Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition sehr limited


Ende September bekam ich das freundliche Angebot, die Sicherheitssoftware Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition in meinem Blog vorzustellen und/oder zu verlosen. Klar, dass ich dazu nicht nein sagen konnte. Ich hatte vorgeschlagen, mir doch gleich zwei Exemplare zukommen zu lassen: Eins zum Testen und Besprechen, eins zum Verlosen.

Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition boxed

Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition boxed

Erhalten habe ich leider bloß ein Exemplar der Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition – obwohl im Paket mindestens Platz für ein zweites Exemplar gewesen wäre. Schade!

Das Limited Edition bezieht sich übrigens darauf, dass sich das Programm innerhalb von 30 Tagen auf drei verschiedenen Rechnern installieren lässt. Das Softwarepaket beinhaltet eine CD mit dem Programm Kaspersky Anti-Virus 2011, ein 100 Seiten starkes Benutzerhandbuch für Kaspersky Anti-Virus 2011 und eine Aktivierungskarte für – nanu? – Kaspersky Internet Security 2011!

Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition unboxed

Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition unboxed

Ich habe meine bislang genutzten Sicherheitssoftwares ZoneAlarm und avast! Free Antivirus deinstalliert und Kaspersky Anti-Virus 2011 installiert. Aktiviert habe ich das Programm mangels Alternative mit dem Code auf der beiliegenden Aktivierungskarte für Kaspersky Internet Security 2011, was anstandslos geklappt hat.

Ich habe mir anschließend noch die Testversion von Kaspersky Internet Security 2011 aus dem Netz geholt und installiert. Aber beim Versuch, das Programm mit demselben Code zur Vollversion freizuschalten, hieß es sinngemäß: „Nee, nee! Entweder oder! Entweder Kaspersky Anti-Virus oder Kaspersky Internet Security!“ Aha? Soso.

Ich habe der an der Kaspersky-Kampagne für Blogger beteiligten Firma iCrossing per E-Mail meine Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, dass sich Kaspersky Internet Security 2011 nicht mit dem Aktivierungscode für Kaspersky Internet Security 2011 aktivieren lässt, wenn man damit bereits Kaspersky Anti-Virus 2011 aktiviert hat, und bin erstmal für ein paar Tage verreist. Zurück zu Hause war diese E-Mail leider immer noch unbeantwortet. Deshalb habe ich mal das Benutzerhandbuch für Kaspersky Anti-Virus 2011 zu Rate gezogen. Und bin tatsächlich fündig geworden! Auf Seite 88 f.

Das Programm Kaspersky Internet Security dient dem komplexen Schutz Ihres Computers. Es hat Ähnlichkeit mit Kaspersky Anti-Virus, verfügt aber über eine Reihe zusätzlicher Features, (…) Sie können vorübergehend zu einer Testversion von Kaspersky Internet Security umschalten, um seine Features kennen zu lernen, oder endgültig zu einer kommerziellen Version des Programms wechseln.

Leute, Leute! Sowas gehört nicht auf Seite 88 des Handbuchs sondern aufs Cover! Kaspersky Anti-Virus und Kaspersky Internet Security sind also nicht zwei separate Programme, wie ich geglaubt hatte, sondern Kaspersky Internet Security ist ein Upgrade, das dem unkomplexen Schutz von Kaspersky Anti-Virus einen komplexen Schutz verpasst.

Mein Versuch, von Kaspersky Anti-Virus auf Kaspersky Internet Security zu wechseln, schlug fehl – weil seit der Aktivierung von Kaspersky Anti-Virus mittlerweile 30 Tage verstrichen waren. Deshalb läuft auf meinem Rechner jetzt bloß die 30-Tage-Testversion von Kaspersky Internet Security. Naja, wie der olle Konfuzius schon sagte: Shit happens!

Nach diesem Fauxpas habe ich sicher keine Chance mehr, ein MacBook zu gewinnen. Das bekommt einer der 10 besten Blog-Beiträge zum Thema Kaspersky Anti-Virus, die an dieser Aktion teilnehmen und demnächst irgendwann auf dem Kaspersky-Blog veröffentlicht werden.

