Zeitachsen-Spielereien mit Google-Analytics

Ein aktueller Artikel des australischen Profi-Bloggers Darren Rowse hatte mich zunächst mächtig erstaunt: „Using Google Analytics to Compare Search Engine Traffic Over Time“. Mein Gott, aus so einem alten Hut einen Blog-Beitrag für Webmaster zaubern! Mut oder Verzweiflung?

Eine Standard-Abfrage in Google-Analytics ist der Vergleich der Besucherzahlen der letzten dreißig Tage mit den Besucherzahlen der vorletzten dreißig Tage, anschaulich dargestellt anhand von zwei verschiedenfarbigen Linien, die übereinander gelegt werden. Bei einem etablierten Blog, der seine Sturm- und Drang-Phase bereits hinter sich hat, in der Regel eine relativ unspektakuläre Angelegenheit.

Google-Analytics-Spielereien

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Aber Darren Rowse wäre nicht Darren Rowse sondern zum Beispiel John Chow, wenn er einem an sich langweiligen Thema nicht wenigstens zwei oder drei spannende Aspekte abgewinnen könnte.

Der erste Tipp von Darren Rowse, der mir im Traum nicht eingefallen wäre, der aber tatsächlich sehr interessante Ergebnisse zeitigt: Beide Vergleichszeiträume mit denselben Wochentagen starten und enden lassen. Das ermöglicht einen wesentlich aussagekräftigeren Vergleich als die Standard-Abfrage, da er die natürlichen Schwankungen der unterschiedlichen Wochentage bereinigt.

Tipp zwei ist der Vergleich zwischen einem Beobachtungszeitraum des aktuellen Jahres mit dem gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Und – siehe Abbildung – da geht bei mir stellenweise tatsächlich ein Stück weit die Sonne auf: So hatte ich etwa am 1. Februar 2008 unglaubliche 139.000,0% mehr Besucher als noch am 1. Februar 2007 und geschmeidige 250.100,0% mehr Seitenzugriffe. Hübsche Motivation in Zeiten von Stagnation oder Absturz.

Ein dritter spannender Aspekt fällt mir gerade nicht ein, aber so wahnsinnig aufregend ist das Thema ja nun auch wieder nicht.

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