Das Wattestäbchen-Phantom

Ist das ’ne tolle Geschichte? Da ist ja wohl noch kein Hollywood-Autor drauf gekommen:

Aufgrund von verunreinigten Wattestäbchen jagt die Polizei monatelang seit Mai 1993 ein weibliches Phantom, das in 40 Straftaten verwickelt sein soll: Autodiebstahl, Messerstecherei, Mord – um nur ein paar zu nennen. Jetzt stellt sich heraus, dass die an den jeweiligen Tatorten gefundenen DNA-Spuren mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von der mutmaßlichen Täterin stammen, sondern von einer schlampigen Wattestäbchen-Verpackerin.

Ich frage mich, wieviele unschuldige Wattestäbchen-Verpackerinnen aufgrund ähnlicher Fahndungspannen hinter Gittern sitzen oder bereits per Giftspritze oder elektrischem Stuhl gemeuchelt wurden.

Als Idee für einen Hollywood-Film: Und es war doch die Wattestäbchen-Verpackerin!

6 Gedanken zu „Das Wattestäbchen-Phantom“

  1. Ich bin tatsächlich schockiert, dass in diesen Belangen nicht auf Sterilität geachtet wird. Wattestäbchen zur DNA-Probenentnahme werden PER HAND und offensichtlich OHNE Handschuhe verpackt??? Sehr professionell… so sollten wir Mediziner mal arbeiten – da wär die Menschheit ganz schnell ausgerottet.

  2. Ich finde das einfach zu lustig. Eine Frau, die auf der ganzen Welt über 40 Straftaten begangen haben soll und keiner findet sie. Naja gut, dass jetzt rausgekommen ist wie es wirklich ist. Wer weiß wie viele Straftaten sonst noch auf ihre Kappe gegangen wären :D.

  3. Naja, vielleicht hats auch die richtige getroffen? Vielleicht hat die Dame irgendwie Wind bekommen, dass von ihr DNA-Spuren gefunden wurden, und darauf hin hat sie sich bei der Wattestäbchen-Firma eingeschleußt. Nun sieht die ganze Geschichte wie eine ungeschickte Verkettung besonderer Umstände aus, und die Täterin ist aus dem Schneider…

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