Creative Zen Stone: Kritik, Lügen und andere falsche Behauptungen

Überraschend, was für ein Bockmist über den Creative Zen Stone so alles verbreitet wird.

Auch nach fast drei Monaten bin ich noch immer komplett begeistert von meinem winzigen MP3-Player Creative Zen Stone. Umso überraschender, welcher Bockmist über das Gerät so verbreitet wird. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, alle Kundenmeinungen eines großen Online-Versandhändlers zum Creative Zen Stone, die bis zum 21.08.2007 veröffentlicht wurden, zusammenzukratzen – was nicht ganz einfach war, da der MP3-Player in sechs verschiedenen Farben erhältlich ist und deswegen auf ebensovielen Seiten plus ggf. den jeweiligen Folgeseiten besprochen wird. Damit mein Artikel nicht den Rahmen sprengt, pick ich mir nur die gröbsten oder meistgenannten Klöpse raus.

„Die Oberfläche des Players (schwarz) ist sehr anfällig für Fingerabdrücke und durch das Plastik wirk er zwar nicht direkt billig, aber doch nicht so Hochwertig wie ein ipod shuffle oder ein Iriver S10.“ – Tatsächlich: Fingerabrücke, Kratzer, Staub – der Creative Zen Stone zeigt schamlos, was er alles hat. Einen MP3-Player trägt man aber auch nicht an einer Kette um den Hals, sondern hält ihn zwecks Bedienung in der Hand. Ansonsten verschwindet er in Hemd-, Jacken- oder Hosentasche.

Creative Zen Stone

„Der Akku meines Zen Stones hält bei niedrigster Lautstärke und mit verwendung der mitgelieferten Ohrhörer die nicht gerade von bester Qualität sind maximal 2,5 Stunden!!!!!“ – Ja nee, is klar! Wahrscheinlich beim ersten Gebrauch, ohne das Teil komplett aufgeladen zu haben. Mein Creative Zen Stone läuft bei ohrenbetäubender Lautstärke ungefähr 8,5 Stunden, die letzte halbe Stunde auf Reserve – mit rot statt grün blinkendem Lämpchen.

„- nicht geeignet für Rock, schon gar nicht für Metal -> mit besseren Kopfhörern gehts einigermaßen“ – Wer die mitgelieferten Hörplättchen benutzt, gehört eh geschlagen. Ich höre überwiegend Rock und Metal und bin mit der Wiedergabequalität äußerst zufrieden.

„- Aufladen nur über PC möglich“ – Ein separates Netzteil zum Aufladen liegt heutzutage auch zehnmal teureren MP3-Playern teilweise nicht bei. Eine schlechte Entschuldigung, ich weiß. Deswegen nur mal zur Relativierung dieses Kritikpunkts angemerkt.

„Die akustische Leistung ist sehr gut und ausgewogen, allerdings wäre ein Equilizer nicht schlecht gewesen, um individuellen Klangvorzügen gerecht zu werden.“ – Ich habe keinen gesteigerten Bedarf, Musik selbst verfälschen zu können, sondern möchte sie so hören, wie Musiker und Produzenten meinen, dass sie klingen soll. Equalizer halte ich bei einem MP3-Player für eine unnötige Spielerei.

„Nach dem reset (mit einer kleinen Nadel, wie an einigen Laufwerken) lief er auch wieder, nur leider waren (wie erwartet) alle meine mp3s weg.“ – Blödsinn, durch einen Reset verschwinden keine MP3s. Das passiert nur, wenn man den Creative Zen Stone neu formatiert. Oder bei einem Firmware-Update sinngemäß anhakt: „Bitte lösch bei der Gelegenheit auch gleich alle meine Daten“.

Creative Zen Stone

„Das mitgelieferte USB-Kabel ist für meinen Geschmack zu kurz. Man mag es kaum glauben, aber es gibt noch Rechner ohne Front-USB. Folge: der Kunde darf jedes Mal unter den Tisch krabbeln, um den Player zu laden.“ – Wenn du für jedes andere USB-Gerät unter den Tisch krabbelst, warum dann nicht auch für den Creative Zen Stone?

„- Wie vom Hersteller angegeben können Audible-Hörbücher zwar abgespielt werden. Was der Hersteller aber verschweigt ist, dass nur Hörbücher bis Qualitätsstufe 3 abgespielt werden.“ – Das stimmt, der Creative Zen Stone spielt laut audible.de nur Audible-Dateien der Qualitätsstufen 2 und 3. Da ich keine Audio-Dateien mit Wasserzeichen oder Kopierschutz kaufe, macht mich das aber nicht sonderlich betroffen.

„- Geht der Akku zu Ende merkt sich der Player nicht die Position. D.h. das Hörbuch startet an einer alten Position.“ – Ja klar, und wenn der Strom ausfällt, taut der Kühlschrank ab. Das Leben ist halt kein Ponyhof.

So, das soll reichen. Geht mir schon gleich viel besser. :-)