Internet-Lotto ab 2009 verboten

Seit über 20 Jahren spiele ich Lotto: 5 Felder, immer dieselben Zahlen. Rein statistisch müsste ich in den nächsten 1.480 Jahren einmal 6 Richtige haben, habe ich irgendwann mal ausgerechnet.

Am Spannendsten waren für mich früher immer die Ziehungen, bei denen ich vergessen hatte, meinen Lottoschein rechtzeitig abzugeben. Bis ich das Lottospielen übers Internet entdeckt habe. Da konnte man noch bis wenige Stunden vor der Ziehung seinen Spielschein abgeben, während die Lottobude um die Ecke schon längst geschlossen hatte.

Bis mir auch das irgendwann zu doof wurde und ich einen 5-Wochen-Dauerschein ausgefüllt habe, der sich alle 5 Wochen automatisch per Lastschrifteinzug verlängert, sofern genug Geld auf dem Konto ist.

Das sollte jetzt vorbei sein? Zumindest klang die E-Mail zunächst so, die ich gestern von WestLotto.de erhalten habe:

Seit dem 1. Januar 2008 ist der Glücksspiel-Staatsvertrag in Kraft. Ziele des Gesetzgebers sind das Verhindern von Glücksspielssucht sowie der Jugend- und Spielerschutz. Zu diesem Zweck sieht der Gesetzgeber vor, die Abgabe von Spielaufträgen jeglicher Art im Internet ab dem 01.01.2009 grundsätzlich zu verbieten! An dieses Verbot wird sich die WestNet Lottoservice GmbH halten.

Weiter unten im Text stand dann zum Glück: „Alle Abos (Kundenkonto- und Lastschriftabos sowie Jackpotabos), die bis zum 31.12.2008 abgeschlossen werden, laufen auch nach dem 01.01.2009 automatisch und unverändert weiter.“

Wer also regelmäßig Lotto spielt, immer dieselben Zahlen, und gerne mal die Spielschein-Abgabe verpasst, sollte sich überlegen, bis Ende 2008 einen Lotto-Dauerschein übers Internet abzuschließen. Wobei die unterschiedlichen Lotto-Anbieter im Internet unterschiedlich hohe Gebühren verlangen. Kleiner Tipp24: Nicht jedem Werbeslogan glauben!