die Ärzte ihr kein Silikon eingepflanzt, wären ihr die Brustwarzen mangels Durchblutung abgestorben. Für mich als Hobby-Brustabtaster ein klarer Fall von medizinischer Notwendigkeit.

Oder um mit Steve Martin zu sprechen: „Ich könnte niemals ein Frau sein, weil ich bloß zu Hause bleiben und den ganzen Tag mit meinen Brüsten spielen würde.“ („I could never be a woman, ‚cause I’d just stay home and play with my breasts all day“, Zitat aus „L. A. Story„, 1991)

Die eindeutig lebenslustverlängernde Operation nimmt das Silikonmonster allerdings zum Anlass, das Krankenhaus auf 50.000 Euro Schmerzensgeld zu verklagen. Also: Brust raus, Warzen tot. Geld macht Frauen halt auch glücklich.

4 Gedanken zu „BILD-Leserin klagt: Ärzte haben mir Silikon-Brüste gemacht“

  1. Das ist ein sehr intimes Thema. Hat ein Mensch ein Recht darauf seinen Körper zu verletzen und andere zu verklagen, wenn ihm geholfen wurde?
    Ich denke solange ein Mensch geistig gesund ist, sollte er über Eingriffe in seinen Körper frei entscheiden dürfen. Dieser Fall scheint schon besonders zu sein.
    Auf der anderen Seite gibt es arme Menschen, die wegen der 10 Euro Eintrittsgeld zu spät zum Arzt gehen. Hier könnte Bild das mal auch anprangern.

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