Last.fm mit LastSharp rippen

LastSharp ist nach TheLastRipper das zweite mir bekannte Programm, mit dem sich die Songs des Internet-Radios Last.fm auf Festplatte rippen lassen. Bislang nur unter Windows, eine Portierung auf andere Plattformen steht aber auf der ToDo-Liste des Entwicklers.

LastSharp: Ein Windows-Ripper für Last.fm

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Im Gegensatz zu anderen Internet-Radios spielt Last.fm die Songs komplett aus, das heißt, ohne sie am Anfang und am Ende durch Crossfading, Moderatoren-Gequatsche oder Jingles zu verhunzen. Mit TheLastRipper oder LastSharp lässt sich also eine hübsche MP3-Sammlung mit qualitativ anständigen Songs aufbauen.

Bei einem ersten kurzen Check von LastSharp sind mir folgende Unterschiede zu TheLastRipper aufgefallen:

  • LastSharp präsentiert eine Liste von 40 Songs, die als nächstes gerippt werden – bei TheLastRipper muss man sich überraschen lassen
  • LastSharp überspringt zuverlässig bereits gerippte Songs, TheLastRipper nimmt sie gerne mal doppelt und dreifach auf, wobei die vorher gerippten Versionen überspielt werden
  • LastSharp lädt keine Schallplattencover runter – für mich kein großer Minuspunkt. Die Cover lassen sich auch nachträglich manuell über Amazon runterladen, für den, ders braucht – iPod-Besitzer etwa.
  • LastSharp nimmt automatisch eine Lautstärkenanpassung mittels MP3Gain vor, um alle MP3s auf eine einheitliche Lautstärke zu bringen. Da ich mit MP3Gain nicht nur gute Erfahrungen gemacht habe, würde ich mir für folgende Versionen von LastSharp wünschen, dass sich diese Option ausschalten lässt.

Mein Fazit:

Prima, dass mit LastSharp jetzt eine Alternative zu TheLastRipper existiert!

Nachschlag

Die Homepage von LastSharp hat offensichtlich die Biege gemacht. Bei CHIP lässt sich das Programm noch downloaden. Obs noch funktioniert, weiß ich nicht, ich habs schon länger nicht genutzt.

31 Gedanken zu „Last.fm mit LastSharp rippen“

  1. Hallo!
    Wenn du mp3gain nicht nutzen willst, müsste es vorerst reichen, die Datei „mp3Gain/mp3gain.exe“ umzubenennen. Dann wird es nicht mehr ausgeführt. Eine entsprechende Option (und auch für den Cover-Download) soll in der nächsten Version enthalten sein.
    Was die Schallplattencover angeht: LastSharp bettet (oder sollte es zumindest) diese direkt in die MP3 ein. (ID3) Sie sollten also auch in iTunes direkt angezeigt werden.
    Danke für die Resonanz!

  2. Hi, muss man jetzt „Subscriber“ sein, um ein Playlist zu rippen? Ich hatte mal TheLastRipper dafür genommen, doch dann ging es nicht mehr. Später habe ich von der last.fm-Umstrukturierung gehört und dachte, es liegt wohl daran. Wenn ich also heute ein ganzes Album rippen will, kann ich das überhaupt noch hinkriegen, oder muss ich bezahlen, um meine Playlists freizuschalten?

    Bin gespannt auf das neue Program…

  3. tja,
    bloß zu dumm, dass lastsharp das passwort (auch wenn es nur aus zahlen besteht) bei telichen usern nicht annimmt.

    irgendwie noch beta, schade…..

    uwe

  4. Leider dieselbe Fehlermeldung:
    —————————
    Ungültiger Handshake! (Falsches Passwort? Proxy Server falsch konfiguriert?)
    —————————

  5. Wow vielen Dank für den Tipp! Habe bis jetzt nur vom YoutubeConverter gewusst, aber dabei gibt es einfach zu viele Mitschnippe und qualitativ Schlechte Musik. Das wird sich wohl ab nun ändern^^

  6. Hallo,

    nun hab ich schon verzweifelt versucht LastSharp in Betrieb zu nehmen, das einzigste was kommt ist: Die Anwendung konnte nicht richtig inialisiert werden, Fehler 0xc0000135. Was ist das und was muss ich jetzt tun?
    Lieben dank für 1 Antwort !!!

  7. Ein weites Feld… Das Runterladen von YouTube-Videos ist z. B. auch zum Volkssport geworden, obwohl es laut YouTube-Nutzungsbedingungen verboten ist. Im Gegensatz zu Downloads über P2P-Netzwerke präsentiert man seine IP-Adresse dabei aber nicht der Öffentlichkeit. Wenn selbst ein ausgewachsener Rechtsanwalt nicht weiß, was erlaubt ist und was nicht, kann ich nur sagen: Lasst euch nicht erwischen!

