Schleichwerbung beim Spiegel? Tempelritter, ick hör dir trapsen!

Wenige Tage, bevor „Das Vermächtnis des geheimen Buches„, der neue Nicolas-Cage-Film, in den deutschen Kinos anläuft, berichtet die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL gleich zweimal über Nebensächlichkeiten aus dem Privatleben des Schauspielers.

Am 21. Januar 2008 glänzt Spiegel Online mit der Nachricht, dass Nicolas Cage seine Familiengeschichte erforschen lassen will, unter anderem anhand von DNA-Proben. Der interessierte Medienbeobachter weiß: Das ist doch das neue Geschäftsmodell der Ehefrau eines Google-Gründers. Im Artikel kein Hinweis darauf. Und Erforschung von Familiengeschichten – ist das nicht so in etwa das Thema des neuen Nicolas-Cage-Films? Auf den weist Spiegel Online sogar ganz dezent im letzten Satz hin.

Am 22. Januar 2008 erfährt man auf Spiegel Online, dass sich Nicolas Cage aufgrund eines Nachbarschaftsstreits von seinen Lebensgefährtinnen Moby und Sheba trennt: zwei echten Schlangen. Diesmal fehlt ein Hinweis auf Cages neuen Film, dafür wird daran erinnert, dass der Schauspieler in „Das Vermächtnis der Tempelritter“ mitgespielt hat – zufällig der Vorgänger zu „Das Vermächtnis des geheimen Buches“.

Ob für diese beiden kurzen „Reminder“ tatsächlich Geld geflossen ist, weiß ich natürlich nicht. Aber als Leser komm ich mir schon ein bisschen veräppelt vor. Zumal ich mir ziemlich sicher bin, dass Nicolas Cage dem Spiegel in der nächsten Zeit keine Zeile mehr wert sein wird. Bis zum Erscheinen des nächsten Nicolas-Cage-Films zumindest.

Nee, wenn schon Werbung, dann richtig: Kostenlos und mit nur geringer Reichweite. – Ähem!

Hier also der Trailer zu „Das Vermächtnis des geheimen Buches„:


http://de.youtube.com/watch?v=W8Xl_SxPB34