Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht glänzt mit Fachwissen

Zur Zeit äußerst hip sind Spam-E-Mails mit Kaufempfehlungen für sogenannte Penny Stocks – Wertpapiere, deren Wert und Handelsvolumen knapp über Null liegen. Erst gestern habe ich auf 11 verschiedenen E-Mail-Konten insgesamt 316 Spam-Mails erhalten, rausgefiltert von Spamihilator, einem kostenlosen lernfähigen Anti-Spam-Tool, das ein Auge auf mein E-Mail-Programm Mozilla Thunderbird hat.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – kurz BaFin -, deren Hauptziel es ist, „ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten“ und „unerlaubt betriebene Finanzgeschäfte“ zu bekämpfen, ist sich der Problematik durchaus bewußt, wie eine Pressemitteilung vom 19. März 2007 belegt. Für mich sehr fraglich ist, ob die BaFin die richtigen Schlüsse daraus zieht. Auf eine entsprechende E-Mail-Anfrage habe ich von der BaFin heute nämlich die erschreckend naive Antwort erhalten: „An die Absender der E-Mails heranzukommen, ist allerdings schwierig. Sind die E-Mails erst einmal gestreut, ist der Absender kaum noch zu ermitteln“. – Ach nee? Ach was? Ist das nicht ein Hauptkriterium für Spam-E-Mails? – Eben!

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Atze Schröder heißt mit bürgerlichem Namen…

Wie der Komiker Atze Schröder mit bürgerlichem Namen heißt, hat mich noch nie wirklich interessiert. Bis heute. Da habe ich auf heise.de den Artikel „Atze Schröder gegen Wikipedia“ gelesen: Will der Komiker dem Inhaber der Domain wikipedia.de doch tatsächlich Gerichtskosten in Höhe von 3000 Euro aufbrummen für eine Gerichtsverhandlung, die gar nicht stattgefunden hat, weil sein Anwalt die Klage zurückgezogen hat. Einzelheiten zu diesem sehr bizarren Fall könnt ihr den beiden verlinkten Artikeln entnehmen, das ist gar nicht mein Thema.

Ich wollte euch eigentlich bloß mitteilen, daß ich mittlerweile weiß, wie der Komiker Atze Schröder mit bürgerlichem Namen heißt, wie seine Frau heißt, wie sein Sohn heißt, wann und wo sein Sohn Abitur gemacht hat, ich habe im Netz ein Foto gefunden, auf dem Atze Schröder weder Perücke noch Sonnenbrille trägt, ich kenne seine Telefonnummer, seine genaue Adresse inklusive Hausnummer und Postleitzahl – und ich habe mir auf Google Maps sein Häuschen angeschaut.

Ja nee, is klar, Atze: Schütz du mal schön deine Privatsphäre!

…und die Großen lässt man laufen

Deutsche-Bank-Chef Ackermann zahlt 3,2 Millionen Euro, um jährlich weiterhin zweistellige Millionensummen einstreichen zu können. Im Fall einer Verurteilung im Mannesmann-Prozess hätte er nämlich seinen Job hinschmeissen müssen, und zahlreiche Geldquellen, die mit dranhängen, wären ebenfalls versiegt.

Da im Gegenzug kein Urteil gesprochen wurde, bleibt der Verdacht, Prämien illegalerweise gezahlt bzw. erhalten zu haben, an Ackermann und Konsorten hängen. Auch nicht schön. Aber zum Trost hat man ja ein paar Millionen Euro mehr auf dem Konto – wenn auch eventuell zu unrecht.

Macht Geld vielleicht doch glücklich…?