Der öffentlich-rechtliche Irrtum: Zwangsabgabe fürs Internet

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk lässt sich seine Internetseiten ganz schön was kosten: 25 Millionen Euro angeblich. Um den gesetzlichen Auftrag der Grundversorgung zu erfüllen.

Wie bitte? Grundversorgung? Via Porno- und Freizeit-Medium Internet, mit dem man andere Leute anstupst oder knuddelt oder begnadeten Körpern bei Leibesübungen zuguckt? Finanziert durch meine GEZ-Gebühren?

Mit dieser schwachsinnigen Begründung könnten ARD und ZDF auch eine gebührenfinanzierte Tageszeitung rausbringen und jedem Haushalt jeden Morgen ungefragt in den Briefkasten stecken.

Wobei: Da könnte man sogar mit Recht von einer Grundversorgung sprechen, während die öffentlich-rechtlichen Internetseiten laut Analyse nur eine ganz schwache Marktdurchdringung aufweisen.

Außerdem entspricht das Online-Angebot der Öffentlich-Rechtlichen nicht dem Wesen des Internets, weil sie einen Großteil ihrer gebührenfinanzierten Seiten bereits nach wenigen Tagen wieder löschen. Ein Verlinken kann man sich also schenken.

Nein, solange öffentlich-rechtliches Radio und Fernsehen nicht abgeschafft sind, braucht der öffentlich-rechtliche Rundfunk keine Internetseiten! Zumindest keine, die ich mit meinen GEZ-Gebühren zwangsfinanziere.

6 Gedanken zu „Der öffentlich-rechtliche Irrtum: Zwangsabgabe fürs Internet“

  1. Tja, das Löschen… Super nervig, super unnötig – aber dank all der „Gebührenverschwender!“-Proteste überhaupt erst der ARD und ZDF vorgeschrieben…

  2. Sicher kommt beim millionenfachen hoeren von 1Live ueber livestream auch einiges an traffic zusammen, 25 millionen sind aber schon happig.
    Und was diese tollen mediatheken angeht, sollten sich die oeffentlich rechtlichen mal den iplayer von BBC zum vorbild nehmen. Ist zwar hier in deutschland nicht direkt zu benutzen, aber bei starbucks kann man den aufrufen. Eine ordentliche Mediathek waere mal was.
    Wo wir gerade von ‚oeffentlich rechtlich‘ sprechen. Ich faende es irgendwie toll, wenn man ZDF- und ARD-beitraege (also aus eigener produktion) einfach herunterladen koennte. Wenn das volk fuer die fernsehsendung zahlt und dann noch mal fuer das internetangebot, sollte die sendung doch irgendwie auch dem volk gehoeren, oder?

  3. GEZ ist für den Arsch! Knapp 20 Euro im Monat??? Dafür, dass ich 1x im Jahr die Seiten der öffentlich-rechtlichen Sender besuche und weder ARD noch ZDF im Jahr vielleicht 30 Minuten schaue? Und jetzt mit der Haushaltsabgabe wird es ja noch lächerlicher… da zahlt ja jeder, egal ob Medien vorhanden oder nicht!

  4. Was die haben schon ne eigene seite wust ich garnicht zurzeit erfahr ich wirklich viel neulich hab ich mit bekommen das ich für den sender phönix zahle, kennt den überhaupt jemand…

  5. @Alex – Jeder der sich für interessante Dokumentationen interessiert, und bei dem der Sender mit im Programm ist, dürfte wohl Phoenix kennen. 😛 Wobei, die meisten kennen heute nur noch die großen 4, mit ihren ganzen Gerichtsshows etc.

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