  8. Noch eine Alternative zu LasSharp:
    LastJ
    http://www.file-upload.net/dow.....J.jar.html

    – In Java geschrieben -> Praktisch auf allen Systemen wo eine JVM läuft einsetzbar.
    – Überspringt Tracks die schon geladen wurden.
    – Speichert das Cover mit in den Ordner.
    – Mehrere Benutzerprofile -> Jeder Benutzer hat seinen eigenen „Musikordner“
    – „Komplette Playlist aufnehmen“ -> Unendlich lange aufnehmen. Einmal starten und aufnhemen lassen.

    Eine schlanke und einfache Alternative zu LastSharp und TheLastRipper.

  9. Gestartet kriege ich das Programm, aber nach dem Einloggen bleibt das Feld Playlist leer und nach klicken auf „Start“ und aussuchen eines Ordners auf der Festplatte tut sich nichts mehr. Gibts irgendwo eine Bedienungsanleitung?

  10. 1. Wie gewohnt Benutzername und Password des Last.FM Accounts eingeben.
    2. Suche spezifizieren:
    Künstler -> suche nach Bushido, Dieter Bohlen, Wolfgang Petry …
    Genre -> suche nach Techno, Hardcore, Jungle, Volksmusik …
    Tags -> suche nach Tracks mit in dennen das gesuchte vorkommt -> „Liebe“, „Glück“, „Darkness“ etc
    3. Einzelnen Track aufnehmen: Nimmt den ausgewählten Track auf.
    Komplette Playlist aufnehmen: Nimmt solange Playlisten auf bis auf Stop geklickt wurde oder irgend etwas anderes den Prozess terminiert 🙂
    Filter: Versucht nur die Tracks aufzunehmen, in denen die eingegeben Wörter vorkommen. Mit Semikoli getrennt. Keine Groß/Kleinschrift unterscheidung.
    4. Start: Aufnahme starten.
    5. Stop: Einmaliger Klick -> Stoppt am Ende des Tracks
    Zweimaliger Klick -> Stoppt sofort.

  11. Aaah-ja! Jetzt gehts. Gefällt mir gut. Zur Suche eines Künstlers präsentiert mir das Programm 5 Titel von 5 verschiedenen Künstlern, nicht die eigene Last.fm-Playlist? Naja, muss ich noch ein bisschen mit rumexperimentieren.

  12. Wie gesagt, es ist ein ein ganz simpler Last.FM Recorder ohne special features oder sonstiges. Es sucht die Tracks genauso als ob du bei Last.FM in die Suchleiste etwas eingibst.
    Dafür gibt es aber die Funktion „Komplette Playlist aufnehmen“ mit dem Filter. Möchtest du ein ganz besonderes Lied haben, welches Last.FM auch sendet, wird LastJ solange danach suchen bis es dieses gefunden hat und weiter (es sei denn es wurde auf Stop geklickt.).
    Die Filterfunktion funktioniert besser, wenn man so ab 5 verschiedene Begriffe eingetragen hat 🙂

    Ich fand LastSharp und TheLastRipper etwas zu klobig, deshalb hab ich mich selber in den Sandkasten gesetzt und LastJ gebastelt ;).

    Da mir dieser Blog zufälligerweise über den Weg gelaufen ist und ich einfach mal dachte, „Hey, warum nicht“ habe ich mal hier den Link zu LastJ reingesetzt. Und, ehrlich gesagt, wollte ich mal schauen wie es so ankommt 😉 .

  13. Nicht schlecht, Herr Specht! Die Resonanz ist leider etwas mau – erst drei Downloads, falls der Zähler stimmt. Aber meine Empfehlung kriegt das Ding: Für den schnellen Musik-Download zwischendurch. 😉

  14. Naja, in Anbetracht dass ich den Link nur hier gepostet habe und es erst ein Tag her ist, finde ich 4 Downloads schon ganz gut ;).
    Ausserdem freue ich mich überhaupt, dass ich eine Antwort bekommen habe.
    Von daher bleibe ich bescheiden und werde hier mal ab und zu vorbeischauen. Vielleicht hat ja noch jemand LastJ für sich entdeckt.

    Danke für dein Lob.
    Genau, für den schnellen Musik-Download und für „Ach, das Lied will ich jetzt haben“ war LastJ auch gedacht.

  15. Ich habe früher TLR benutzt, bis ich LastSharp geholt hatte. Und jetzt nach 4 Monaten, steht die Polizei auf einmal in meinem Haus. Haben jetzt erstmal alle Elektrogeräte aus dem Haus genommen!!!
    Ich werd die sicher nie wieder sehen, super… Also ich rippe nicht mehr X-(.

    mfg 107.10.169.51

  16. Hi… habe gerade dieses Tool als Alternative zu TLR entdeckt. Dort gibt’s seit geraumer Zeit bugs mit der 1.4 Version und Vista…

    Unter Vista habe ich nun LastSharp problemlos zum Laufen gebracht. An dieser Stelle recht herzlichen Dank, muss ich seit Monaten, weil’s bei TLR mit der Programmentwicklung nicht weitergeht, auf Downloads verzichten… ein Musikliebhaberherz schlägt wieder… 🙂

    Bei Last.fm habe ich zwei accounts, muisk-genre-spezifisch getrennt. Ich möchte dazu auch auf einem zweiten Rechner (mit Windows XP Pro, aktuell ServicePackage 2 + .Net Framework 2.0 ServicePack 1) LastSharp zum Laufen bringen. Leider vergebens…

    Nach Anclicken von LastSharp.exe (die ich mit den ungezippten Files unter c:\Programme\Lastsharp\V045-Incarn2\… abgelegt habe) kommt nur die Meldung: „LastSharp hat ein Problem festgestellt und muss beendet werden“.

