Twitter: Generation Doof entdeckt das Internet

Wer nichts zu sagen hat, tut das neuerdings über twitter.com: Kurznachrichten bis 140 Zeichen lassen sich darüber absetzen. Erinnert das nicht ein wenig an SMS? Stimmt, und genau das ist es ja auch: Ein Service für Short Messages. Absetzbar über Handy oder Internet.

Wer die Twitter-Nachrichten eines bestimmten Twitter-Nutzers verfolgen will, abonniert seinen Twitter-Kanal. Man verfolgt ihn, wird ein Follower, klickt in seinem Twitter-Profil auf „Follow“. Wer wissen will, mit wem sich sein Twitterer gerade unterhält bzw. auf welches Gezwitscher er antwortet, abonniert auch den Twitter-Kanal seiner Gesprächspartner. Im Schneeball-System ist in Kürze die ganze Welt über Twitter verbunden und man kommt vor lauter Gezwitscher und Geschnatter zu gar nichts anderem mehr.

Über Twitter erfährt man, wer gerade aufgestanden ist („Guten Morgen! Ich bin gerade aufgestanden!“), was er aktuell oder als nächstes tut („Ich geh jetzt mal frühstücken!“), ob die Sonne scheint („Hier scheint die Sonne!“) und welche Internetseiten er momentan für bemerkenswert hält. Wobei Internetadressen aus Platzgründen (140 Zeichen) gerne über TinyURL.com und Konsorten abgekürzt und nicht selten mit einem Partnerprogramm-Link verknüpft werden. Money makes schließlich the world go round.

Wer wissen will, was ich nicht zu sagen habe, abonniert das Twitter-Profil von alterfalter. So langsam wirds dunkel. Morgen ist Muttertag. Schöne Pfingsten. Ich geh mir mal nochn Kaffee kochen. Bis neulich.

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7 Gedanken zu „Twitter: Generation Doof entdeckt das Internet“

  1. @dani: Ich schicke Postkarten weniger wegen dem Informationsgehalt auf der Rückseite, sondern viel mehr als Beweis, dass man an den Empfänger denkt und als Souvenier mit Foto des Ortes auf der Rück- bzw. Vorderseite. Twitter dagegen scheint mir wie ein System um sich mitzuteilen über belanglose Dinge, die nicht unbedingt irgendjemanden interessieren. Ich habe schon seit längerem einen Twitteraccount und versuche die ganze Sache ein kleines bisschen nachzuvollziehen, aber es gelingt mir nicht richtig. Wenn ich Nachrichten im Internet verschicke, ziehe weiterhin E-Mail oder Messenger vor. Naja mal sehen wie Twitter sich entwickeln wird.

  2. da bleib ich doch lieber bei der guten alten email und sms. ob twitter auch zukunft hat bezweifle ich stark. gab ja schon ähnliche projekte die es auch nicht lange geschaft haben aber wir werden sehen.

  3. Hehe! 🙂 Ich versuche, etwas Positives an Twitter zu entdecken. Noch ist mir das nicht gelungen. Aber man liest sehr viel unfreiwillig Komisches. Vielleicht ist das ja das Geheimnis?

  4. Twitter ist genauso sinnbefreit, wie Lokalisten, Wer kennt wen und was weiß ich was es noch gibt.
    Aber was sollen die ganzen Versager denn sonst machen??
    Etwa in seriösen Foren rumspamen, nein, dafür sind diese Plattformen ganz gut… 😉

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