Sat-Receiver Comag SL 100 HD – erster Eindruck

Nachdem mein alter Satelliten-Receiver einige über Astra 19,2 frei empfangbare Programme ums Verrecken nicht mehr empfangen wollte, musste ein neuer her. Meine Wahl fiel auf den Comag SL 100 HD, der gerade bei Amazon für knapp 100 Euro erhältlich ist, rund 60 Euro unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers.

Satelliten-Receiver Comag SL 100 HD [c] Amazon.de

Die über Astra 19,2 empfangbaren Kanäle sind beim Comag SL 100 HD bereits voreingestellt, darunter auch die freien HD-Varianten von Das Erste, ZDF und arte beispielsweise: Auspacken, anschließen, fertig.

Das für mich genialste Feature ist der USB-2.0-Anschluss an der Frontseite, über den sich eine externe Festplatte anstöpseln lässt. Darüber nutze ich den Comag SL 100 HD als mobilen Festplattenrekorder ohne eingebaute Festplatte.

Im Gegensatz zu meiner ollen TV-Karte im Rechner, die immer nur eine Audiospur aufzeichnet, zeichnet der Comag-Receiver automatisch alle Audiospuren auf, die ihm vor die Flinte kommen: normales Mono oder Stereo, Dolby Digital und auch – sofern vorhanden – die Tonspur für Sehbehinderte. Aus dieser ließen sich bequem Hörspiele produzieren, falls man sowas mag.

Die Aufnahmen nehme ich anschließend auf dem Rechner ganz normal auseinander, schneide Anfang und Ende zurecht und eventuell Werbung raus und pappe Video und die gewünschte Audiospur verlustfrei wieder zusammen.

Das betrifft Aufnahmen im Format Standard Definition. Das Nachbearbeiten von HD-Material bis 720p auf dem Rechner ist dagegen halbwegs sinnfrei, wie ich festgestellt habe, da sogar Bezahl-Softwares dieses Format nicht framegenau schneiden können, und der ganze Akt auch unendlich lange dauern würde – zumindest auf meinem PC mit Einkernprozessor.

Fernbedienung des Satelliten-Receivers Comag SL 100 HD [c] Amazon.deWer auf die Nachbearbeitung und Archivierung per PC keinen Wert legt, hat bei den Comag-Aufnahmen auf externer Festplatte nur die Möglichkeit, Sprungmarken zu setzen, um Werbung nicht ansehen zu müssen, rausschneiden läßt sich da nichts.

Einziger Kritikpunkt ist für mich die hoffnungslos überladene Fernbedienung, die ich in diesem Leben nicht mehr auswendig lernen werde, um sie auch im Dunkeln sicher bedienen zu können. Ich wundere mich immer über Leute, die die Qualität einer Fernbedienung an der Anzahl oder Druckgeschmeidigkeit der Knöpfe fest machen. Die halten die Comag-Fernbedienung eventuell sogar für hip.

Zur Bildqualität des Comag SL 100 HD kann ich außer „Super!“ nichts Erhellendes beitragen, da ich bislang noch kein Bedürfnis hatte, meine funktionierenden Röhrenfernseher gegen Flachbildfernseher auszutauschen. Hierfür und zur Klärung anderen technischen Kokolores verweise ich auf die Kundenrezensionen bei Amazon.

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