    Ist LastSharp nur mit XP SP 3 möglich ? – Bitte um baldige Abhilfe… Danke im Voraus…

  17. P.S.: Habe das Problem gefunden. Ich darf wohl lastsharp nicht unter c:\Programme\… starten… ist eigentlich auch logisch, ein geschütztes Verzeichnis macht einfach dicht… 🙂

  18. zum Comment von Idolo:

    Es ist richtig, dass Radio zu persönlichen Zwecken 1x mitgeschnitten werden kann, quasi als „Sicherungskopie“. Entsprechende Sender wie Deutschlandradio bieten ja Player an (z.B. den gebrandeten Phonostar-Player), um dieses Mitschneiden des Streams mit einem einfachen Mausklick zu ermöglichen. Die entscheidende Frage ist hier: was ist Radio ?

    Stand von letztem Jahr 05/2009 war entsprechend der Veranstaltung des HHer Musikforums (VUT Nord), dass das Hamburger Unternehmen „finetunes“ gegen Last.fm klagt.

    Zuvor ist bereits in 09/2008 seitens finetunes eine Abmahnung erfolgt ( http://bit.ly/bSgZJQ ).

    Aktuell, soweit richtig gegoogelt, liegt (noch) kein Prozessergebnis vor. Zumindest bleibt im Ansatz mit diesen Verfahren zweifelhaft/strittig, ob Last.fm ein legales Radio-Hörangebot anbietet, oder vielmehr nur als „technischer Dienstleister“ zu sehen ist, der selbst bzw. seine Nutzer (die man als Radiomacher sehen könnte) gegen Urheberrechte verstossen…
    Es scheint, dass die s.g. „Royalities“ in DE (vergleichbar der Gema-Gebühren in DE) nicht wirklich die Künstler erreichen. (Anm.: Wir haben es mit Last.fm um ein britisches Unternehmen, das ausserhalb der EU und des EU-Rechtes steht.)

    Zitat (aus der Programmankündigung) zur VUT-Nord-Veranstaltung am 04. Mai 2009:

    „Große Internetportale wie Youtube oder Last.fm erleben einen ständig
    wachsenden Run auf ihre kostenlosen Video- und Musikangebote. Einzelne
    Tracks zählen mehrere Millionen Klicks. Die klassischen Hörgewohnheiten
    über Radio oder Tonträger wurden abgelöst, CDs und Stereoanlage durch
    den Computer ersetzt. Doch was nicht abgelöst wurde ist das Vergütungs-
    modell für die Rechtsinhaber wie Komponisten, Künstler, Labels, etc. –
    stattdessen wurde es quasi ersatzlos gestrichen. Über Youtube und Last.fm
    verdient aus dem Lager der Rechteinhaber fast niemand einen Cent. Lange
    Zeit haben Autoren, Künstler und Labels still gehalten, haben sich durch
    Verhandlungen hinhalten lassen.

    Nachdem bereits vor einigen Monaten der Hamburger Online Vertrieb
    finetunes, stellvertretend für einige der über sie vertriebenen Labels, Klage
    gegen Last.fm eingereicht hat, hat nun der Hamburger Musiker und
    Produzent Frank Peterson YouTube und Google verklagt. “

    (Quelle: http://www.vut-nord.de/index.p.....um_archiv/ )

    Generell, so könnte man richter-seitig argumentieren, mag es als zweifelhaft angesehen werden, ob Last.fm als „Radio“ im echten Sinne (mit einer Redaktion, einem Chefredakteur, einem Sendeprogramm etc.) zu sehen ist. In DE gilt das Landesmediengesetz (zurückgehend auf den Rundfunkstaatsvertrag), für dessen Überwachung/Einhaltung die (Landes-)Medienanstalten (einschliesslich der Vergabe von Sende-Lizenzen (auch für reine Internet-Radios) zuständig sind.
    Last.FM könnte man eher als eine Radio-Community von einzelnen Radiomachern betrachten, so könnte man gesetzes-seitig argumentieren… Last.FM fungiert eher als reiner technischer Dienstleister (Datenhost, Streaming-Provider), vergleichbar Youtube. So jedenfalls argumentiert Google in den anhängigen Prozessen mit der GEMA – http://bit.ly/bSgZJQ Also ziemlich Tricky/unklar diese Rechtssituation bis heute…

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