Muttertag mit Hindernissen

Muttertag 2007. Unterwegs mit Buslinie 921 der Duisburger Verkehrsgesellschaft, Richtung Moers Königlicher Hof. Die Strecke kenne ich nicht. Der Monitor zeigt an „nächster Halt: Behringstraße“, die Bandansage flötet „nächster Halt: Lindenallee“. Verdutzt gucke ich aus dem Fenster und sehe eine Bushaltestelle vorüberziehen: „Stadtwerke“. Verdammt! Hier muß ich umsteigen. Zum Glück bleibt der Bus 100 Meter weiter an einer roten Ampel stehen.

Ich gehe zum Busfahrer (schwarze Haare, weiße Brusthaare, untersetzt, Migrationshintergrund): „Würden Sie mich bitte hier rauslassen? Ich hätte „Stadtwerke“ aussteigen müssen.“ – „Das darf ich nicht“, sagt er. „Wenn mich der Verkehrsminister erwischt…“ – Ich denke: Ja super! Wenn der Verkehrsminister rauskriegt, daß du zu blöd bist, Monitor und Bandansage synchron und pünktlich laufen zu lassen, und ein Fahrgast deinetwegen seinen Anschlußbus verpaßt, dann kannst du dir die Gehaltserhöhungen der nächsten Jahre abschminken.

Tatsächlich läßt mich der Busfahrer nicht an der roten Ampel raus sondern erst an der nächsten Haltestelle. Ich laufe zurück und sehe in der Ferne meinen Anschlußbus davonfahren. Es wird Zeit, dass ich meinen Wagen über den TÜV bringe.