Schmidt & Pocher: Wenig Neues, viel Altes – aber gut

Die neue Harald-Schmidt-Show „Schmidt & Pocher“ hatte Donnerstagabend Premiere. Statt 30 Minuten ist sie jetzt eine Stunde lang, dafür kommt die Sendung aber auch nur noch einmal die Woche.

Harald Schmidts neuer Sidekick Oliver Pocher ist definitiv wesentlich witziger als der etwas dröge Vor- und Mitlacher Manuel Andrack, was im Wesentlichen daran liegt, dass Oliver Pocher eigenen Text spricht und nicht nur Harald Schmidts Witze kommentieren darf.

Besonders gut gefallen haben mir Oliver Pochers schauspielerische Einlagen, etwa als Promi-Pilger, als Lukas Podolski, als Oliver Kahn, als Spermium und als Gast der Oliver-Geissen-Show.

Oliver Pocher als Promi-Pilger
Beim Promi-Pilgern: „Ollis Hund ist vor vier Wochen von einem betrunkenen Autofahrer überfahren worden. Olli konnte sich noch nicht einmal von ihm verabschieden – dafür war er viel zu besoffen.“

Neu und witzig ist die Rubrik „Hirschhausen-Akademie“, Einspieler von und mit dem Medizin-Kabarettisten Dr. med. Eckart von Hirschhausen, in denen Harald Schmidt und Oliver Pocher als Statisten mitwirken.

Alte Bekannte sind Bandleader Helmut Zerlett, der die unmusikalische Französin Natalie ablöst, und Peter Rütten, zwischenzeitlich Kleindarsteller in der Pro7-Serie „Stromberg“, der wieder gewohnt witzig die Einspielfilme bespricht.

Nicht jeder Gag saß, aber Harald Schmidt und Oliver Pocher sind ein lustiges Gespann, das man sich gerne einmal die Woche antut. Trotz obligatorischem Interview am Ende der Show, für das diesmal Günter Jauch herhalten musste, und auf das ich in Zukunft gut verzichten könnte.

Ob die Pläne der ARD aufgehen, Oliver Pocher als neuen Late-Talker aufzubauen für den Fall, dass Harald Schmidt, wie angekündigt, irgendwann hinschmeißt, wage ich zu bezweifeln. Schmidt & Pocher wird wohl kein Quotenknüller, da sich die neue Sendung kaum von der gewohnten Harald-Schmidt-Show unterscheidet.

Deshalb vermute ich, dass Oliver Pocher nach dem Abgang von Harald Schmidt zurück zu Pro7 wechseln wird, wo Pochers Zielgruppe rumlungert.

Update!

Quotenmeter.de berichtet über gut Quoten für die Premiere von Schmidt & Pocher. Trotz paralleler Fußball-Übertragung. Und mehr Zuschauer als Stephan Raab.

Externe Links:

Rezensions-Links u. a. gefunden bei Quotenmeter.de.

4 Gedanken zu „Schmidt & Pocher: Wenig Neues, viel Altes – aber gut“

  1. Ich hätte nie gedacht das Oliver Pocher auch nur halbwegs das Zeug dazu hat, neben Harald Schmidt zu bestehen. Man kennt ihn ja eher als Solist der sich nur mit derben Sprüchen über Wasser hält.

    Aber nachdem ich nun eine Folge gesehen habe muß ich sagen: „Hut ab!“

    PS. Harald Schmidt: Gut wie immer! 🙂

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