DSL- und Telefon-Anbieterwechsel: Von Arcor zu Alice – Folge 6

Nachdem es am Sonntagabend auf der Internetseite von „GLS Germany“ unter „Sendungsverfolgung“ so aussah, als müsste der Paketdienst mein  DSL-Modem „Sphairon Turbolink IAD“ erst noch bei Alice abholen, stand der GLS-Bote bereits am Montag um 11:00 Uhr auf der Matte, um mir das Objekt der Begierde zu überreichen.

Dank der leicht verständlichen Anleitung geht die Verkabelung schnell vonstatten. Nur die Lämpchen blinken nicht so, wie sie sollen. Was aber klar ist, da die Anschaltung erst zwei Tage später erfolgen soll.

Am Mittwoch um 8:30 Uhr klingelt mich der Telekom-Techniker aus dem Bett, fragt, ob die Modem-Lämpchen schon länger so leuchten wie sie leuchten – äh nein, jetzt leuchten sie glaub ich so, wie sie sollen -, krabbelt unter den Schreibtisch, um die Telefon-Dose in Augenschein zu nehmen, lässt sich den Schlüssel für den Keller geben, kommt wieder hoch – und ist weg. Aber, o Schreck: Jetzt leuchten die Modem-Lämpchen wieder so wie direkt nach der Verkabelung.

Das Aktivieren des Telefons mittels PIN scheitert mit dem Hinweis: „Bitte überprüfen Sie die Verkabelung“. Internet klappt natürlich auch nicht. Verdammte Kacke! Hat der Telekom-Techniker im Keller etwa von „richtig“ auf „falsch“ umgeschaltet?

Aber noch bevor ich richtig wach bin, blinkt die Modem-Lichtorgel gottlob nach Anleitung. Das Aktivieren von Telefon und Internet ist schnell erledigt – nach fast drei Wochen bin ich wieder online.

Was lehrt mich das?

Hätte ich beim Wechsel zu Alice von Anfang an auf die Übernahme der alten Rufnummer verzichtet, wären mir die drei Oflline-Wochen vermutlich erspart geblieben. Leider finden sich auf den Internetseiten von Alice keinerlei Hinweise dazu. Alice handelt hier wenig kundenfreundlich, nach dem Motto: „Och, guck mal. Schon wieder einer, der seine alte Rufnummer behalten will. Den lassen wir erst mal schmoren.“ Erst nach Verzicht auf die bisherige Telefonnummer kam die Auftragsbearbeitung in Gang, was ich über die Alice-Internetseite bequem verfolgen konnte.

Wer mit seiner liebgewonnenen Telefonnummer zu Alice wechseln will – was nur geht, wenn man nicht nach außerhalb seines Vorwahlgebiets umzieht – stellt den Wechsel-Antrag bei Alice also zwei, drei oder, noch besser: vier Monate vorher. Was natürlich auch bedeutet, dass man von den Superduper-Knüllerangeboten, die zwei, drei oder vier Monate nach Antragstellung garantiert erscheinen (Murphys Law), nicht profitieren kann sondern nur dumm guckt.

Verkauft hat mir Alice übrigens einen „DSL-Internetzugang mit bis zu 16.000 Kbit/s“ – und hat Wort gehalten: mein Anschluss ist rund 5.750 Kbit/s schnell… Sagt zumindest SpeedMeter.de. Damit lässt sich pro Tag immerhin eine Blue-Ray-Disc (BRD) downloaden. Mal gucken, obs demnächst noch schneller wird. Und ob der Telefonanschluss über das „Next Generation Network“ (oder so) was taugt. Demnächst in diesem Blog. Aber als eigenständiger Artikel. Die 6-teilge Serie über meine Wechsel-Odyssee ist hiermit beendet. Howgh!