Trotzdem noch ein paar Worte zur Kaspersky-Software: Sie legt unten rechts in der Taskleiste ein Symbol ab, verhält sich erfreulich ruhig und verursacht keine großartigen Probleme.

Ab und an meldet ein Pop-up-Fenster, dass dieses und jenes Programm einem ganz anderen, vermutlich ganz bösen Programm ähnelt, ihm der Zugang zum Internet aber trotzdem gewährt wurde. Das vermittelt dem Nutzer den Eindruck von Kompetenz und ein Gefühl von Sicherheit. Auch wenn die Pop-ups so schnell wieder verschwinden wie sie gekommen sind und gar keine Zeit bleibt, den jeweiligen Text in Ruhe zu studieren. Gelegentlich erwartet Kaspersky auch eine Bestätigung des Nutzers, zum Beispiel bei fremden, erstmals gestarteten Programmen, die sich übers Netz installieren, aktivieren oder aktualisieren wollen.

Sich selbst bzw. seine Virendefinitionen aktualisiert die Kaspersky-Software in unregelmäßigen Abständen von selbst. Das hat bei meinem 6 Jahre alten Einkern-Prozessor offenbar zu vereinzelten CPU-Spitzen geführt und mir nächtens die eine oder andere Aufnahme per Fernsehkarte ruiniert. Das lässt sich aber vermeiden, indem man die Kaspersky-Software per Rechtsklick auf das Taskleistensymbol beendet, wenn man eh nicht mehr online unterwegs ist.

Kaspersky: ACCESS DENIEDAußerdem hatte ich Probleme beim Download eines Programms, das durch Sternchen geschützte Passwörter sichtbar macht. Den Download hat mir Kaspersky schlichtweg verweigert. Ich musste Kaspersky dafür erst beenden.

Nach kurzer Eingewöhnungszeit markiert die Kaspersky-Software per E-Mail-Programm abgerufene Nachrichten in der Betreffzeile recht zuverlässig als [!! Spam] oder [?? Probable Spam], was einem natürlich – oder Gott sei Dank! – die manuelle Kontrolle nicht erspart, da vereinzelt auch reguläre E-Mails als Spam oder möglicher Spam betrachtet werden. Für die E-Mail-Programme Outlook, Outlook Express und The Bat gibt es diesbezüglich ein spezielles Trainingsprogramm. Da habe ich als Thunderbird-Nutzer aber nix von.

Ein Schmankerl der Kaspersky-Software ist eine virtuelle Tastatur, die per Maus bedient wird. Es empfiehlt sich, die virtuelle Tastatur beispielsweise fürs Online-Banking oder bei Amazon-Einkäufen zu benutzen – halt überall, wo man seine persönlichen Daten eintippt – für den Fall, dass man einen Keylogger auf dem Rechner hat. Den man dank Kaspersky natürlich gar nicht erst auf dem Rechner haben dürfte.

Fazit

Insgesamt fühle ich mich durch Kaspersky genauso gut geschützt wie durch ZoneAlarm und avast! Free Antivirus. Der Vorteil bei der Verwendung von Kaspersky ist, dass man nur ein Programm benötigt anstatt zwei und die Anwendung halbwegs idiotensicher ist – vom Upgrade von Kaspersky Anti-Virus auf Kaspersky Internet Security einmal abgesehen. Nachteil von Kaspersky ist, dass man alle 365 Tage käuflich eine neue Lizenz erwerben muss. Aber das sieht man bei Kaspersky sicher ganz anders.

Ein Gedanke zu „Kaspersky Anti-Virus 2011 Limited Edition sehr limited“

  1. Ich hatte 2002 die Nase voll, damals war es hauptsächlich der Internet Explorer und Firefox die mich nervten. Bei jedem Download aufpassen usw usw. Seit dem hab ich privat einen Linux Desktop und hab diesbezüglich ziemlich viel Ruhe.

    Denke demnächst wird es wohl ein Mac Desktop werden, mit hoffentlich ähnlich viel Ruhe.

    Gruß
    Thomas

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