Keiner liebt dich – wieso ich? Die Singlebörse Plentyoffish

Ich hatte mich spaßeshalber mal zur Singlebörse von Freenet angemeldet, natürlich in der kostenlosen Variante, zum Testen. Bild hochgeladen, Daten eingetragen, einige Fragen beantwortet – und – schwupps! – wurden mir bereits die ersten Partnervorschläge unterbreitet. Man kann selbst auch gleich auf Partnersuche gehen, durch Auswahl der entsprechenden Kriterien: Geschlecht, Alter, Wohnort, mit oder ohne Foto und so weiter. Außerdem sieht man, welche drei Personen sich zuletzt das eigene Profil angeschaut haben.

Nach einer Woche wollte ich dann endlich die ersten zarten Bande knüpfen und ein paar hübsche Mädels anschreiben. Aber denkste: Nachrichten versenden nur mit Bezahl-Account. Ja super! Gut, dass ich das schon nach einer Woche rausgefunden habe.

Zur gleichen Zeit habe ich auf der Seite von Robert Basic von Plentyoffish gelesen: Eine kostenlose amerikanische Singlebörse, mit der der Betreiber pro Tag rund 30.000 Dollar verdient. Ein Ein-Mann-Unternehmen.

30.000 Dollar. Pro Tag. Nur durch Werbung. Google AdSense, um genauer zu sein. Wow! Das musste ich mir natürlich angucken.

Plentyoffish.com in the News

http://de.youtube.com/watch?v=-3kZlXq2xYE

Wie Robert schreibt, ist Plentyoffish angeblich die hässlichste und simpelste aller Datingseiten. Hässlich stimmt ein Stück weit, aber simpel ist sie wirklich nicht. Man kann per internem E-Mail-System Kontakte knüpfen, andere Fotos bewerten, sein eigenes Foto bewerten lassen, andere Leute als Favoriten ablegen, sehen, welche Leute einen selbst als Favorit gespeichert haben – halt alles, was man fürs Online-Dating so braucht.

Mistery Man of Web Romance revealed

http://de.youtube.com/watch?v=3_eniyhXUZw

Zusätzlich gibt es einen ausgefuchsten Persönlichkeitstest, für den man anderswo Minimum 60 Dollar abdrücken muss, wie der Betreiber von Plentyoffish beteuert, und der tatsächlich so gut ist, wie ein gutes Horoskop: 50% aller Feststellungen treffen zu.

Außerdem gibt es ein Forum und noch allerhand Schnickschnack. So kann man der oder dem Angebeteten alberne Bilder schicken: eine Rose, eine Gitarre, einen Stoff-Teddy – sofern das Punktekonto das hergibt. Bezahlt wird der Blödsinn nämlich mit Punkten, die sich durch Dauer der Mitgliedschaft oder bestimmte Aktivitäten vermehren.

Die Nachteile von Plentyoffish: Alles auf Englisch. Und deutsche Singles sind noch ein bisschen spärlich vertreten. Die Deutschen, die mitmachen, gestalten ihr Profil überwiegend in Fremdländisch und suchen auch häufig Blinddates im Ausland.

Aber lustig ist es: Während mich fünf Gören zwischen 18 und 25 Jahren auf einen miserablen Wert von 2 von 10 möglichen Punkten gedrückt haben, stehe ich bei reifen Texanerinnen und New-Yorkerinnen zur Zeit besonders hoch im Kurs!

Externer Link:

9 Gedanken zu „Keiner liebt dich – wieso ich? Die Singlebörse Plentyoffish“

  1. „Breakfast in bed or dining at McDonald’s – you decide!“

    [sing] The minute he walks in the joint… you can see he is a man of destinction…a real big spender…….

    Hihihihi…. duckweg….

  2. Stimmt, am Text sollte ich vielleicht noch ein bisschen feilen… 🙂

    Für alle Noch-Nicht-Fischer: Die Aufgabe ist „Describe what would you do for a first date. (optional)“.

  3. hallo..vielleicht kann sich der webmaster bei
    mir melden..ich hätte einige fragen 🙂 zur grafik
    und google..meiner email adresse ist zu sehen..
    oder by [URL entfernt]
    danke und viele grüsse :))

    [Anmerkung Stefan: Bitte keine Werbung – danke!]

  4. Für deutsche Singles ist es auf ausländischen Partnerbörsen häufig recht schwierig, den Traumpartner zu finden. Ich denke, dass regional abgegrenzte Singlebörsen noch am meisten Erfolg versprechen. Außer man möchte unbedingt den Partner im Ausland finden.

  5. Also Singlebörsen im Ausland zu benutzen halte ich für unsinnig oder für einen rießen Spaß. Ist bestimmt lustig zu sehen, was da raus kommt.
    Aber wenn man was Ernstes sucht, sollte man schon auf deutschen Seiten suchen. Schade, dass es etwas kostenloses noch nicht in Deutschland gibt.

  6. Kann mir mal jemand erklären, wieso sich eine Singlebörse „Free online Dating“ nennt, wenn man dann nicht kostenlos Nachrichten versenden kann (siehe Bericht)? Ohne Nachrichten zu verschicken bringt Online-Dating bekanntlich rein gar nichts…also muss man bezahlen, wenn man tatsächlich jemanden finden will (ist je der Sinn der ganzen Sache). Riecht nach Abzocke!?

  7. wer einen kostenlosen Partnerservice sucht sollte sich mal http://www.Finya.de ansehen, da kann man die Partner auch kostenlos kontaktieren.
    Es gibt auch solche Persönlichkeitstest´s, diese sind allerdings kostenpflichtig.
    Aber ansonsten eine gute Seite, hab auch schon ein Paar Frauen aus meiner Stadt getroffen, leider war noch nicht die richtige dabei

  8. Noch ein Nachtrag: hab gerade weiteroben gelesen, das die Links entfernt werden…
    die Partnerbörse heißt so ähnlich wie finnja und wenn ihr als Suchbegriffe finnja partnerbörse eingebt kam jetzt gerade beim test der richtige Eintrag gleich nach der Werbung.
    Solltet ihr so finden…
    bin übrigens nicht der Steffen vom Februar…

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