Last.fm: Da warens nur noch vier…

Warner Music, die im Februar 2007 SPIEGEL als erstes großes Musik-Label Verträge mit dem Online-Radio-Sender Last.fm Last.fm abgeschlossen hatten, sind seit diesem Monat nicht mehr mit an Bord, wie der Silicon Alley Insider als erster entdeckte. Mal gucken, wann EMI, Sony BMG and die Universal Music Group Last.fm den Rücken kehren. CBS kann schlecht zurückziehen – die haben Last.fm gekauft.

Angeblich kam für Warner Music aus den Verträgen mit Last.fm zu wenig Kohle rüber, wie Mashable Mashable mutmaßt und die New York Times New York Times bestätigt.

Der Last.fm-Rückzug von Warner Music ist für mich nur ein weiteres Indiz dafür, dass hauptsächlich geldgierige Schwachköpfe an der Spitze der Musikindustrie sitzen. Was sie hier produziert haben, ist ein klassischer Fall einer „Triple L“- bzw. einer Lose-Lose-Lose-Situation:

  1. Das Angebot von Last.fm schrumpft
  2. Die Fans der „Warner Music“-Künstler hören weniger Musik ihrer Stars
  3. Warner Music verdient an Last.fm jetzt noch weniger als zuwenig

Ich bin mal gespannt, ob sich die bei Warner Bros. unter Vertrag stehenden Künstler den Last.fm-Rückzug ihres Arbeitgebers bieten lassen. Unter den bei Last.fm am meisten gespielten Interpreten – sortiert von oft bis weniger häufig – wären das zum Beispiel:

  • Red Hot Chili Peppers
  • Muse
  • Linkin Park
  • R.E.M.
  • Madonna
  • Green Day
  • Arctic Monkeys
  • The Smiths
  • Dire Straits
  • Neil Young
  • The White Stripes
  • Enya
  • The Flaming Lips
  • Paul Simon
  • Prince
  • Seal

Die deutschen Künstler von Warner Music werden vermutlich wieder einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel Alter Falter! schreiben. Oder zur Abwechslung an Oscar Lafontaine. Ich drück die Daumen!