Der Spiegel legt sich mit Bloggern an

Im Sommerloch 2007 beschwor das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL Die Gelbe Gefahr, in diesem Jahr legen sich die SPIEGEL-Redakteure Markus Brauck, Frank Hornig und Isabell Hülsen in ihrem Artikel Die Beta-Blogger mit der deutschen Blogosphäre an. Der deutsche Blogger sei „unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell“ schreiben sie.

Nun, wer BILDblog für ein Blog hält, wie die drei SPIEGEL-Redakteure Brauck, Hornig und Hülsen das tun, der outet sich als unwissend, sprich unprofessionell. Und genauso liest sich auch der Rest ihres Artikels.

Dass in den USA mehr und einflussreichere politische Blogs existieren als in Deutschland, liegt natürlich in erster Linie daran, dass sich das deutsche Fernsehen, im Gegensatz zum amerikanischen, noch nicht von einem Massen- zu einem Individualmedium gewandelt hat, ein Verdrängungswettbewerb zwischen einem alten und einem neuen Individualmedium hierzulande also gar nicht stattfindet.

Das wird im SPIEGEL-Artikel durch ein Zitat von Jan Schmidt, angeblich Wissenschaftler und „Blog-Experte“ am Hamburger Hans-Bredow-Institut, sogar explizit erwähnt:

„Dass in Deutschland die breite Masse und nicht bloß ein paar Freaks das Gefühl bekommen, die etablierten Medien bieten nicht genug, ist unwahrscheinlich.“

Aber Zitieren und Verstehen sind halt zwei Paar Schuhe.

War das jetzt unpolitisch, rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell genug? Dann freue ich mich auf ein Angebot zur Mitarbeit in der Netzwelt-Redaktion von SPIEGEL ONLINE!

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