Der rasierte Bär

Berlinale: Der rasierte Bär für die schlüpfrigste Darbietung auf dem roten Teppich

Zur Eröffnung der diesjährigen Berlinale hatte ich zufällig in die 3sat-Sendung „Kulturzeit“ gezappt: Ankunft der Rolling Stones auf dem roten Teppich, live und in Farbe.

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick begrüßt Mick Jagger, versucht ihn zu umarmen – aber Jagger ergreift lediglich Kosslicks Hand und wehrt sich mit ausgestrecktem Arm gegen eine Umarmung. Als wollte er sagen: „Kennen wir uns näher? Haben wir schon miteinander geschlafen?“

Eine hochdramatische Szene zwischen falscher Freundschaft und verschmähter Liebe, die vom 3sat-Kommentator geflissentlich übersehen wurde und die ich unverständlicherweise auch in keinem anderen Beitrag zur Berlinale-Eröffnung wiedergefunden habe.

Kraft meines Amtes als A-Blogger ohne Berlinale-Akkreditierung verleihe ich Dieter Kosslick den Rasierten Bären für die schlüpfrigste Darbietung auf dem roten Teppich der Berlinale. Virtuell. Wie die Trophäe aussieht, kann sich jeder selbst ausmalen.

Ein Gedanke zu „Der rasierte Bär“

  1. Hallo, Du bist ein scharfer Beobachter. Mir gefallen kleine zwischenmenschliche Dramen. Was, wenn es aber einen anderen Grund hatte, der in Mick Jagger lag. Vielleicht hat er merkwürdig gerochen und wollte nicht, das ihm der Berlinale Chef zu nahe kam. Aber Deine Erklärung ist hoch wahrscheinlich

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