TrekStor MovieStation: Ganz brauchbar aber nicht perfekt

Nachdem ich die MovieStation von TrekStor jetzt über einen Monat in Gebrauch habe, möchte ich euch meine im Praxisbetrieb gesammelten Erkenntnisse nicht vorenthalten. Ich verwende meine TrekStor MovieStation übrigens an einem 4:3- oder an einem 16:9-Röhrenfernseher – wie sich das Gerät an einem Plasma-, LCD- oder TFT-Monitor verhält, kann ich euch nicht sagen.

1. DTS aber kein Dolby Digital 5.1 (Siehe unten: Update)

Die TrekStor MovieStation kann, an eine Heimkinoanlage angeschlossen, auch die hinteren Lautsprecher mit Surround-Sound versorgen – allerdings nur, wenn die Tonspuren im eher seltenen DTS-Format vorliegen. Dolby Digital 5.1, das wesentlich weiter verbreitete Audioformat, kann die TrekStor MovieStation dagegen nicht. Ich vermute, dass die Firma TrekStor hier an der falschen Stelle gespart hat, nämlich an der Lizenz für Dolby Digital. Schade.

Zur Zeit vielleicht noch nicht ganz so relevant, da bislang die wenigsten Fernseh-Sendungen in Dolby Digital 5.1 ausgestrahlt werden, und das Anfertigen von MPGs und AVIs mit Dolby Digital 5.1 aus eigenen, kopiergeschützten DVDs in Deutschland eh verboten ist. Sollte es sich aber demnächst im großen Maßstab durchsetzen, DD5.1-kodierte Filme legal gegen Bezahlung aus dem Internet herunterladen zu können – mein heißer Tipp als Hobby-Trendforscher -, wäre die TrekStor MovieStation ganz schnell Schnee von gestern.

2. „Stufenlose Videoskalierung“ nicht ganz stufenlos

Zwar läßt sich das Videobild in der Höhe und Breite anpassen, allerdings geschieht das eher zentimeterweise und nicht etwa millimeterweise oder gar, wie beworben, stufenlos. Verschiebt man einen schwarzen Rand über den sichtbaren Bereich des Bildschirms hinaus, kann es deshalb passieren, dass auch ein Stück des Videobilds futsch ist.

3. Videoskalierung nur pi mal Daumen

Schade finde ich, dass sich das Bild nur separat in der Höhe und in der Breite skalieren läßt, aber nicht in einem Schritt, unter Beibehaltung des original Seitenverhältnisses.

4. Videoskalierung für jeden Film aufs Neue

Schaut man sich mehrere Filme mit gleichen Videobild-Eigenschaften hintereinander an, z. B. diverse Folgen einer Fernsehserie oder bei einem Musiksender mitgeschnittene Video-Clips, darf man jedes Video neu skalieren. Die beim ersten Video getroffenen Einstellungen für Höhe und Breite werden nicht beibehalten.

5. Darstellung von 4:3-MPEG-2s immer im 16:9-Format

MPEG-2-Dateien im 4:3-Format werden an einem 16:9Röhrenfernseher automatisch auf volle Bildbreite gezogen. Mit kleinem schwarzen Rand oder Verlust von Videoinformationen im Millimeterbereich (siehe meine Punkte 2 und 4) kann man ja aus Bequemlichkeit vielleicht noch leben. Aber dass man jede 4:3-Fernsehaufnahme auf einem 16:9-Röhrenfernseher per Hand aufs richtige Format zusammenstauchen muss, nervt gewaltig. Das kenne ich allerdings auch schon von meinem DVD-Player Philips DVP 5960 – vielleicht gibts dafür unter Umständen gar keine technische Lösung? Keine Ahnung. AVIs im 4:3-Format sind von dieser falschen Breitbild-Darstellung übrigens nicht betroffen.

Fazit:

Für Pingelige besitzt die TrekStor MovieStation ein gehöriges Nerv-Potenzial.

Ich habe den Kauf noch nicht bereut, da ich mit meiner DVB-S-Karte mitgeschnitte Fernsehaufnahmen im MPEG-2-Format an jedem Fernseher gucken kann. Ich wünsche mir trotzdem, dass TrekStor den einen oder anderen Mangel demnächst per Firmware-Update behebt.

Update! 17.04.2008

Mit dem neuen Firmware-Update 1.24 spielt die TrekStor MovieStation über den optischen Ausgang am AV-Receiver angeschlossen auch Dolby Digital 5.1 Surround-Sound ab. Eine Anleitung zur Durchführung des Firmware-Updates findet ihr hier.