Stichtag – Schleck mich, ist das ein blöder Film!

Robert Downey Jr. alias Architekt Peter Highman will bei der Geburt seines Kindes dabei sein und muss dafür von Atlanta nach Los Angeles reisen. Nach einem Zwischenfall im startbereiten Flieger wird er von Bord geschmissen und auf eine No-Fly-Liste gesetzt. Blöderweise verliert er bei der Gelegenheit auch gleich seine Geldbörse mit allen Ausweispapieren.

Stichtag-Filmplakat

Zach Galifianakis alias Möchtegern-Schauspieler Ethan Tremblay muss nach Hollywood und bietet Peter Highman an, ihn im Wagen mitzunehmen: Der Auftakt zu einem herrlich blöden Roadmovie.

Das Niveau von Stichtag ist durchweg unterirdisch und schwankt zwischen unappetitlich (z. B. Nase reiben am Waschbärbauch, Masturbation im Auto) und bescheuert (z. B. Kaffeedose als Urnen-Ersatz, Verwechslung von Mexiko und Texaco), ab und zu unterbrochen von rührenden Momenten, etwa wenn sich die beiden grundverschiedenen Typen wiederholt ihre gegenseitige Zuneigung versichern, nachdem sich sich kurz vorher noch an die Gurgel wollten.

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SALT – Ein Kalter-Krieg-Porno mit Angelina Jolie

Nein, SALT ist nicht pornografisch und – trotz der hübschen Angelina Jolie in der Hauptrolle – in keiner Szene sexuell aufreizend. Ganz im Gegenteil wurde sehr darauf geachtet, SALT möglichst kinderfreundlich zu gestalten. Es wird zwar ermordet und gestorben, was das Zeug hält, aber nie sonderlich explizit, blutig oder brutal. Echte Grausamkeiten bleiben dem Zuschauer erspart.

Das Schielen der Produktion auf eine möglichst niedrige Altersfreigabe gerät in SALT zu einem unangenehmen Dauerzustand. Zumindest in Duisburg wurde der Film von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft angeblich für Blagen ab 12 Jahren freigegeben, auf der offiziellein Homepage von Sony Pictures Deutschland steht noch was von FSK 16.

SALT ist im übertragenen Sinne pornografisch: In der freizügigen Zurschaustellung Kalter-Krieg-Klischees, die jeder kennt, die aber niemanden interessieren. Und um im Bild zu bleiben: Jeder Porno hat eine intelligentere Handlung als SALT. Trotzdem fasst Angelina Jolie alias Evelyn Salt die Geschichte am Schluss für die lieben Kleinen noch einmal kurz zusammen, bevor der Film mit einem Cliffhanger endet.

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Inception? Ein Traum! Von Anfang bis Ende.

Ich gebe zu, ich habe Inception nicht verstanden. Es geht im Wesentlichen um Träume und wie man sie konstruiert, ausstaffiert, manipuliert, infiltriert. Es gibt verschiedene Traumstufen mit unterschiedlich schnellen Zeitabläufen und diverse Methoden oder Kicks, mit denen man aus einem Traum wieder erwacht – oder besser nicht erwacht, weil man dadurch unter Umständen auf einer unteren Traumstufe hängen bleibt anstatt in die Realität zurückzukehren.

Die erste Hälfte von Inception habe ich mich noch sehr intelligent unterhalten gefühlt – weil ich einfach nicht dahintergestiegen bin, was abgeht: Wer träumt gerade was auf welcher Traumstufe oder ist das etwa die Realität? Oder wer schießt jetzt auf wen und warum? Und überhaupt: Was soll das?

Den größten Lacher im Kino erntete dann auch ein Satz von Ellen Page alias Ariadne, der ungefähr so lautete: „Einen Moment – um wessen Unterbewusstsein gehts jetzt gerade?“ Spätestens von da an habe ich Logik Logik sein lassen und mich nur noch an den hübschen Bildern ergötzt.

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