Schmidt & Pocher demnächst ohne Pocher

Im April 2009 trennen sich die Wege von Harald Schmidt und Oliver Pocher. Zumindest ist dann Schluss mit ihrer Sendung Schmidt & Pocher. Das verkündete am Wochenende Fred Kogel, Freund von Harald Schmidt und Geschäftsführer ihrer Firma Kogel  & Schmidt GmbH.

Zwar ist die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wegen Oliver Pocher beim Durchzappen wohl öfters mal bei Schmidt & Pocher hängengeblieben, munkelt man, aber „Schmidt spielt im Duo sein Potential nicht aus“ (Zitat Kogel). Bedeutet vermutlich im Klartext: Geteilte Pointen sind nur halb soviele Pointen für Harald Schmidt. Außerdem strahlt Das Erste zur Sendezeit von Schmidt & Pocher ja eh keine Werbung aus.

Nee, Harald Schmidt ist nicht fernsehmüde. Im Gegenteil. Er will die Anzahl seiner Sendungen noch weiter erhöhen. Soll er gesagt haben. Das ist wohl auch dringend notwendig, wenn er beabsichtigt, als erste deutsche David-Letterman-Kopie bundesrepublikanische Fernsehgeschichte zu schreiben. Seine Sat1-Sendungen liegen jetzt ja schon arg weit zurück.

Ich vermute, Harald Schmidts Gründe für die Trennung von Oliver Pocher und seine angekündigte Fernsehoffensive sind viel profaner:

Er wird einen guten Teil seines Vermögens durch den diesjährigen Börsencrash verloren haben und braucht dringend Kleingeld. Da verzichtet man gerne mal auf einen gutbezahlten Dauer-Stargast und malocht ein bisschen mehr. Diese Überlegungen müssen aber nicht stimmen.

Genausowenig wie die Spekulationen, Harald Schmidt und Oliver Pocher hätten Zoff gehabt. Weil Meister Schmidt seinen Lehrling Pocher vor laufender Kamera wiederholt abgekanzelt hätte. Ich denke, das würde einem Profi wie Harald Schmidt nicht passieren: Echten Knatsch hätte er vorher rausschneiden und nicht auf Sendung gehen lassen.

Zumindest haben Harald Schmidt und Oliver Pocher jetzt ein Thema, über das sich bis April 2009 trefflich scherzen lässt. Dass ich das nochmal sagen würde: Ich freu mich auf die nächste Sendung von Schmidt & Pocher!

6 Gedanken zu „Schmidt & Pocher demnächst ohne Pocher“

  1. Und jetzt tun Schmidt und Pocher so, als wäre der Schluss der gemeinsamen Sendung von vornherein geplant gewesen. Es soll sich „nur um ein Experiment“ gehandelt haben. Übrigens ist nicht mehr Letterman das Vorbild für Schmidt sondern Jon Stewart.

  2. Habe sowieso den Eindruck gehabt, dass die beiden nicht so wirklich zusammenpassen. Schmidts Geschichten unterscheiden sich doch vom Humor Pochers. Und Pocher als Stichwortgeber für Schmidt passt dementsprechend auch nicht. Ich denke mal, dass war – wie du schreibst – eine Quotenoptimierungsoffensive. Pocher für die Jüngeren und Schmidt für die „Graumelierten“.

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