Das rätselhafte Google-Doodle vom 05.09.2009

Google-Doodles sind Illustrationen auf der Google-Startseite, die aus gegebenem Anlass geschaltet werden: zum Geburtstag von Albert Einstein oder Leonardo da Vinci zum Beispiel, zum Valentinstag oder zum Frühlingsanfang etwa.

Gestern, am 5. September 2009, zeigte das Google-Doodle ein UFO, das das zweite O in Google wegbeamt.

Google Doodle am 5. September 2009 - Rätselhafte Phänomene - All Your O Are Belong To UsWoran wollte Google damit erinnern?

An die Entführung von Hans Martin Schleyer durch die RAF am 5. September 1977?

Wohl kaum.

Über Twitter verbreitete Google die Zahlenkolonne 1.12.12 25.15.21.18 15 1.18.5 2.5.12.15.14.7 20.15 21.19.

Übersetzt in Buchstaben – 1 = A und 26 = Z – ergibt sich der Satz

All Your O Are Belong To Us

Was übersetzt soviel heißt wie: Alle Eure Os gehören uns.

Vielleicht ein Hinweis auf die Auflösung der UdSSR am 5. September 1991? Von wegen: Alle eure Ossis gehören uns?

Auch nicht sehr wahrscheinlich.

All Your Base Are Belong To Us ist eine Zeile aus dem Münzspielgerät Zero Wing, das am 5. September 1989 erstmals aufgestellt wurde, gestern also sein 20-jähriges Jubiläum feierte. Bingo?

Verknüpft mit dem UFO-Google-Doodle war übrigens der Suchbegriff rätselhafte Phänomene – und solange Google keine offizielle Erklärung über sein gestriges Doodle veröffentlicht, bleibt es das auch: ein rätselhaftes Phänomen.

Teil 1: Das rätselhafte Google-Doodle vom 05.09.2009

Teil 2: Kornkreise: Das Google-Rätsel geht weiter

Teil 3: Happy Birthday, H. G. Wells!

7 Gedanken zu „Das rätselhafte Google-Doodle vom 05.09.2009“

  1. Ist doch interessant das Google immer Geheimnisvoller wird, rätselhaft wird es dann wenn sie wirklich aus allen Mails die über Google-Mail Versand werden die O*s klauen 😉

    Lieben Gruß

    Sven

  2. … genau das habe ich mich den ganzen tag gefragt. ich glaube google will uns irgendwie neppen. obwohl ich es ja ganz nett finde, wenn ab und zu mal ein neues doodle erscheint. andererseits finde ich die hintergrundbilder bei bing irgendwie professioneller. die doodles sind teilweise alle irgendwie wie von kindern gemalt, was jetzt nicht heissen soll, dass sie kindisch sind…

  3. Ich finde die Google Doodles eigentlich immer ganz nett, da sie unaufdringlich sind und dem Nutzer von Google nicht das Gefühl geben auf der falschen Seite gelandet zu sein.

    Was das Ufo-Doodle betrifft, halte ich es für einen gelungenen Marketing-Gag dessen Sinn und Zweck sicherlich irgendwann mal durchsickern wird, aber nicht in naher Zukunft.

  4. Also für mich sind die unaufhörlichen Fragen und Recherchen nach den Hintergründen bzw. dem „Sinn“ hinter dem „Phänomen“ das „Phänomen“ an sich. Man braucht sich ja nur mal anschauen, wieviel Wirbel und Resonanz dieses kleine unscheinbare Google Doodle in der Presse sowie in Blogs – AF ist da keine Ausnahme – hervorgerufen hat. Google versteht es geschickt, bei Bedarf die Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, so trivial es auch sein mag. Auch wenn der Bogen vielleicht etwas weit gespannt ist, sollte man dies auch als Anstoß nehmen, Nachrichten und Informationen aus zweifelhaften und nicht belegten Quellen stets zu hinterfragen. Denn vieles wird im Web sehr schnell und wenig kritisch weitergetragen, breitet sich bei entsprechend vorhandener Markt- bzw. Web-Macht – im Falle Googles besonders ausgeprägt – aus und ist ab einem gewissen Stadium kaum noch kontrollierbar. Das nimmt m.M. nach bisweilen schon sehr bedenkliche und völlig unseriöse Züge an – bestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist der Tod Michael J.

    Die gemorste „AYBABTU“ Auflösung seitens Google stützt diese These auch noch einmal – siehe http://de.wikipedia.org/wiki/AYBABTU

    Google ist sich seiner Macht sehr bewußt.

  5. Also der zweite Erklärungsversuch scheint am Einleuchtensten 😀

    Ich muss gestehen das Bild nie gesehen zu haben…vermutlich nutze ich zuwenige von Tante-G´s Diensten…

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