Nur jeder zweite Halbstarke wehrdiensttauglich?

Vorschläge für neue Musterungskriterien

Skandalös: Jeder zweite Jugendliche männlichen Geschlechts muss keinen Sozialdienst an der Waffe oder am pflegebedürftigen Mitbürger leisten. Wegen vorgetäuschter oder tatsächlicher körperlicher Gebrechen oder weil sie schlichtweg zu doof sind.

Für meinen Geschmack ganz falsche Kriterien, die da zur Musterung herangezogen werden: Krank feiern oder plemplem sein kann man ja nicht nur zu Hause – das geht auch in Kasernen und Altersheimen.

Ich schlage deshalb vor, alle männlichen Halbstarken als grundsätzlich wehrdiensttauglich einzustufen, die privat in Camouflage-Klamotten herumlaufen, Jeeps fahren oder sich mit sonstigen Militär-Utensilien schmücken. Schlechter Geschmack gehört nun mal bestraft. Aufgefüllt werden könnte zur Not mit denen, die Baseball-Caps regelmäßig verkehrt herum aufsetzen oder Schlabberhosen tragen.

Jungs, die Piercings oder Tattoos zur Schau stellen, kommen automatisch zur Bundeswehr. Die haben ja schließlich schon bewiesen, dass sie vor körperlicher Gewalt bis hin zur Selbstverstümmelung nicht zurückschrecken.

Ich hätte da noch mehr ganz großartige Ideen zur Erweiterung des Kriterienkatalogs, aber diese Vorschläge sollten erst mal ausreichen, der vom SPIEGEL beklagten „Mogelpackung namens Musterung“ ihren Roulette-Charakter zu nehmen.