Twitter: Generation Doof entdeckt das Internet

Wer nichts zu sagen hat, tut das neuerdings über twitter.com: Kurznachrichten bis 140 Zeichen lassen sich darüber absetzen. Erinnert das nicht ein wenig an SMS? Stimmt, und genau das ist es ja auch: Ein Service für Short Messages. Absetzbar über Handy oder Internet.

Wer die Twitter-Nachrichten eines bestimmten Twitter-Nutzers verfolgen will, abonniert seinen Twitter-Kanal. Man verfolgt ihn, wird ein Follower, klickt in seinem Twitter-Profil auf „Follow“. Wer wissen will, mit wem sich sein Twitterer gerade unterhält bzw. auf welches Gezwitscher er antwortet, abonniert auch den Twitter-Kanal seiner Gesprächspartner. Im Schneeball-System ist in Kürze die ganze Welt über Twitter verbunden und man kommt vor lauter Gezwitscher und Geschnatter zu gar nichts anderem mehr.

Über Twitter erfährt man, wer gerade aufgestanden ist („Guten Morgen! Ich bin gerade aufgestanden!“), was er aktuell oder als nächstes tut („Ich geh jetzt mal frühstücken!“), ob die Sonne scheint („Hier scheint die Sonne!“) und welche Internetseiten er momentan für bemerkenswert hält. Wobei Internetadressen aus Platzgründen (140 Zeichen) gerne über TinyURL.com und Konsorten abgekürzt und nicht selten mit einem Partnerprogramm-Link verknüpft werden. Money makes schließlich the world go round.

Wer wissen will, was ich nicht zu sagen habe, abonniert das Twitter-Profil von alterfalter. So langsam wirds dunkel. Morgen ist Muttertag. Schöne Pfingsten. Ich geh mir mal nochn Kaffee kochen. Bis neulich.

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