Sony droht mit Musikflatrate

In einem Interview mit der FAZ kündigt Rolf Schmidt-Holtz, Obermacker bei Sony-BMG, eine Musikflatrate an: „Mit der Musikflatrate bekommen sie alles von uns“. Das klingt wie eine Drohung. Man denkt an Rootkits und andere Schnüffelsoftware.

Für 6 bis 8 Euro im Monat soll man sich vielleicht noch dieses Jahr alles anhören können, was Sony so im Angebot hat. Vielleicht aber auch nicht. Kooperationen mit anderen Plattenlabels stehen noch aus. Und mit Apple, dem größten Vertriebspartner für digitale Sony-Musik übers Internet, hat man ebenfalls noch nicht verhandelt. Das klingt mir doch alles sehr vage. Vieleicht wollte Sony nur mal wieder ein Lebenszeichen von sich geben.

Rolf Schmidt-Holtz weiß zumindest mit einer positiven Botschaft aufzutrumpfen: „Der CD-Markt ist nicht tot.“ Aber wenn man seine Begründung hört, packt man sich schon wieder an den Kopf: „Er [der CD-Markt] schrumpft, aber die Leute sind zum Beispiel noch immer bereit, für eine Premium-CD einen Premiumpreis zu bezahlen.“ Falsch! Das, was die Plattenindustrie heute „Premium-CD“ nennt – Hülle, Booklet und CD – ist der Standard vergangener Tage, und dafür bin auf jeden Fall ich nicht bereit, einen Premiumpreis zu zahlen.

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2 Gedanken zu „Sony droht mit Musikflatrate“

  1. Die Musikindustrie ist auf der Suche nach einem neuen Geschäftsmodell. Wenn sie ähnlich dem Radio ihre Knete für eine Flat kriegen würden und das flächendeckend, das könnte vielleicht funktionieren.

  2. Naja, das würde auf jeden Fall nur mit einer breiten Masse an Usern funktionieren. Mal wieder ein Versuch, die Leute vom Usenet und von Tauschbörsen ‚abzuwerben‘. Ob es klappt? Wir werden sehen.

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