Anschluss von USB-Geräten ohne nervende Nachfragen

Seitdem ich meine Daten hauptsächlich auf externe Festplatten auslager, regt es mich zunehmend auf:

Mit jedem Anstecken einer externen Festplatte – aber auch bei Anschluss eines USB-Sticks oder eines MP3-Players – über einen beliebigen USB-Port fängt Windows ungefragt an, den Inhalt des Mediums zu inspizieren, und nach einer Weile will Windows dann wissen, was mit den gefundenen Daten passieren soll:

„Dieser Datenträger bzw. das Gerät enthält Inhalte verschiedener Typen. Welche Aktion soll durchgeführt werden?“

Dann folgt eine Liste von Alternativen, je nachdem, welche Programme man so alles installiert hat:

  • „Bilder drucken mit Fotodruck-Assistent“
  • „Diashow der Bilder anzeigen mit Windows Bild- und Faxanzeige“
  • „Bilder in einen Ordner auf Computer kopieren mit Microsoft-Scanner- und Kamera-Assistent“
  • „Bilder auf den Computer kopieren und anzeigen“
  • „Play Media Files mit RealPlayer“
  • „Play Video mit Media Player Classic“
  • „Wiedergabe mit Windows Media Player“
  • „Ordner öffnen, um Dateien anzuzeigen mit Windows-Explorer“
  • „Keine Aktion durchführen“

Natürlich „Keine Aktion durchführen“, verdammt nochmal!

Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon „Keine Aktion durchführen“ markiert und auf OK geklickt habe. Wenn ich für jeden Klick 1.000 Euro bekommen hätte, wäre ich bestimmt längst Millionär. So einen Job suche ich übrigens – Angebote bitte über mein Kontaktformular.

Nein, „Keine Aktion durchführen“ bewirkt rein gar nichts – beim Anstecken des nächsten Geräts am USB-Anschluss beginnt das grausame Spiel von Neuem.

Dabei ist die Lösung relativ simpel: Die Änderung eines Hexadezimal-Werts in der Windows-Registry!

Mit Klick auf „Start“, „Ausführen“ und Eintippen von „regedit“ [OK] den Registrierungs-Editor aufrufen und sich durchklicken zu:

  • HKEY_CURRENT_USER
  • Software
  • Microsoft
  • Windows
  • CurrentVersion
  • Policies
  • Explorer

Dort auf „NoDriveTypeAutoRun“ doppelklicken, den Standard-Hexadezimalwert 95 auf 9d ändern und mit OK bestätigen und Ruhe ist im Karton. Spätestens mit dem nächsten Windows-Neustart.

Herumfummeln in der Windows-Registry natürlich auf eigene Gefahr: Ein falscher Klick und das Windows-System ist geschrottet. Kinder haften für ihre Eltern!

Auf die richtige Spur gebracht hat mich ein Arbeitskollege (Hallo, Michael!), des Rätsels Lösung gefunden habe ich auf der Seite WinFAQ.de. Wens interessiert: Dort lässt sich auch nachlesen, welche Hexadezimal-Werte was in Bezug auf die Autoplay-Funktion von Windows bewirken und wie man sie errechnet.

Externer Link: