Weißwurst-Frühstück a la PLUS

Zwei armselige leere kleine Kartons im Kühlregal und das entsprechende Preis-Schild zeugen zumindest von der kurzzeitigen Existenz von Weißwürsten in Duisburg-Rheinhausen. Auch vier Gläser süßer Senf sind noch da und massig Aufback-Brezen in der Gefriertruhe.

Heute wollte ich meinem grippal und bronchial geschwächten Körper mal etwas Gutes tun, in Erinnerung an alte Studienzeiten in Augsburg: Ein zünftiges Weißwurst-Frühstück, für das der Discounter PLUS in seinem Hochglanzprospekt seit einer Woche die Werbetrommel gerührt hat.

Kurz nach 12 schleppe ich mich zum ersten PLUS an der Ecke. Dort sind alle Spuren auf das für heute beworbene Angebot getilgt: keine Weißwurst, kein süßer Senf, keine Auftau-Brezn. Dumme Frage, dumme Antwort: „Wenn keine mehr da sind, sindse alle.“ Also auf zum zweiten PLUS.

Serviervorschlag: Weißwurst-Frühstück a la PLUS
Serviervorschlag: Weißwurst-Frühstück a la PLUS.
(Die Brezn sind übrigens von ALDI.)

Zwei armselige leere kleine Kartons im Kühlregal und das entsprechende Preis-Schild zeugen zumindest von der kurzzeitigen Existenz von Weißwürsten in Duisburg-Rheinhausen. Auch vier Gläser süßer Senf sind noch da und massig Aufback-Brezn in der Gefriertruhe. „Haben Sie vielleicht noch Weißwürste?“. Auf die Antwort war ich irgendwie gefasst: „Wenn da oben im Kühlregal keine mehr stehen, nicht.“

Entweder ist ganz Duisburg-Rheinhausen spitz auf Weißwürste oder PLUS handelt nur nach guter bayerischer Tradition: „Eine Weißwurst darf das 12-Uhr-Glockenläuten nicht hören“. Auf der anderen Seite: Nach dem 12-Uhr-Glockenläuten ist vor dem 12-Uhr-Glockenläuten, oder? Zur Not hält man ihnen die Ohren zu.

Ein Lockvogel-Angebot trau ich meinem Haus- und Hof-Lieferanten für Erdnussflips und Energy-Drinks so gar nicht zu. Sagt mal einer der Verbraucherzentrale Bescheid?