Vor 60 Jahren: Nazis auf dem Mond

Im Jahr 1939 begann die Schriftstellerkarriere von Robert A. Heinlein, mit der Veröffentlichung seiner Kurzgeschichte „Life-Line“ im Magazin „Astounding Science Fiction“, herausgegeben von John W. Campbell. Acht Jahre später, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde Robert A. Heinleins erster Roman in Buchform veröffentlicht: „Rocket Ship Galileo“: Drei Jungs und ein Wissenschaftler bauen eine atomgetriebene Rakete und fliegen damit zum Mond. Dort stoßen sie nicht nur auf die Überreste einer Mondzivilisation, sondern auch auf andere Rudimente…

Robert A. Heinlein - Rocket Ship Galileo Viele Vorwürfe, die dem mehrfachen Gewinner aller bedeutenden Oscars der Science-Fiction-Literatur häufig zu unrecht gemacht wurden, treffen auf sein Erstlingswerk zu: farblose Charakterisierungen, eindimensionale Handlung, oberlehrerhafte Kommentare. Dabei handelt es sich bei „Rocket Ship Galileo“ um ein sogenanntes „Juvenile“, ein Buch für Jugendliche und junge Erwachsene, was die Sache wieder ein wenig relativiert. Genau wie bei „Starship Troopers“ aus dem Jahr 1959 übrigens, das als Jugendbuch geschrieben und als Erwachsenenbuch vermarktet wurde und das mit dem brillanten Film von Paul Verhoeven aus dem Jahr 1997 bis auf den Titel nicht viel gemein hat.

Es fällt mir schwer, mich in einen amerikanischen Jugendlichen des Jahres 1947 hineinzuversetzen… Deshalb versuche ich das gar nicht erst. Ich denke aber schon, dass mir Heinleins Erstling als Steppke gefallen hätte, wie später „Mars – Planet der Geister“ von Peter Dubina, das mein Interesse für die Science Fiction geweckt hat. Raumfahrt und Dinosaurier waren ganz mein Ding.

Aktuell gelesen habe ich „Rocket Ship Galileo“ aus historischem Interesse, aus Interesse an einem der einflußreichsten Science-Fiction-Autoren, im englischen Original – auf Deutsch ist es zur Zeit nur gebraucht zu haben („Endstation Mond“, Gebrüder Weis 1951, oder „Reiseziel: Mond“, Bastei-Lübbe 2001). Da hat die Buchindustrie aber mal wieder mächtig gepennt: 60 Jahre Robert-A.-Heinlein-Romane – hurra! (Und wieder ein Jubiläum vor dem Vergessen gerettet.) Das heißt: Noch ist es nicht zu spät. Hätte er seinen Tod überlebt, könnte der Grandmaster of Science Fiction am 07.07.07 seinen hundertsten Geburtstag mitfeiern.

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3 Gedanken zu „Vor 60 Jahren: Nazis auf dem Mond“

  1. hm naja ein computerspiel wäre schon besser gewesen weil wer investiert schon in einen computerfilm ohne zu wissen ob der überhaupt erfolgreich wird 😉 Aber auf jeden fall lustig dass die geschichte nach 60 jahren wieder aktuell ist. Ich bezweifle dass nur einer von damals bis 2018 überlebt 😉 geschweige denn ein ufo steuern kann 😉

  2. Auf dem Mond sind Armstrong und Co. nicht gelandet, das hätte die Mondgöttin gar nicht zugelassen. Der Flug mit Apollo 11 und die „Mondlandung“ sind vom jungen Steven Spielberg im Auftrag der NASA gefilmt worden Damit sollte der SU ein Schock versetzt werden. Schon Wolfgang Neuß spottete: Die „Challenger“ ein paar Meter hochbringen, und dann explodiert sie. Reagans „Krieg der Sterne“? Lächerlich! Solln die GI’s sich hintder dem Saturn verbergen und mit Schrotflinten auf Moskau schießen?
    Recht hatte er. Aber soll George W. Dubyah Bin Adolf Bush nicht hinter dem Mond geboren sein und dort auch geblieben?

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