Faxen? Doch nicht bei der Post!

Es gibt Tage, da frage ich mich: „Hä? Was geht denn hier ab?“ – Heute ist mal wieder so ein Tag.

Faxe versende ich äußerst selten. Und Faxe empfangen tu ich schonmal gar nicht mehr, seitdem ich letztes Jahr täglich mit mehrseitigen Info-Faxen mit überlebenswichtigen 0190er Hotline-Nummern zugespammt wurde.

So habe ich auch nur etwa ein halbes Jahr dafür gebraucht, um herauszufinden, dass ich über meinen neuen topmodernen Next-Generation-Network-Telefonanschluss von Alice-DSL überhaupt keine Faxe senden oder empfangen kann.

Oder dass mein Tintenstrahl-Faxgerät von Brother durch seine Selbstreinigungsfunktion im 24-Stunden-Rythmus innerhalb weniger Wochen die komplette Tinte verbraucht, ohne dass ich auch nur ein einziges Fax gesendet oder empfangen hätte.

Heute hätte ich aber gerne ein Fax versendet. Keinen Text, das hätte ich sicher irgendwo übers Internet gekonnt, sondern zwei Fotoausdrucke.

Mein erster Weg führt mich wie selbstverständlich zur nächsten Postfiliale um die Ecke. Die ist mit 5 bis 6 Schalterplätzen relativ groß, wird also wohl auch eine Fax-Möglichkeit haben.

Aber Pustekuchen! „Faxen? Nein, das können Sie bei uns nicht!“

Zugegeben: Faxen ist nicht gerade die modernste aller Kommunikationsformen. Aber das sind Briefe auch nicht – trotzdem habe ich ab und zu einen im Kasten. Einen Brief.

Bei der Post nicht Faxen zu können ist ja genauso, als würde die Telekom ihre Münzfernsprecher-Häuschen abbauen und gegen wetterungeschütze Telefon-Säulen ohne Münzeinwurf austauschen, die ständig außer Betrieb sind.

Naja, man muss ja nicht immer alles verstehen. Aber wundern tu ich mich schon.