Neue Schnapsidee: Altersgrenzen für Internetseiten

Nachdem CDU und SPD letzte Woche das Gesetz zur Sperrung missliebiger Internetseiten verabschiedet und sich damit für mündige Internet-Nutzer endgültig disqualifiziert haben, scheinen die Dämme für weitere Schnapsideen gebrochen.

CDU-Minister Armin Laschet fordert allen Ernstes Altersgrenzen für Internetseiten. Diese Altersgrenzen sollten durch eine unabhängige Stelle festgelegt werden, wenn die Anbieter der Internetseiten das nicht selbst tun. (Quelle: DerWesten)

Bei rund 1,5 Millionen neuer Internetseiten pro Tag ein Job mit Zukunft, würde ich sagen. Als unabhängige Stelle schlage ich das BKA vor. Ich denke da vor allen Dingen an die armen Polizisten, die sich jetzt den ganzen Tag lang Kinderpornografie anschauen müssen – Zensursula sei Dank!

Etwas Wahres hat Internet-Analphabet Armin Laschet allerdings auch gesagt:

Nur auf einer solchen Grundlage ist vernünftiger Jugendme­dienschutz, der diesen Namen auch verdient, im Internet möglich.

Das heißt nämlich im Klartext: Wirksamer Jugendschutz und Internet schließen sich aus.

Ich plädiere übrigens für Erwachsenenschutz vor blödsinnigen Politikeraussagen. Ich kann mir das allerdings auch erlauben. Ich kandidiere schließlich nicht für den Bundestag oder sonst ein politisches Amt.