Internet Explorer 8 – Microsofts vergebliche Liebesmüh

Der Internet Explorer 8 ist in einer ersten offiziellen Vorabversion erschienen. Und Computer-Nerds jubeln, dass sich der neue Microsoft-Browser erstmals an Webstandards hält – Internet-Seiten also so anzeigt, wie sie von Webprogrammierern geschrieben wurden. Hat ja auch nur rund 12 Jahre gedauert – na klasse!

Von Version 4 bis 6 war ich ein begeisterter Nutzer des Internet Explorers, bis ich dann eher aus Zufall auf den Firefox-Browser gestoßen bin. Eine Schwäche des Firefox kam mir nämlich ganz gelegen: Der langsamere Bildaufbau.

Bei DVD-Wendecovern, die sich in einem separaten Browserfenster öffneten und bei Mouse-Over entweder Vorder- oder Rückseite des Covers zeigten und sich durch Deaktivierung von Rechtsklicks auch nicht in den Quellcode schauen ließen, ließ sich mit dem schnellen Internet Explorer 6 immer nur Voder- oder Rückseite des Covers runterladen. Firefox baute dagegen erst ganz gemächlich das Frontcover auf – zack: runtergeladen – und dann erst ganz gemütlich die Rückseite – zack: auch runtergeladen.

Mittlerweile lade ich keine DVD-Wendecover mehr runter und bin auch wesentlich schneller im Internet unterwegs. Ob Firefox Bilder immer noch langsamer darstellt als der Internet Explorer ist für mich nicht mehr wahrnehmbar, eine mögliche Differenz spielt sich vermutlich im Nanosekunden-Bereich ab.

Trotzdem habe ich den Firefox in der Zwischenzeit schätzen und lieben gelernt – rein platonisch selbstverständlich. Auf was ich gar nicht mehr verzichten möchte, ist das Unterdrücken von Internetwerbung mittels kostenloser Erweiterung „Adblock Plus“. Und das ist auch der Punkt, an dem sich jeder andere Browser messen lassen muss: Hat er einen kostenlosen und effektiven Werbeblocker?

Für den Internet Explorer gibt es noch keinen wirksamen Werbeblocker, also interessiert mich der Browser auch nicht. Egal welche anderen Sperenzchen sich Microsoft bis zur finalen Version des Internet Explorers 8 noch alles einfallen lässt.

8 Gedanken zu „Internet Explorer 8 – Microsofts vergebliche Liebesmüh“

  1. Nun denn, Firefox oder Internet-Explorer her. Zumindest kann man sich als Webentwickler ein wenig Zeit sparen wenn man nicht jeden Browser auf seine Darstellungsweise kontrollieren muss.

    Bzgl. des Werbeblockers – den braucht man ja auch ab und an für deine Seite ;-). Ansonsten heute scheint mir heute der „Alterfalter“ veröffentlicht Artikel im „2-Stunden-Takt“ Tag zu sein.

  2. Also, ein bißchen seltsam ist das schon, selbst Google-Anzeigen auf der Seite zu haben und dann einen Werbeblocker als sine qua non zu bezeichnen …

  3. Genauso seltsam wie die Kooperation von Google und Firefox, siehe rechte Spalte: Für jede Firefox-Installation gibts von Google 1 Dollar. Obwohl sich mit dem Firefox Google AdSense herrlich ausblenden lässt.

    Ich will keinen davon abhalten, auf interessante Werbung zu klicken. Aber wer werbefrei browsen will, dem empfehle ich Firefox. Ist das ein Paradox? Mag sein.

  4. O, IE7Pro klappt sogar mit dem IE8. Nicht schlecht, Herr Specht! Jetzt brauche ich nur noch Ersatz für die Add-ons NoScripts und Copy Plain Text. Und die Maus will nicht mehr ganz so wie ich will. Ich teste noch ein bisschen.

  5. Naja, wenn der IE auch einen Werbeblocker hätte (und der IE ist ja immerhin der noch am weitesten verbreitetste Browser), könntest du deine Seite wahrscheinlich auch nicht mehr durch Werbung finanzieren.
    Im übrigen lassen sich Flashanimationen im IE 8 sehr bequem filtern bzw. nur begrenzt zulassen und daß ist ja das Lästigste, was es an Werbung gibt.

    Gruß!

  6. Ach, da wird Google schon was einfallen – InText-Links beispielsweise. Interessant, dass der IE8 jetzt einen Werbeblocker hat. Werde ich demnächst dann nochmal testen.

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