SALT – Ein Kalter-Krieg-Porno mit Angelina Jolie

Nein, SALT ist nicht pornografisch und – trotz der hübschen Angelina Jolie in der Hauptrolle – in keiner Szene sexuell aufreizend. Ganz im Gegenteil wurde sehr darauf geachtet, SALT möglichst kinderfreundlich zu gestalten. Es wird zwar ermordet und gestorben, was das Zeug hält, aber nie sonderlich explizit, blutig oder brutal. Echte Grausamkeiten bleiben dem Zuschauer erspart.

Das Schielen der Produktion auf eine möglichst niedrige Altersfreigabe gerät in SALT zu einem unangenehmen Dauerzustand. Zumindest in Duisburg wurde der Film von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft angeblich für Blagen ab 12 Jahren freigegeben, auf der offiziellein Homepage von Sony Pictures Deutschland steht noch was von FSK 16.

SALT ist im übertragenen Sinne pornografisch: In der freizügigen Zurschaustellung Kalter-Krieg-Klischees, die jeder kennt, die aber niemanden interessieren. Und um im Bild zu bleiben: Jeder Porno hat eine intelligentere Handlung als SALT. Trotzdem fasst Angelina Jolie alias Evelyn Salt die Geschichte am Schluss für die lieben Kleinen noch einmal kurz zusammen, bevor der Film mit einem Cliffhanger endet.

SALT hat mich dank Angelina Jolie, einiger ähnlich hübscher Stunts und zwei bis drei überraschender Wendungen in den letzten 15 Minuten nicht komplett gelangweilt, eine „Unbedingt sehen!“-Empfehlung kann ich dem Film aber nicht mit auf den Weg geben. Dann lieber nochmal Wanted auf DVD gucken.

SALT mit Angelina Jolie – Deutscher Trailer


http://www.youtube.com/watch?v=3NfdpM46RmY

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