Sauberes Internet dank sexyfilms.de

Ein Porno-Anbieter spielt Jugendschützer

Laut Spiegel Online hat die Firma Kirchberg Logistik, Inhaber der Pornoseite sexyfilms.de, 19 deutsche Internet-Provider abgemahnt, weil sie ihren Kunden Zugang zu YouPorn gewähren.

Vorgeblich, weil YouPorn – im Gegensatz zu sexyfilms – ohne wirksame Altersprüfung aufzurufen ist und damit jugendgefährdend sei.

Dass hier nicht der Jugendschutz im Vordergrund steht, sondern reines Wirtschaftsinteresse, ist klar. Hoffentlich auch den Gerichten, die darüber zu entscheiden haben.

Sollte die Firma Kirchberg Logistik allerdings Recht bekommen, was bei der hiesigen Internet-Rechtsprechung gar nicht so abwegig erscheint, dürfte jeder jeden abmahnen – und sei es für Schmuddelseiten, die er selbst klammheimlich auf einen Server auf der anderen Seite des Globus hochgeladen hat.

Nein, jeden deutschen Provider für jede einzelne Schmuddelseite im Internet abzumahnen, ist definitiv der falsche weil vollkommen unpraktikable Weg. So schnell wie neue Seiten entstehen kann man ja gar nicht abmahnen und sperren.

Trotzdem hoffe ich insgeheim, dass die Firma Kirchberg Logistik die ersten Instanzen gewinnt, in letzter Instanz aber verliert und an den Schadensersatzforderungen der Provider krepiert.

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