Stiftung Warentest: Fischstäbchen viel besser als ihr Ruf

Stiftung Warentest hat für das aktuelle Heft 04/2008 erneut die Qualität von Fischstäbchen getestet. Und – o Wunder! – tatsächlich enthielt auch diesmal keine Probe Gift in tödlicher Dosis oder pürierten Fischabfall. Trotzdem hält sich ja hartnäckig das Gerücht, Fischstäbchen bestünden aus minderwertigen Meeresfrüchtchen.

Für mich immer schon eine ganz klare Kiste: Es ist doch viel einfacher, die Netze mal eben in Schwärme quicklebendiger Alaska-Seelachse zu hängen, als auf verzweifelter Suche nach kranken oder bereits verendeten Fischen kreuz und quer über die Ozeane zu schippern.

Zwei Bio-Produkte sind allerdings negativ aufgefallen – und das nicht nur weil sie rund viermal teurer sind als die besten Testteilnehmer: Fade, tranig, alt schmeckten sie – kurz: nach Fisch – und ihre Keimzahlen waren deutlich erhöht.

Vielleicht, weil die Bio-Dschunken zwar aus ökologisch einwandfreiem Tropenholz bestehen, aber kein neumodisches Zeugs wie Gefrieranlagen an Bord haben. Oder weil die Bio-Angler die Fische noch mit bloßen Händen fangen, sich diese aber – um die natürliche Hautschicht nicht zu zerstören – nur selten waschen. Ich weiß es nicht.

Ein Tipp von Stiftung Warentest zur Senkung des Fettgehalts von Fischstäbchen: Nicht in einer Pfanne mit Öl braten sondern fettfrei im Ofen aufbacken. Ich habs probiert und es schmeckt tatsächlich. Allerdings ist die Panade bei dieser Zubereitungsart ein bisschen trocken. Aber das lässt sich ja mit einem extra Schuss Remoulade kaschieren. Petri Dank!