Zugbegleiter – Beruf oder Hobby?

Am Sonntag, den 3. Mai 2015, war ich per Regional-Express unterwegs. Von Essen nach Duisburg. Mit einer sündhaft teuren Monatskarte für April 2015. Ticket 1000, kein Abonnement. Über 100 Euro kostet der Spass. Für eine Strecke, die im besten Fall in 12 Minuten absolviert ist.

Kurz vor Duisburg ist Fahrkartenkontrolle. Zum zweiten Mal seit Anfang April. Na, Gott sei Dank, denk ich. Hat sich die Investition wenigstens gelohnt. Zweimal beim Schwarzfahren erwischt zu werden ist teurer. Vom zusätzlichen Stress ganz zu schweigen.

„Die Karte ist nicht mehr gültig“, sagt die Zugbegleiterin zu mir. Ich sag: „Doch, doch. Ich hab mich extra vorher im Internet erkundigt.“ – „Gestern war der erste Werktag im Mai“, sagt die Zugbegleiterin.

Da hat sie Recht. Samstag gilt tatsächlich als Werktag. Ich hatte das ja lange Zeit nicht geglaubt. Weil das doch der Tag vor Sonntag ist und er somit eigentlich zum Wochenende gehört. Davon abgesehen, waren die Monatskarten der Rheinbahn für April 2015 tatsächlich bis einschließlich Montag, den 04.05.2015, gültig.

So richtig interessiert war die Zugbegleiterin dann aber doch nicht an unserem Gespräch. Und ich hatte mit meiner DeutschlandSIM-Karte kurz vor Duisburg mal wieder keinen Empfang und musste auch gleich aussteigen.

Trotzdem verwunderlich, dass eine Zugbegleiterin solch grundlegenden Sachen nicht weiß. Machen die Zugbegleiter ihren Job eigentlich beruflich oder als Hobby?

Ich gehe davon aus, dass meine Zugbegleiterin aktuell nicht für höhere Löhne streikt, fahre seit gestern aber trotzdem wieder mit dem Auto zur Arbeit.

Kommentar verfassen