Von LinkAds gekündigt und stolz darauf!

Was tut ein Webmaster nicht alles, um Besucher auf seine Webseite zu locken? Beiträge über Pamela Anderson schreiben zum Beispiel. Vergebt mir, eine Jugendsünde! Aber: Wer auf Google Deutschland nach „Pamela Anderson ungeschminkt“ sucht, findet meine Seite zur Zeit unter den Top 10. Wobei ich das Wörtchen „ungeschminkt“ dem Kommentar eines Lesers zu verdanken habe – ich selber wußte gar nicht, dass Pamela sich schminkt…

Das Firefox-Plugin NoScript, das unbekannte oder gesperrte Scripte blockt, ist eine wahre Fundgrube für Webmaster, zeigt es einem doch, welche Scripte auf anderen Internetseiten eingebaut sind, und in der Mehrzahl verbergen sich Partnerprogramme dahinter. So bin ich auf LinkAds aufmerksam geworden, einen Link-Exchange-Service, bei dem kein Geld fliesst sondern Links getauscht werden.

Ein Account auf LinkAds.de ist schnell eingerichtet: Einen maximal 16 Zeichen langen Text als Linkbeschreibung für die eigene Seite eintragen, seiner Seite eine Kategorie zuweisen, mindestens drei Kategorien auswählen, auf welchen Seiten der eigene Link erscheinen soll, maximal drei Kategorien auswählen, welche Seiten auf der eigenen Seite nicht erscheinen sollen, anschließend den entsprechenden HTML-Code auf seiner Seite gut sichtbar einbauen, ohne dass der Besucher scrollen muss – fertig.

Für die eingeblendeten fremden LinkAds-Links auf der eigenen Seite wird der eigene LinkAds-Link auf anderen LinkAds-Partnerseiten eingeblendet. Nicht im Verhältnis 1:1 sondern nur zwischen 0,2 bis 0,85 mal so oft. So weit so gut. Problematisch an LinkAds ist, dass man nicht alle zweifelhaften Kategorien sperren kann, sondern maximal drei. Was andere Webmaster in den seriöseren Kategorien natürlich nicht davon abhält, ihren Links unseriöse Texte zu verpassen.

Und so tauchten auf meiner eigenen Seite zweifelhafte LinkAds-Links auf wie „Fsk 18“ und „Sexy Videos“, um nur mal die harmloseren zu nennen. Na gut, einen Tag wollte ich mir das angucken – allerdings nicht, ohne meine Besucher darauf hinzuweisen, dass dies ein Test ist, garniert mit dem Kommentar „Oh, mein Gott, wenn das mal nicht alles ganz hochseriöse Angebote sind…“. Hinweis und Kommentar waren für LinkAds der Grund, meinen Account nach 15 Stunden zu kündigen. Und jetzt ratet mal, wie betroffen mich das macht…

Mein Tipp: Finger weg von LinkAds!

Ein Gedanke zu „Von LinkAds gekündigt und stolz darauf!“

  1. Das traurige an der Sache ist, das diese „seriösen“ Links solchen Linktausch-Systemen meist vom Betreiber selbst kommen. Sieht man daran, das dort drinnen Partnerprogramme geistern, die ja normal von der Aufnahme ausgeschlossen sind 🙂
    An solchen Tauschsystemen verdient meist nur Einer, der Betreiber eines solchen.
    Interessant finde ich aber, das Du trotz gesperrter Kategorien trotzdem Erotikseiten drinnen hattest…

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